Akamai: Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance hängen untrennbar miteinander zusammen

Interview für E-Commerce-Blog mit Jürgen Metko, Regional Vice Pre-sident Central Europe bei Akamai in Garching bei München

Juergen Metko von Akamai im Interview

Im Interview für den E-Commerce-Blog: Jürgen Metko, Regional Vice President Central Europe bei Akamai in Garching bei München, ein Anbieter von CDN-Services (Content-Delivery-Network) sowie Cloud-basierten Security-Lösungen über Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance von Online-Inhalte und Business-Applikationen.

  1. Guten Tag Herr Metko. Würden Sie sich kurz einmal unseren Lesern vorstellen?

Jürgen Metko: Ich bin seit mehr als zehn Jahren bei Akamai und als Regional Vice President Central Europe für den Vertrieb des Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich. Davor war ich als Regional Sales Manager in den Bereichen Enterprise Solution Sales und Digital Media tätig.

  1. Können Sie kurz schildern, was Akamai macht?

Jürgen Metko: Akamai ist der führende Anbieter von CDN-Services (Content-Delivery-Network) sowie Cloud-basierten Security-Lösungen. Wir helfen Unternehmen dabei, Online-Inhalte und Business-Applikationen sicher und performant über das Internet auszuliefern. Das Portfolio umfasst innovative Lösungen für Web und Mobile Performance, Cloud Security sowie Live- und On-Demand-Video-Streaming, mit denen Unternehmen die „User Experience“ von Webseiten, Web-Applikationen und Unterhaltungsangeboten optimieren können. Über die global verteilte Serverinfrastruktur der Akamai Intelligent Platform läuft täglich bis zu 30 Prozent des weltweiten Web Traffics.

  1. Welche Vorteile ergeben sich durch die Verbesserung der Performance für Betreiber von E-Commerce-Systemen?

Jürgen Metko: Der Zugang zu hochverfügbaren und performanten Websites spielt eine entscheidende Rolle, damit aus Interessenten zufriedene Online-Käufer werden. Die Performance und Verfügbarkeit eines Online-Shops hat einen direkten Einfluss auf die Abbruch- und die Konversionsraten – beide beeinflussen den Online-Umsatz eines Unternehmens enorm. Besucher eines Online-Shops erwarten unabhängig von verwendeten Browsern oder Endgeräten eine hohe Performance sowie eine intuitive Benutzerführung. Performance, Verfügbarkeit und natürlich auch die Datensicherheit zählen daher zu den wichtigsten Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg beim E-Commerce.

Die Performance und Verfügbarkeit eines Online-Shops hat einen direkten Einfluss auf die Abbruch- und die Konversionsraten

  1. Welche Herausforderungen ergeben sich bezüglich der Performance von Online-Shops bei der Nutzung durch die unterschiedlichsten Endgeräte?

Jürgen Metko: Online-Käufer erwarten auf allen Endgeräten – egal ob PC, Tablet oder Smartphone – eine identische und reibungslose Performance und das Ganze unabhängig vom aktuellen Standort. Das bedarf zum einen leistungsstarker Breitbandverbindungen aus dem Festnetz, dem Mobilnetz sowie den drahtlosen Netzen und zum anderen muss die Performance einer Website selbst überwacht, gesteuert und optimiert werden. Dabei gibt es zwei Ansatzpunkte: Erstens können die Webentwickler auf der Serverseite die Datenbankaufrufe und die Generierung der HTML-Seite optimieren. Damit lässt sich aber nur ein geringer Teil der Ladezeit beeinflussen. Der zweite Bereich, nämlich die Anlieferung der Daten und Bilder an den Endgeräten, bietet weit mehr Optimierungsmöglichkeiten.

Käufer erwarten auf allen Endgeräten eine identische und reibungslose Performance

  1. Spielt Performance-Optimierung in Zeiten der Internationalisierung eine besondere Rolle?

Jürgen Metko: Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance sind drei Anforderungen, die untrennbar miteinander zusammenhängen. Das gilt unabhängig davon, ob ein Online-Shop nur in einem oder in mehreren Ländern tätig ist. Gerade bei der Internationalisierung zeigen sich die Vorteile eines Content-Delivery-Network (CDN)-Services. Akamai betreibt weltweit ein dezentrales Netzwerk von mehr als 200.000 Servern. Damit kann der Content von Online-Shops an mehreren geografisch verteilten Orten vorgehalten werden. Beim Abruf der Artikeldaten sorgt die Akamai Intelligent Platform automatisch für eine schnelle Bereitstellung vom nächstgelegenen Speicherort.

Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance sind drei Anforderungen, die untrennbar miteinander zusammenhängen

  1. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Performance eines Online-Shops zu verbessern? Wie kann Akamai Unternehmen helfen, eine bessere Performance zu erreichen?

Jürgen Metko: Eine herausragende Rolle spielt die Optimierung der, wie wir das nennen, situativen Performance. Das heißt, abhängig von den gerade eingesetzten stationären und mobilen Endgeräten und dem Internetzugang setzt Akamai Techniken ein, um die Bereitstellung der Webinhalte für jede einzelne Nutzersituation und deren aktuelle Bedingungen zu optimieren. Möglichkeiten, um die Geschwindigkeit beim Laden von Webseiten zu steigern, bieten sich beispielsweise bei der dynamischen Änderung der Bildqualität. So werden zum Beispiel bei geringer verfügbarer Bandbreite die Bilder vor der Auslieferung „on-demand“ Speicher-technisch reduziert. Als sehr nützlich erweisen sich dabei spezielle Akamai-Funktionen, um Bilder situationsabhängig in der Cloud anzupassen, etwa durch Änderung der Bildgröße, Anpassung der Qualität und des Output-Formats oder durch Beschneiden.

Möglichkeiten, die Geschwindigkeit von Webseiten zu steigern, bieten z.b. bei der dynamischen Änderung der Bildqualität.

  1. Deutsche Unternehmen sind ja nicht gerade bekannt für das Vertrauen in Cloud-basierte Anwendungen. Was können Sie zum Thema Datenschutz und Datensicherheit in der Cloud sagen?

Jürgen Metko: Wir haben es hier zum Teil mit einer paradoxen Situation zu tun. Auf der einen Seite boomt der Onlinehandel. Die deutschen Konsumenten sind online-affin. Auf der anderen Seite bilden Sicherheitsbedenken nach wie vor die größten Hindernisse für die Nutzung von Cloud-Services. Das heißt, in ihrer Rolle als Konsumenten haben die Deutschen ein größeres Vertrauen in die Cloud als in ihrer Rolle als Entscheider in einem Unternehmen. Eine Erklärung dafür ist die massive Zunahme von Cyber-Attacken. Von daher ist es zunächst einmal verständlich, warum Unternehmen zögern, vor allem geschäftskritische Applikationen in die Cloud zu verlagern. Hier hat aber langsam ein Umdenken eingesetzt.

Mit Cloud-basierten Services, die den Schutz und die Verfügbarkeit von Applikationen in der Cloud schaffen, können Unternehmen heute einen Ansatz verfolgen, der die herkömmlichen internen Security-Lösungen erweitert. Ein wirksamer Schutz setzt dort an, wo die Gefahren entstehen: in der Cloud. Online-Shops sollten daher auf vielschichtige Cloud-Security-Lösungen setzen, um Infrastruktur, Web-Applikationen sowie die Produkt- und Kundendaten effizient zu schützen und die Verfügbarkeit ihrer Webseiten sicherzustellen.

Mit Cloud-basierten Services können Unternehmen einen Ansatz verfolgen, der die herkömmlichen internen Security-Lösungen erweitert.

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