SEO Tools für den deutschen Markt Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics und Co

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Wer heute als Suchmaschinenoptimierer – kurz SEO – tätig werden will oder es bereits ist, kommt ohne gute SEO Tools nicht mehr aus – zumindest dann, wenn die Arbeit auch professionell sein soll. Kostenlose Tools gehören dabei auch mit in ein gutes SEO Tool Portfolio, doch noch viel wichtiger sind heute kostenpflichtige SEO Tools wie die von Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics und Co. Denn diese helfen dem SEO heute ungemein bei seiner Arbeit. Diese Tools bieten mit einer breiten Datenbasis für den deutschen Markt die Informationen, die nötig sind, damit Webseiten für die Suchmaschinen – auch bei umkämpften Begriffen – fachgerecht optimiert und mit Geschick nach vorne gebracht werden können. Nur mit kostenlosen Tools wie einfachen Backlinkcheckern und den Keyword Tools der Suchmaschinen zu arbeiten, gleicht heute mehr dem Blick in eine Glaskugel. Die Kontrolle der Sichtbarkeit von Internetseiten, die Backlinkanalyse von Webseiten, eine Rankingüberwachung der eigenen Seiten oder auch von Konkurrenzseiten, sind effektiv mit diesen einfachen Tools nämlich nicht möglich. Und dies ist genau das, was heute neben der Überwachung des ROI (Return on Investment) beim SEO wichtig ist.

SEOs auf dem deutschen Markt können sich nicht nur über einen vergleichsweise umsatz- und trafficstarken Online Markt freuen. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz gibt es nämlich für Deutschland gleich mehrere gute und kostenpflichtige SEO Tools. Zu diesen zählen unter anderem die bekannten und von vielen SEOs geschätzten Sistrix Seo Toolbox, die Searchmetrix Seo Software und das Xovi Online Marketing Tool, welches nach eigener Aussage mehr als nur ein SEO Tool ist. Von der Hoffnung, für diese Tools einmal in den Geldbeutel greifen zu müssen und dann auf immer und ewig ohne weitere Kosten auf die Funktionen und Daten zugreifen zu können, sollten alle Webmaster und professionelle SEOs sowie ambitionierte Hobby SEOs zurücktreten. Ein Geheimnis bei diesen SEO Tools ist es nämlich, dass die Datenbestände regelmäßig aktualisiert und an die momentanen Suchergebnisseiten der Suchmaschinen angepasst werden. Denn nur so können diese SEO Tools bei der Optimierung und Analyse von Webseiten helfen. Und die ständige Analyse von Suchergebnisseiten (SERPS), aktuell gefragten Keywordkombinationen sowie Suchvolumen und Backlinkanalysen kostet auch die Anbieter der SEO Tools eine Menge Arbeit und Geld. Geld, das bei guten SEO Tools für den deutschen Markt in der Regel über periodisch zu zahlende Lizenzgebühren vom Kunden getragen werden müssen.

Wie hoch die Kosten für die Tools dabei ausfallen, hängt meist davon ab, wie viele der zahlreichen Features der Tools genutzt werden sollen. Denn die SEO Tools setzen zur Zeit auf Modularität. Dabei werden die unterschiedlichen Features und Funktionen in verschiedenen Modulen gebündelt, welche ganz nach Bedarf und Geldbeutel des jeweiligen SEO gebucht und zusammengestellt werden können. Eine Praxis, die besonders für Einsteiger in das professionelle SEO, Online Shop Betreiber und (semi-) professionelle Affiliates von Vorteil sein kann. Diese können sich nämlich so Schritt für Schritt die Pakete buchen und nutzen. Hohe und unnötige Investitionen lassen sich so gegebenenfalls vermeiden oder minimieren. Die Kosten für solche SEO Tools sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Während das Hosting und die Domains im Allgemeinen bereits für wenige Euro pro Monat oder gar pro Jahr zu haben sind, können für gute SEO Tools pro Monat durchaus Lizenzgebühren von über 100 Euro und auch deutlich mehr anfallen.

Dafür bieten die Tools jedoch auch komfortable Funktionen wie zum Beispiel tiefergehende Analysen von Webseiten, Keyworddatenbanken, die mitunter Millionen Keywörter beinhalten und die Möglichkeiten einer umfangreichen und detaillierten Backlinkanalyse. Zudem bieten einige der Tools auch Funktionen zur SEM Analyse. So lässt sich mit einigen SEO Tools ermitteln, wer wie und wo bei ausgewählten Suchmaschinen die kostenpflichtigen Suchergebnisse (Anzeigen) nutzt beziehungsweise schaltet. Auch historische Daten können mit zu den Features der SEO Tools gehören. So lässt sich zum Beispiel nachvollziehen, wie in der Vergangenheit das Suchvolumen von Keywörtern war, eine Domain zu einem Keyword gerankt hat oder wie sich die allgemeine Sichtbarkeit einer Domain über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat.

Wer die SEO Tools nicht nur für die eigenen Projekte nutzen will, sondern diese auch für die Tätigkeit als SEO Dienstleister nutzen möchte, freut sich sicherlich auch über die Möglichkeit, Reports zu Domains erstellen zu können. So lassen sich die SEO Tools leicht in die Arbeit einbinden und sie können auch genutzt werden, um dem Kunden zu visualisieren, was mit der bisherigen Arbeit erreicht wurde. Etwas, was natürlich auch von Inhouse SEOs gut als Argumentationshilfe genutzt werden kann, um den Etat für die Arbeit im Unternehmen gegenüber den Chefs verteidigen zu können. Doch auch die Angebotskalkulation kann deutlich einfacher werden, wenn mit wenig Aufwand interessante Keywords, Rankingpotenziale und Konkurrenzseiten gefunden und analysiert werden können.

