Technische Probleme bei DaWanda – wenn sich Unternehmen zu schnell entwickeln

Technische Probleme mit der DaWanda Suchfunktion.

Die Plattform DaWanda hat seit Tagen mit technischen Problemen zu kämpfen. Das sorgt für Umsatzeinbußen und verärgert die Kooperationspartner. Mittlerweile fordern die Onlinehändler sogar eine Entschädigung. Viele Probleme sind wohl auf eine zu schnelle Entwicklung von DaWanda ohne ausreichend Zeit für Testläufe zurückzuführen. Ein gutes Beispiel dafür, das rasantes Wachstum allein noch keinen Erfolg bringt.

Mit diesen Problemen hat DaWanda zur Zeit zu kämpfen

Ein großes Problem besteht bei der Suchfunktion von DaWanda. So werden bestimmte Artikel nicht gefunden, selbst wenn sie den Suchkriterien rundum entsprechen. Bei Stichworten, unter denen üblicherweise mehrere tausend Artikel zu finden sind, werden momentan zum Teil nur wenige hundert angezeigt. Das ist umso ärgerlicher, als die auf DaWanda agierenden Händler eine Einstellgebühr für ihre Artikel zahlen müssen, obwohl diese gar nicht angezeigt werden. Doch auch auf den Kategorieseiten selbst kommt es zu Fehlermeldungen. Hinzu kommen Kommunikationsprobleme innerhalb des Unternehmens. So ist beispielsweise der Kundenservice über zahlreiche Probleme nicht informiert und auch die angedachten Lösungskonzepte werden nicht kommuniziert.

Folgen und Reaktionen auf die bestehenden Probleme

Die Onlinehändler auf DaWanda sind wegen der Probleme verärgert und mit dem Krisenmanagement der Plattform sehr unzufrieden. Deswegen gibt es im Forum eine Vielzahl an Beschwerden und Kommentaren. Der Haupttenor: Für die Ausfälle und nicht angezeigten Artikel wird eine Entschädigung beziehungsweise eine Erstattung der Einstellgebühren gefordert. DaWanda selbst lehnt Erstattungen jedoch aktuell noch mit der Begründung ab, dass es bei der Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen Webpräsenz nun einmal zu Fehlern und Problemen kommen könne. Aber nicht nur die Onlinehändler haben durch die technischen Probleme Umsatzeinbußen zu verkraften, auch für DaWanda selbst stellt die aktuelle Entwicklung eine Katastrophe dar. Zum einen bedeuten nicht angezeigte Artikel rückläufige Verkaufszahlen und somit schrumpfende Umsätze. Zum anderen verliert die Plattform durch die technischen Probleme und ihren Umgang damit das Vertrauen ihrer Kooperationspartner und der Kunden, was sich schnell zu einem langfristigen Imageschaden ausweiten kann.

Bei DaWanda werden gute Ideen scheinbar unprofessionell umgesetzt

Die Idee von DaWanda, eine Plattform für handgefertigte Produkte anzubieten, kam bei Onlinehändlern und Käufern gleichermaßen stets gut an. Leider werden die guten Ideen aber nicht kompetent und sachgerecht umgesetzt. So sollten Veränderungen und Erweiterungen des eigenen Systems zunächst in einer abgeschlossenen und gesicherten Umgebung getestet werden, bevor sie komplett durchgeführt werden. Auf diese Weise hätten Fehler frühzeitig erkannt und ein Überschwappen auf die gesamte Plattform verhindert werden können. Dass das nicht geschehen ist, spricht dafür, dass zu wenig Fokus auf eine professionelle IT gelegt wird. Optimierung eines Webauftritts ist für Onlinehändler und Plattformen unerlässlich und wichtig, sie darf aber nicht aus Profitgier im Schnelldurchlauf durchgeführt werden. Ansonsten kommt es zu Problemen wie aktuell. Rasantes Wachstum ist somit nicht immer das erstrebenswerteste Ziel für Unternehmen im E-Commerce. Viel wichtiger ist es, ein funktionierendes System am Laufen zu halten und das Vertrauen der Partner und Nutzer nicht aufs Spiel zu setzen.

Kommentieren Sie den Artikel