Einer der großen Trends des kommenden Jahres werden die sog. Social Media Dienste sein. Marken und Menschen werden sich mit dem Thema beschäftigen müssen. Das „müssen“ kann ganz unterschiedliche Motivationen haben. Das 17-jährigen Mädchen vielleicht, weil sie von einer Freundin gehört hat, dass sie auf facebook auf einem – sagen wir mal – nicht vorteilhaftem Bild markiert wurde und alle über sie und die wilde Party von gestern sprechen. Der Konzern, weil er gerade in den Social Media Diensten und Blogs zerissen wird und die Kampagne einfach anders läuft als die teueren Agenturen sich das ausgedacht haben. Auch nicht lustig ist es, wenn man als Marke einfach mal zu schnell seinen Anwalt einschaltet (hier und hier) und dafür ebenfalls die Schelte bekommt. Letzteres ging ja soweit, dass man als Mitarbeiter in einer Agentur auf die Marke und deren Verhalten angesprochen wurde, wenn man ein entsprechendes Kleidungsstück getragen hat.

Doch Social Media ist nicht böse, man muss nur selbst das Ruder in die Hand nehmen und die Dienste für seine Zwecke nutzen. Social Media per Definition ist:

Social Media (auch Soziale Medien) ist ein Schlagwort, unter dem Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden werden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen. Kaplan und Haenlein definieren Social Media als „eine Gruppe von Internetanwendungen, die auf den ideologischen und technologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen“.

Social Media sind Medien, die durch die Ermöglichung sozialer Interaktionen und Kollaboration an Bedeutung gewinnen. Sie unterstützen das menschliche Verlangen nach sozialen Interaktionen mittels Technologie und wandeln mediale Monologe (one to many) in social-mediale Dialoge (many to many). Zudem unterstützt es die Demokratisierung von Wissen und Information und entwickelt den Benutzer von einem Konsumenten zu einem Produzenten. Die Benutzer erstellen gemeinsam ihre eigenen Inhalte (User Generated Content). Es besteht kein Gefälle mehr zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell). Als Kommunikationsmittel werden dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Das gemeinsame Erstellen, Bearbeiten und Verteilen der Inhalte, unterstützt von interaktiven Anwendungen betont auch der Begriff Web 2.0.

Die wichtigsten Teile dieser Definition sind:

  • sozialen Interaktionen mittels Technologie wandeln mediale Monologe (one to many) in social-mediale Dialoge (many to many) um und
  • Es besteht kein Gefälle mehr zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell)

[ad#kleines Square]Ob Sie es glauben oder nicht! Sie, Ihre Marke, Ihr Unternehmen sind schon auf Twitter und Facebook vertreten. Wenn Sie selbst noch nicht dort vertreten sind, dann redet man über Sie, nicht mit Ihnen. Vielleicht ist auch jemand in mit Ihrem Namen dort unterwegs und kommuniziert. Wissen Sie es?

Nehmen Sie das Heft in die Hand. Eröffnen Sie entsprechende Accounts und kommunizieren Sie mit den Leuten, die sich für Sie / Ihre Marke / Ihr Unternehmen interessieren. Die Leute, die diese Dienste nutzen, gehören zu den Multiplikatoren und tragen wiederrum Ihre Botschaften weiter an Ihre Bekanntschaften und Freunde. Einige Beispiele gefällig?

Das Beispiel Hugo Boss zeigt, die Reichweite kann enorm sein. Weltweit über 200.000 bekennende Fans der Marke. Kommuniziert wird was wichtig bzw. dem Geschäft dienlich ist. Neue Angebote und Produkte, Eröffnungen von neuen Stores, Gewinnspiele etc. Sie werden dadurch Teil der Commuity und werden im Zweifelsfall ganz anders wahr genommen. Ein weiterer Vorteil, Sie bekommen mit wenn jemand über Sie redet. Sollte das Thema etwas sein, worauf Sie gerne Stellung beziehen möchten, so haben Sie die Möglichkeit auf dem gleichen Kanal glaubhaft zu kommunizieren. Die Vorteile von aktivem Social Media liegen auf der Hand:

  1. Sie erhalten Aufmerksamkeit
  2. Sie Monitoren gleichzeitig die Social Media Dienste
  3. Aktualität – Wusten Sie, dass Google an einer real Time Suche arbeitet?
  4. Authentizität – denn Sie sind glaubwürdig
  5. Sie werden als Experte auf Ihrem Gebiet wahr genommen
  6. Sie sind im aktiven und öffentlichen Kundenkontakt

Natürlich ist die Aktivität in Social Networks mit der Ressourcenfrage verbunden. Doch schon heute gibt es APIs, die z.B. neue Produkte oder Preisveränderungen auch automatisch twittern und auf Facebook einstellen. Das erleichtert die Arbeit schon einmal enorm und Anleitungen für den Aufbau einer Facebook Fan Page gibt es auch schon im Netz. Alles andere kommt durch das „machen“

Sollte das Kind jedoch einmal in den Brunnen gefallen sein und Sie über einen Artikel auf Spiegel.de erfahren was gerade im Netz über Sie geredet geschrieben wird, so bleibt nur die Einschaltung von Spezialisten – die bitte nicht mit der Keule schwingend – für Sie das Social Media Monitoring übernehmen und sich um Ihre Online Reputation kümmern.

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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