Ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick einer ernst gemeinten Veranstaltung. Der exklusive e-commerce-blog-Nachschlag zur OMD.

Gott sei Dank (oder leider?) ist die OMD 2006 nun endgültig Geschichte. Die müden Knochen, die dicken Beine und der bohrende Kopfschmerz sind wieder soweit im Rahmen des erträglichen, die dringlichsten Aufgaben sind erledigt, kurz: die schlimmsten Nachwehen liegen hinter uns.

Das bedeutet aber auch, dass man, mit einigem Abstand, auch zurück blicken kann: wie war es eigentlich? Wieviele Anekdoten wird man sich auch noch in einigen Monaten erzählen? Und für manche viel interessanter: was ist wirklich passiert?

Die Messe war wieder mal größer als letztes Jahr, es wurden zwei Hallen der Düsseldorfer Messe voll ausgefüllt. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen gab es kein bisschen Leerraum. Erstaunlich. Negativ war mir zumindest aufgefallen, dass die Gänge extrem eng waren – so herrschte teilweise (auf jeden Fall in Halle 2) ein ziemliches Gedränge.

Aber die Verpflegung war gut. Tommorrow Focus verteilte Currywurst, bei Webmiles konnte man einen frischen Crepe als Nachspeise ordern und um alles abzurunden, gab es auch noch leckere Eiscreme. Für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt.

Nicht nur nahrungstechnisch war die Messe ausgewogen, auch flüssige Nahrung ließ sich gut und einfach organisieren. Ein besonderes Lob muss hier an die Barkeeper von Interactive Media gehen, die bereits ab 15 Uhr „geistreiche“ (wobei die Betonung auf „reich“ liegen muss) Getränke an das durstige Volk verteilten. Für eine Messe hatte der Caipirinha auf jeden Fall ordentlich Spaß.

Was aber ist eine OMD ohne Party? Die Karten zur offiziellen Feier waren 2006 schwieriger zu bekommen als die Pocken, so dass sich bekanntlich eine Gegenparty im MK2 manifestierte (ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle CBS. Innerhalb von 48 Stunden so etwas zu starten ist respektabel). Vorzüge zur offiziellen Party gab es zuhauf: Kein Gedränge, trotzdem illustre Gäste und Bier, wann immer man es wollte.

Auf dem Weg vom MK2 in Richtung Düsseldorf Hbf haben dann den e-commerce-Bloggern wohl _die Anekdote der Messe erlebt. Ein Benz wurde geordert, ein Benz fuhr auch vor, allerdings hatte die Droschke scheinbar ein kleines Elektronikproblem. Dass aus einem kleinen Problem ein richtig großes werden kann, wurde uns erst später bewusst. Zuerst versagten die Gänge 3-5 ihre Tätigkeit. Ein Automatikgetriebe, welches im 2. Gang bis an den Rande der Leistungsfähigkeit gebracht wird, verdient unser Mitleid, der Fahrer eher weniger („Was hat Automatik mit Strom zu tun?“). Als dann nach und nach erst die Innenbeleuchtung, die Aussenbeleuchtung und das Taxameter gefrustet ihren Dienst einstellten, wurde manchem von uns leicht schummrig im Magen. Gott sei Dank war es nicht mehr weit zu unserem Ziel.

Wie sagte aber schon der Volksmund? Mach das beste draus. Und das beste war in diesem Fall: lachen und Witze reißen – ein gewisser Galgenhumor lässt sich nicht leugnen. Unsere gute Laune war allerdings nicht wirklich ansteckend, denn Pavel, der Droschkenführer (oder Iwan oder wie auch immer), nahm die ganzen Scherze, die auf seine Kosten entstanden, nicht wirklich locker. Ein sauer aufstoßendes „Scheisse, wolle jetzt auch noch mache Spaß mit meine Unglück?“ war zwar Wasser auf unseren Mühlen, für ihn war aber wohl schon früh der „Drops gelutscht“.

Für uns aber auch. Nach maximal 5 Stunden Schlaf stand Tag 2 der OMD auf unserer Agenda. Und die begann nicht wirklich angenehm. Beinahe alle Stände schienen zu wackeln und in unserer grenzenlosen Güte haben wir uns oft genug angeboten, die Stände mit unseren Köpfen zu stützen und damit vor dem sicheren Umkippen zu bewahren. Und wir waren gut.

Der Rest ist wohl schnell erzählt: die am Mittwoch geschlossenen Brüderschaften mussten auch in Anzug, Krawatte und weniger als 2 Promille manifestiert werden, die Prakti-Tasche wollte gepackt und für den teilweisen Nachwuchs Mitbringsel organisiert werden und schon war es 17.00 Uhr und die OMD war endlich vorbei.

Spaß gemacht hat es auf jeden Fall, auch geschäftlich war die OMD ein voller Erfolg. Hoffen wir, dass es der Branche in 12 Monaten immer noch so gut geht und dass wir wieder sagen können: „Mach ma 10 Bier und die Hälfte lass zu, die trinken wir draussen.“

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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3 Kommentare

  1. Echt lustig, was ihr noch erlebt habt, bei mir ging alles Glatt und ich war gegen drei im Hotel. Am Donnerstag sind wir dann nach Frühstück und Schlüsselabgabe direkt zum Flughafen. Vielen Dank auch noch mal für die gute Laune die ihr auf unsere „Online Marketing Lounge“ mitgebracht habt. Die offizielle Landigpage dazu gibt es übrigens unter http://www.online-marketing-lounge.de und auf http://www.ecato.com/de noch einen Nachbericht von mir. Wir sehen uns spätestens nächstes Jahr wieder! 😉

  2. „Kein Bundesjugendspiele ohne Ehrenurkunde für mich“ 🙂 hast du noch vergessen. Das war der Burner des Abends…. 🙂

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