Studie zur wirtschaftlichen Relevanz von Social Media im E-Commerce

Die Voycer AG hat zusammen mit dem Bundesverband des deutschen Versandhandels e.V., der Internet World Business und der TU München im Sommer 2012 eine Befragung vorgenommen: Welche wirtschaftliche Relevanz hat Social Media heute und morgen im E-Commerce?
Befragt wurden 1.000 der wichtigsten Shops aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es konnten insgesamt 121 vollständige Fragebögen ausgewertet werden. Jetzt sind alle Daten ausgewertet und in Form der Studie „Social Media Report 2013“ stringent zusammengefasst erschienen.
Als markantestes Ergebnis zeigt sich, dass heute bereits ein Drittel der Shops einen deutlich spürbaren wirtschaftlichen Nutzen aus eigenen Social Media-Aktivitäten zieht. Dieser Anteil wird sich 2013 nochmals um 30% erhöhen.
Bei den Präsenzen auf Social Media-Kanälen liegt erwartungsgemäß Facebook ganz vorn: 90% sind hier vertreten. Es folgen YouTube und Twitter mit jeweils knapp 70%.
Bei integrierten Funktionalitäten in den Shops dominiert ebenfalls Facebook: Like (56%) und Share (48%) sind die verbreitetsten Funktionalitäten. Interessant ist aber, was auf Rang 3 und 4 folgt: hier findet man Kaufempfehlungen (48%) und Produktbewertungen (45%) – zwei schon lange bekannte Interaktionsmöglichkeiten. So intensiv wie die Produktbewertungen werden nicht einmal Likes verwendet! Die Shops merken dies und rechnen auch 2013 mit vielen Rezensionen.
Auf strategischer Ebene wurden ebenfalls Daten mit spannenden Erkenntnissen erhoben. Der operationale Einsatz von Social Media als ein Instrument im Marketing stößt auf verschiedenste Barrieren, bei denen sich aber sehr deutliche Haupthürden hervortun: die mangelnde Nachweisbarkeit wirtschaftlichen Erfolgs, fehlende Priorität im Management und zu knappe Ressourcen für den Einsatz.
Die klare Ansage hierzu: Definiert Eure Ziele konkret und greifbar bereits im Vorfeld! Entwickelt eine punktgenaue zielgerichtete Strategie und bereitet daraufhin das Vorgehen vor! Verbeißt man sich in der Nachweisbarkeit des Erfolgs, befeuert man einen Teufelskreis aus ungenügender Umsetzung/Betreuung/Zielsetzung und enttäuschender Performance/Auswertung.
Vergleicht man die Ziele mit den Barrieren, fällt eine gewisse Schere auf. Mit jeweils über 30% Nennung als „sehr wichtige“ Ziele sind Imagepflege und Brandbuilding am höchsten priorisiert. Konkreter und direkter wirtschaftlicher Erfolg lässt sich hierbei nicht unmittelbar ablesen. Gewissermaßen ein Missverständnis also.
Was als Erkenntnis über allem steht: Social Media ist für E-Commerce-Akteure von Relevanz und wird an Bedeutung sogar noch zulegen. Details zu den Auswertungen, Grafiken zu Fakten und Trends sowie Expertenstimmen aus der Praxis findet man im kompletten Social Media Report 2013 oder lädt sich alternativ die wichtigsten Erkenntnisse in der kostenlosen Zusammenfassung auf http://www.voycer.biz/social-media-report
By: Marko Pichlak

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