Same Day Delivery: Hermes kauft Frankfurter Startup Unternehmen

Die großen Lieferdienste haben die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannt und das Feld der Same Day Delivery kleinen Startups überlassen. Hermes will diesen Fehler jetzt ausbügeln und hat die Mehrheitsanteile am Frankfurter Startup Unternehmen Liefery erworben. Das Startup bleibt selbständig, erhält aber eine kräftige Finanzspritze für Investitionen in Technik. Das Ziel ist es, das Angebot an Lieferungen am selben Tag auszubauen und Kuriere, Händler und Verbraucher besser miteinander zu vernetzen.

Die Bedeutung von Same Day Delivery im E-Commerce

Kunden werden immer anspruchsvoller und sind vielfach nicht bereit, mehrere Tage auf eine Lieferung zu warten. Das Thema Same Day Delivery spielt für Onlineshops daher eine zentrale Rolle und stellt mittlerweile einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Gerade die großen Lieferdienste wie Hermes, DHL und TNT haben diese Entwicklung in den letzten Jahren etwas verschlafen und müssen jetzt nachrüsten. Hermes tut das, indem es die Mehrheit der Anteile des Frankfurter Startups Liefery übernimmt, an dem der Lieferdienst bisher mit etwa 28,5% beteiligt war. Doch auch die DHL und TNT engagieren sich immer stärker im Bereich der Lieferungen am selben Tag und investieren eine Menge Geld.

Hermes sichert sich das Startup Unternehmen Liefery

Liefery ist eines der vielen Startup Unternehmen, die sich in der Nische niedergelassen haben, die die großen Lieferdienste im Bereich der Same Day Delivery hinterlassen haben. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Warenlieferung innerhalb von 90 Minuten nach abgeschlossenem Bestellvorgang im E-Commerce. Um dieses Versprechen halten zu können, beschäftigt Liefery aktuell rund 3.500 Kuriere. Denn bei so kurzen Lieferzeiten werden Pakete in der Regel nicht mit einem Transporter, sondern per Fahrradkurier verschickt. Pro Monat arbeitet das Unternehmen etwa 500.000 Bestellungen ab, wobei Amazon, Depot und Zalando zu den größten Kunden von Liefery gehören. Dass Hermes die Mehrheitsanteile an dem Unternehmen aufgekauft hat, bedeutet für Liefery eine gehörige Finanzspritze. Das Geld soll vor allem in neue Software und Technologien fließen, um den Betrieb noch wirtschaftlicher und effizienter zu machen.

Das erwarten beide Seiten von der Kooperation

Sowohl Hermes als auch Liefery sprechen positiv von der intensivierten Kooperation. Dem Startup gefällt besonders, dass es auch nach der Übernahme noch selbständig agieren und das „rasante Wachstum“ fortsetzen kann, das sich innerhalb der letzten Jahre entwickelt hat. Ein Beispiel: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz von Liefery in etwa verzehnfacht. Hermes selbst lobt die positiven Entwicklungen bei Liefery und sieht in der Übernahme einen wichtigen Schritt hin zu einem effizienten Same Day Delivery Konzept. Ein weiteres Ziel der beiden Unternehmen ist eine stärkere Vernetzung von Kurieren, Händlern und Verbrauchern. Gerade hierfür sind Investitionen in neue Technologien unabdingbar. Für die beiden Betriebe ist eine wirkungsvolle Zusammenarbeit ungemein wichtig, denn die Konkurrenz schläft nicht. Global Player wie die DHL und TNT arbeiten ebenfalls an einem Same Day Delivery Konzept. Zudem sind verschiedene Startups wie Tiramizoo sehr erfolgreich in diesem Themenfeld unterwegs.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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