Was werden die E-Commerce Trends in 2014?

Das E-Commerce entwickelt sich ständig weiter. Neue gesetzliche Regelungen und Rahmenbedingungen in puncto Zahlungsverkehr (SEPA) führen zu neuen Herausforderungen. Alleine die Umstellung auf das europäisch einheitliche Zahlungsmodell SEPA ist mit großen Anstrengungen verbunden. Das Kaufverhalten der Konsumenten verändert sich ebenso wie die Effektivität bewährter Geschäftsmodelle. Der E-Commerce-Markt wird sich im Jahr 2014 in vielseitiger Hinsicht ändern. Die Konkurrenz wird größer werden, das generische Wachstum stagniert und die Lücke zwischen stationärem und digitalem Handel wird kleiner. Aktuell beträgt der E-Commerce-Anteil am gesamten Versandhandel ca. 71 Prozent. Wer die Herausforderungen des Jahres 2014 meistern möchte, muss sich großen Anforderungen stellen.

Veränderungen im mobilen Bereich

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E-Commerce-Händler müssen sich im Jahr 2014 an das Konsumverhalten ihrer Kunden anpassen. Diese tätigen immer mehr Einkäufe über mobile Endgeräte. Deshalb ist eine Investition in Infrastruktur und Prozesse unabdingbar. Wer im mobilen Bereich einkaufen möchte, sollte auf sichere und komfortable Zahlungsmethoden zurückgreifen können. Als besonders hoffnungsvolles Bezahlsystem gilt das mobile Payment System „Mpass“, welches von Vodafone, O2 und der Telekom unterstützt wird. Das Potential möglicher Nutzer liegt hier bei 70 Millionen Personen. Die Art der Bezahlung ähnelt einer Online-Überweisung. Der Smartphone-Nutzer muss mit einer mTan, seiner Handynummer und einer PIN den Auftrag bestätigen: Das Geld steht anschließend sofort zur Verfügung. Wie einfach und schnell ein Produkt bezahlt werden kann, ist für den tatsächlichen Kauf oftmals ausschlaggebend. Kunden besitzen das Bedürfnis selbst wählen zu dürfen, über welchen Zahlungsweg sie Produkte erwerben. Mittlerweile ist es auch möglich Smartphones mit speziellen Stationen in Zahlungsgeräte umzuwandeln.

Die Nutzung von Datenmengen

Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung von Kundendaten. Die Sammlung, die Bewältigung und Verarbeitung von bestehenden Kundenkontakten ist nicht selten mit erheblichen Vorteilen verbunden. Mit Bannern, Adwords und Newslettern kann eine extreme Kundenbindung erreicht werden. Die vorhandenen Daten können für eine gezielte Ansprache von Kundengruppen genutzt werden. „Big Data“ ist in aller Munde: Die erfolgreiche und gezielte Umsetzung steckt allerdings immer noch in den Kinderschuhen. Die Erstellung von Nutzerprofilen wird in 2014 ebenfalls immer relevanter. Hierdurch können Besucher gezielt angesprochen und mit relevanten Inhalten versorgt werden. In diesem Segment existieren allerdings viel zu viele Insellösungen, welche in Zukunft besser miteinander verbunden werden müssen. In den vergangenen Jahren ist der Anteil von Laptops und Computern am Gesamtverkauf zurückgegangen. Tablets und Smartphones gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der E-Commerce muss deshalb in Zukunft wesentlich stärker an die mobilen Endgeräte angepasst werden. Falls Emails oder Bestellbestätigungen auf einem mobilen Endgerät nicht richtig dargestellt werden, offenbart das dem Kunden ein recht niedriges Maß an Professionalität.

B2B und B2C

Wer im B2B-Bereich tätig ist, wird sich wachsenden Herausforderungen stellen müssen. In Zukunft müssen Funktionen wie Budgetverwaltung, individuelle Kundensortimente und Rabattregeln wesentlich stärker ausgeprägt werden. Die Kunden im B2B-Segment werden immer anspruchsvoller: Diese möchten nach B2C-Vorbild einkaufen. Deshalb müssen erklärungsbedürftige Produkte in 2014 informativer dargestellt werden. Die gleichzeitige Verbindung mit benutzerfreundlichen Onlineshops schafft ein extrem hohes Potential, das weiter ausgebaut werden kann. Im B2B-Commerce ist von einem grundsätzlich verändertem Kaufverhalten auszugehen. Die neuen technischen Möglichkeiten werden auch von der Konkurrenz entdeckt. Wer dies nicht erkennt, läuft Gefahr den Anschluss zu verlieren. Dies erfolgt insbesondere durch die Realisierung von Einkaufserlebnissen, welche von der B2C-Welt geprägt sind. Intuitives Browsen, Suchen und Shoppen ist unabdingbar. B2B-Käufer müssen die Möglichkeit besitzen Preise, Kategorien und individuelle Kataloge anzufordern. Nutzerprofile müssen die Überprüfungen von Bestellbestätigungen und das Speichern von E-Angeboten ermöglichen.

Marktplätze

Der Marketplace wird in 2014 eine wesentlich größere Bedeutung besitzen als bisher. Marktplätze sind im E-Commerce bedeutende Anlaufstellen, die sich durch eine große Vielfalt auszeichnen. In den Köpfen der Kunden sind Marktplätze als Sammelbecken großer Sortiment verankert. Da das Kundenwachstum von dem Wettbewerbswachstum überstiegen wird, ist es vor allem für kleinere Händler von Bedeutung sich fest in Marktplätze zu integrieren. Hier besteht die Chance mit vergleichsweise geringen Kosten eine Vielzahl potentieller Kunden zu erreichen.

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