Der Funktionsumfang der SEO Tools von Sistrix, Searchmetrix und Xovi unterscheidet sich in einigen Punkten. Doch in anderen Punkten, die insbesondere für Einsteiger interessant sind, gibt es auch einige Überschneidungen bei den Features. Hierzu zählen unter anderem Bereiche wie zum Beispiel die Keyword Recherche, die Banklinkanalyse und teilweise auch die Möglichkeit zum Monitoring der Webseiten. Hier überschneiden sich die Tools in ihrem Funktionsumfang. Ein Bild über die Qualität der Ergebnisse der Tools sollte sich aber jeder besser selbst machen. Durch kurze Vertragslaufzeiten, günstige Probelizenzen oder Demoversionen sollte dies durchaus für Nutzer mit professionellen Ambitionen zumutbar sein.

Eines sollten insbesondere SEO Einsteiger allerdings nicht von den SEO Tools erwarten. Wunder können die Tools nicht vollbringen und es sind auch keine Gelddruckmaschinen. Die Tools unterstützen den SEO bei seiner Arbeit tatkräftig und in vielen Bereichen der Suchmaschinenoptimierung in vielerlei Hinsicht. Die Arbeit – also die On- und Offpage Optimierung, die Buchung von bezahlten Anzeigen und insbesondere das Controlling muss der immer SEO noch selber leisten. Hierzu liefern diese SEO Tools speziell auf den deutschen Markt zugeschnittene Daten und gegebenenfalls auch Optimierungstipps und -hilfen. Was der SEO aus diesen macht, hängt im Allgemeinen von seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten ab. Ohne SEO Tools, die solche oder ähnliche Informationen und Funktionen bereitstellen, ist das SEO heute allerdings meist nicht professionell möglich. Die Zeiten, als hierzu nämlich einfache Tools oder gar nur das Anpassen der Meta Tags der Webseiten gereicht haben, um bei den Suchmaschinen vorne mitzuspielen, sind definitiv vorbei. Die Goldgräber der ersten Tage des Online Marketings sind heute vielfach von kalkulierenden SEOs, die an das Controlling und an betriebswirtschaftliche Parameter wie den Return on Investment denken, abgelöst worden.

4 Kommentare

  1. Ich sehe viele SEO Tools insbesondere auf deren eigene Sichtbarkeits Indizes, SVR oder wie sie such genannt haben. Wir habe mal diverse Tools geprüft und festgestellt, dass diese Werte insbesondere was Nischen angeht keine aussakäftigen Werte liefern, da der Keyword Pool zu klein ist um für Nischen wichtige Keywords zu erfassen. Ich werde demnächst auch noch einen Blogbeitrag mit Belegen veröffentlichen.

  2. Ich viele SEO Tools insbesondere in Bezugauf deren eigene Sichtbarkeits Indizes, SVR oder wie sie auch genannt haben als fraglich bezüglich validen aussagen an. Wir habe mal diverse Tools geprüft und festgestellt, dass diese Werte insbesondere was Nischen angeht keine aussakäftigen Werte liefern, da der Keyword Pool zu klein ist um für Nischen wichtige Keywords zu erfassen. Ich werde demnächst auch noch einen Blogbeitrag mit Belegen veröffentlichen.

  3. Hallo Olaf,
    das alle Nischenkeywords von den Tools nicht abgedeckt werden können ist auch irgendwo logisch. Dafür gibt es einfach zuviele Keywordkombinationen (die insbesondere bei Nischenwebsites greifen). Um den Sichtbarkeitsindex optimal zu nutzen muss eine Voranalyse stattfinden, Google Analytics oder Piwik und das External Tool sind dabei eine sehr gute Hilfe. Meistens lassen sich damit schon eine ganze Menge an Keywords ermitteln (die für die Optimierung interessant sind) ermitteln und anschließend in das genutzte Tool einspielen damit diese wöchentlich oder täglich gecrawled werden. Sind diese Keywords dann erstmal im Tool erfasst lässt es sich auch wunderbar mit dem Sichtbarkeitsindex arbeiten…

  4. Interessanter und wertvoller Beitrag zu SEO Tools – ein kleiner Fehler hat sich dennoch eingeschlichen:)
    Xovi gibt es als ersten professionellen SEO Tool Anbieter mit flächendeckender Auswertung auch in Österreich.
    Österreichische Webmaster, Online-Shop-Betreiber und Online Marketer können so Analysen zu den verschiedensten Domains durchführen und somit SEO- SEM- und Affiliatekampagnen noch erfolgreicher gestalten und Fehler, unnötige Kosten und Zeit sparen.

    @Olaf: Kein SEO Tool der Welt kann für marktgerechte Preise alle Keywords crawlen – das ist auch für eine professionelle SEO Kampagne nicht nötig. (Google mit deren Serverfarmen könnte es)
    Es geht doch darum zu wissen, wo stecken Potenziale? zu welchen Keywords und welchen Bereichen ranke ich, bzw. meine Domain und deren Unterseiten, mein Mitbewerber usw.
    Um aber eine noch bessere Abdeckung für relevante Keywords eigener Projekte, Kundenseiten, Mitbewerberbeobachtung usw. zu haben, gibt es bei Xovi die Möglichkeit eigene Suchbegriffe (die logischerweise Suchvolumen lt. Google External haben) hinzuzufügen. Diese werden dann Woche für Woche gecrawlt und ausgewertet.

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