Was lese ich da beim Tagesspiegel […] Die Neuköllner Hauptschule, ein Synonym für das Bildungsdesaster, wird zur Modefabrik Zwei Studenten gründeten das Label, die Schüler entwerfen die Kollektionen…

…Bis Anfang September läuft nun ein Wettbewerb unter den Schülern, mit dem das offizielle Schullogo gesucht wird. Das Siegerlogo wird dann auf T-Shirts gedruckt. Ab dem kommenden Schuljahr arbeiten die Schüler in den Fächern Arbeitslehre und Kunst an einer eigenen Kollektion, entwerfen verschiedene Kleidungsstücke, lernen, wie man mit dem Siebdruckverfahren arbeitet. Es soll auch nicht nur bei einem Logo bleiben. Die Schüler können sich Botschaften überlegen, die sie auf die Kleidung drucken wollen. Ausgenommen sind sexistische, gewaltverherrlichende, religiöse und politische Botschaften. Durch diese Botschaften soll den Schülern die Chance zurückgegeben werden, selbst zu bestimmen, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. „Wir reißen das Label ‚Rütli‘ sozusagen an uns und geben es den Schülern zurück“, erklärt Tom. Bis jetzt stecken die beiden noch „knietief im Dispo“, die Schule kann das Projekt nicht finanzieren. Sie werden versuchen, Fördergelder von der EU zu bekommen…

…Die „Rütli“-T-Shirts und die Kollektion der Schüler werden im Onlineshop von „Rütli-Wear“ verkauft. Der Erlös kommt der Schule zugute. Die Reaktionen auf die T-Shirts in der Öffentlichkeit waren bisher geteilt. Ein Mädchen aus der Rütli-Schule hat erzählt, dass manche Leute im Kiez gereizt reagiert hätten. „Die Leute, die glauben, an der Rütli-Schule würden tatsächlich schlimme Zustände herrschen, empfinden die T-Shirts natürlich als Provokation“, sagt Tom. Auch er muss zurzeit oft erklären, warum er das Rütli-T-Shirt trägt. Manche Leute fragen, wo es das zu kaufen gibt. Manche fragen, ob man damit wirklich hausieren gehen müssen. Manche fragen, ob das ernst gemeint sei.

Deniz ist 18. Er fand die Zeit im März, als die Rütli-Schule in die Schlagzeilen geriet, schrecklich. „Ich wollte damals gar nicht mehr zur Schule gehen.“ Die Sache mit den T-Shirts findet er gut. Er weiß auch schon, was er auf die T-Shirts drucken will: „Wir sind anders“. Anders, als viele denken[…]

und hier geht es zu www.ruetli-wear.de

Das sollte man unterstützen…

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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1 Kommentar

  1. *Marke wider Willen: Rütli*
    R Ü T L I – Was assoziieren Sie?
    Genau: Die Problem-Schule (sorry für den Titelmissbrauch, Bruno. R.I.P.)
    Ungefragt machten die Medien den Namen der Berliner Schule zu einer Marke mit höchstmöglicher Reichweite. Leider jedoch nicht zum Vorteil der Schüler (und Pädagogen), deren eh schon vorhandene Stigmatisierung …

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