Das Jahr 2009 zeigte es eindrucksvoll, mobile Commerce ist das nächste dicke Ding. Laut Lorrie Norrington, President, eBay Marketplaces sind im Weihnachtsgeschäft 1,5 Millionen Artikel weltweit über eBays mobile Webseite oder über die iPhone-Anwendung gekauft worden. Kein Wunder, denn die Nutzer solcher Geräte sind an das Einkaufen via Fingertouch gewöhnt. So kaufen sie mit 2 – 3 Displayberührungen Songs und Apps in der jeweiligen Plattforminfrastruktur ein, einige haben sich auch für Apps entschieden, die monatlich Geld kosten oder gar kostenpflichtige Inhalte nachladen können.

Die Nutzer solcher Smartphones wie iPhone, Blackberry, HTC Touch sind eine lohnenswerte Zielgruppe. Gehören sie doch zu den Internetaffinen mit gehobenen Einkommen und zu den Opinion Leadern und Multiplikatoren.

  • Männlich: Mit knapp über 60 Prozent (60,5%) liegen die Männer bei der mobilen Internetnutzung klar vor den Frauen (39,5%).
  • Jung: Bei der Altersstruktur der Mobile-Nutzer führen die 20- bis 29-Jährigen mit einem Nutzeranteil von 23 Prozent, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (20,3%) und den 30-bis 39-Jährigen (16,3%).
  • Gebildet: Beim Bildungsgrad der Mobile-Nutzer dominieren Hochschulabsolventen (60,7%) und Nutzer mit Mittlerer Reife (24,6%).
  • Kommunikativ: Beliebteste Form der mobilen Internetnutzung ist für mehr als die Hälfte der Mobile-Surfer (52,8%) die Kommunikation (E-Mail, Blogs, Foren, Twitter etc.), gefolgt vom Abruf von News zum Weltgeschehen (48,4%) und von lokalen Nachrichten (43,0%). Auf den weiteren Plätzen folgen Reiseplanung und -buchung (31,7%) und das Nutzen von Fachdiensten wie z.B. Börsennews (31,3%).
  • Aufgeschlossen für Werbung: Rund 40 Prozent (39,7%) der Mobile-Nutzer nehmen Werbung bewusst wahr, rund 30 Prozent (28,5%) klicken Mobile-Werbung an oder besuchen später die Website des Werbetreibenden.
  • Quelle: AGOF

Dass es einen Run auf die mobilen Computer gibt, kennen wir schon aus der Diskussion über die Tagesschau App für das iPhone. Die Verlage sind die ersten, die in diesem Fall erkannt haben, dass es um Reichweite und Geld geht. Die Internet World Business und das Unternehmen Youngcom haben eine Studie unter der nachwachsenden Zielgruppe der 13 – 19 jährigen durchgeführt, demnach ist der Anteil der Nutzer, die täglich mit dem Handy surfen um 116% gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Mit diesen Zahlen im Rücken ist es nur eine Frage der Zeit um E-Commerce mobil zu machen.
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Die Big Player machen es vor, ruft man die Webseiten von Amazon, Ebay oder Otto über ein mobiles Endgerät auf, werden entsprechend optimierte Shopseiten ausgeliefert. Einige der Anbieter haben dazu auch noch mobile Applications in den jeweiligen Stores, die noch einmal einen optimierteren Zugang zu den Angeboten anbieten.

Die Lizenzgeber aber auch Third Party Anbieter aktueller Shopsoftware arbeiten mit Hochdruck an entsprechenden Lösungen für E-Commerce Systeme. So bietet mobilemojo einen Client für das Shopsystem Oxid eSales für iPhone und Android Plattformen an. Die Mobile Shopping Applikation agiert als autarke Lösung unabhängig von Ihren bestehenden Frontendsystemen. Der Datenaustausch per XML erfolgt über eine direkte Anbindung an das bestehende OXID-Backend. Daher ist jede OXID eShop Plattform ab Version 4 bereits für eine mCommerce-Applikation vorbereitet.

Mobile Commerce ist kein Hexenwerk und sollte mit überschaubaren Investitionen realisierbar sein. Die Ansätze um mobile Commerce umzusetzen fangen mit den Wünschen der Betreiber an. In der einfachsten Stufe wird die Erkennung der mobile-Clients und das Ausspielen von optimierten Templates ausreichend sein. Ist das technisch nicht realisierbar, kommen Third Party Angebote zum Tragen oder man wendet sich an den Lizenzgeber mit der Frage, wann eine entsprechende Lösung im Rahmen des Lizenzkaufes geboten wird. Alternativ kann man auch eine eigene App entwickeln lassen. Nachteil hierbei, es ist teuer und sie muß auf dem Mobile Device installiert sein.

Um das Payment abzuwickeln bieten sich Services wie Paypal oder Amazons 1-Click Paymentcheck an. Letzteres Programm, das Zahlungsabwicklungen auch für Drittanbieter prüfen und von Amazon dann durchführen lassen soll, nennt sich komplett “Amazon Mobile Payments Service for Developers and Merchants” und biete laut Howard Gefen (Director of Amazon Mobile Payments) folgende Funktionen:

We’re pleased to make it easier for our Amazon Payments developers and merchants to extend mobile payment options and the ease of 1-Click checkout to their customers. Amazon customers can now also make purchases on third party sites without needing to set up separate payment accounts—they simply use the payment information in their existing Amazon accounts. Zur ganzen Meldung…

Sie sehen, an Infrastruktur fehlt es nicht um hier vor seinen Wettbewerbern das Business zu machen.

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Produktbeschreibungen
Projekt für 2010 – Inspirationen zur Optimierung des Onlineshops

PS: Mein Traum: Eine Webseite für Smartphones, Pizzeria und Pizza aussuchen, Lieferadresse eingeben und via Paypal bezahlen 🙂

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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