US-Händler in Europa – der deutsche Markt ist für internationale E-Commerce-Händler interessant

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Viele US-amerikanische Händler sehen in Europa einen der wichtigsten Wachstumsmärkte der Zukunft des E-Commerce. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Internationalizing Your Brand in 2017“. Hiernach will nahezu jeder dritte US-Händler in den kommenden Jahren seine Produkte und Dienstleistungen in Deutschland anbieten. Hierbei müssen allerdings zahlreiche Herausforderungen bewältigt werden. Verschiedene Testprojekte werden aktuell bereits in Großbritannien durchgeführt beziehungsweise geplant.

Die Studie „Internationalizing Your Brand in 2017“ hebt die Bedeutung Deutschlands und Europas für den E-Commerce hervor

Im Rahmen der Studie „Internationalizing Your Brand in 2017“ wurden 200 Entscheider von US-amerikanischen Firmen hinsichtlich ihrer Haltung zu und ihrer Pläne mit Europa befragt. Hierbei wurde deutlich, dass für die großen amerikanischen Unternehmen Europa und speziell Deutschland interessante Märkte sind, auf denen sie selbst aktiv werden wollen. So gibt ein Drittel der Befragten an, innerhalb der nächsten vier Jahre die eigenen Produkte in Deutschland verkaufen zu wollen. Neben Deutschland sind für 22% der Befragten weitere europäische Länder wie Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten attraktive Märkte. Frank Schirrmeister, Geschäftsführer von Arvato SCM Solutions, in deren Namen die Studie durchgeführt wurde, sagt, dass Europa als dynamischer Wachstumsmarkt für amerikanische Unternehmen von Bedeutung sei, dass diese aber ihre Bekanntheit steigern und sich einen guten Ruf aufbauen müssten, um hierzulande erfolgreich zu sein.

US-Händler sehen sich in Europa mit diversen Herausforderungen konfrontiert

Die Ausgangssituation in Europa ist eine deutlich andere als in den USA. Entsprechend müssen sich US-amerikanische Unternehmen diversen Herausforderungen stellen, wenn sie auf diesem Kontinent erfolgreich sein wollen. Zum einen sprechen die potentiellen Kunden in Europa, anders als in den USA, nicht eine einheitliche Sprache, sondern nahezu jedes Land hat seine eigene Art zu sprechen. Zudem gibt es keine einheitliche Gesetzgebung in Europa, sondern viele Regelungen sind Ländersache und unterscheiden sich daher teils massiv. Um in Europa Fuß zu fassen, müssen Unternehmen Sprach- und Rechtsexperten mit an Bord haben, die sich mit Europarecht, Handelsregelungen und der Lebensweise der Menschen in Europa auskennen.

Hinzu kommt, dass in verschiedenen europäischen Ländern jeweils andere Vorlieben und Verhaltensweisen beim Einkaufen und Bezahlen vorherrschen. So kaufen die Bewohner der DACH-Region (ein Drittel) bevorzugt per Rechnungskauf ein, wohingegen in Deutschland eine große Mehrheit (40%) Bezahlungen per PayPal vornimmt. In Schweden sind hingegen E-Wallets stark im Kommen. Schon jeder Zehnte Einkauf wird auf diese Weise bezahlt. Unternehmen müssen diesen unterschiedlichen Vorlieben Rechnung tragen, wenn sie in Europa Fuß fassen und ihre Zielgruppe für sich begeistern möchten.

Großbritannien ist für viele US-Händler das Tor zu Europa

Viele US-amerikanische Unternehmen nutzen Großbritannien als Spielwiese und Versuchslabor, um testweise in Europa aktiv zu werden. Der Vorteil: Hier liegen keine Sprachbarrieren vor und die Betriebe können sich komplett auf Marketing und Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren. 96% der Befragten, die in Europa aktiv werden wollen, geben an, zunächst in Großbritannien zu beginnen. 85% der Studienteilnehmer planen sogar, sich nicht allein auf das Onlinegeschäft zu beschränken, sondern Filialen vor Ort zu eröffnen. Für andere Länder wie Deutschland und Frankreich wird dieses Ziel allerdings nicht ausgegeben. Hier soll der Fokus auf dem eigenen Onlineshop und auf der Präsenz auf Online-Marktplätzen liegen.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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