Das Jahr 2010 sollte man nutzen um seine bestehende E-Commerce Plattform zu optimieren. Bei vielen der Shops, die ich da draußen sehe, sind zum Teil enorme Optimierungspotentiale gegeben. Manche lassen sich nicht so einfach umsetzen sie wie z.B. sprechende URLs – da steht einem dann die Technik im Weg. Trotzdem kann man im Bereich der technischen Suchmaschinenoptimierung ordentlich was machen.  Anbieten wird sich bei den meisten ein neuer Templatesatz, damit kann man einen großen Hebel in Bewegung setzen. Hier kann man gleichzeitig die GUI überarbeiten und die Templates für Suchmaschinen optimieren. Was in ein solches Paket herein gehört ist schnell gelistet.

Valides HTML

  • XHTML 1.0 Transitional
  • CSS 2.1 (und Teile von 3)
  • Javascript Library jQuery 1.3.2
  • Grundlegende Suchmaschineoptimierung durch Semantischen und konformen Code
  • Barrierearmer Aufbau (ohne Frames, Tabellen, …)
  • Auslagerung von CSS und javascript, bzw. an das Ende des Codes und den Inhalt weiter nach oben
  • Optimierter Aufbau des Titel-Tags bestehend aus Seiteninhalt dann Shopname
  • Ausgabe des Description Tags
  • Einbau des Canonicaltags
  • Sauberer Einsatz von Formatierungselementen (H1 und Co.)

Vorteile

  • Trennung von Layout und Inhalt
  • erleichterte Pflege
  • einfache Wartbarkeit und flexibel erweiterbar
  • Alles drin was Suchmaschinen brauchen und bewerten

Browser auf die man optimieren sollte:

  • IE7
  • IE8
  • FF3
  • Safari 4 Mac
  • Google Chrome
  • Opera

Für das Layout möchte ich die folgenden Sachen mit auf den Weg geben:

  • Darauf achten was im sichtbaren Bereich bei einer Standardauflösung von 1024×768 ist.

Startseite:

  • Teaserflächen
  • Aktuelle Vorteilsargumentation
  • Anzeige der Zahlmöglichkeiten
  • Navigation und Suche
  • Wenn vorhanden, Anzeige eines Zertifikates (Trusted Shop oder ähnlich)

Kategorieseiten:

  • Würde ich beschränken auf 4 Produkte in der breite, wer mehr ausgeben will kann ja mal darüber nachdenken seinen Kunden 2 -3 alternative Anzeigen mit mehr / weniger Informationen anzubieten.
  • Eine weitere sinnvolle aber auch gleichzeitig funktionale Erweiterung ist ein Selektor in dem der Kunde die Anzeige innerhalb der Kategorie einschränken kann. Gebe nur Artikel in Farbe, Größe, Eigenschaft aus.
  • Ganz unglücklich bin ich ja immer mit der Weiterblätternfunktion, klein und unbequem, also ruhig etwas größere Buttons nehmen.

Produktdetailseite:

  • Gute(s) Produktbild(er)
  • Marken und Eigenschaftenlogos
  • Anzeige der Produktbewertung
  • Kurzbeschreibung / Hinweis auf Langbeschreibung
  • Preis / Streichpreis
  • Alle Auswahlelemente (Größe / Farbe etc.)
  • Kaufen Button (Call to Action)

Checkout:

  • Hier am besten alles an Navigation und Gimmiks rausnehmen was den Kunden vom Kauf ablenken kann. Ich verweise einfach mal wieder auf Gerry Weber, da hatten wir das echt schön gelöst.

So und jetzt noch ein wenig Inspiration:

Die Liste ist natürlich nicht vollständig. da gibt es noch 100.000 andere Kleinigkeiten. Soll ja auch nur zur Inspiration dienen und eine kleine Checkliste bieten.

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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3 Kommentare

  1. Wie Sie abschliessend schreiben… Es gibt unzählige Dinge zu beachten. Man ist oft zu Kompromissen gezwungen. Sei es, weil der Einfluss auf die Entwickler eines Shops nicht ausreicht oder weil man etwas zugunsten eines anderen Ziels aufgeben muss. Wir hätten z.B. gerne Produktbewertungen. Das geht mit der alten Shopsoftware aber nicht und der Nachfolger zwingt uns etwas auf, was wir nicht wollen. Die Umstellung auf einen anderen Anbieter ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

  2. Hallo Herr Vieten,
    ja, Komprisse muss man irgendwo immer eingehen. Leider lassen die meisten „normalen Budgets“ nicht zu, das man immer das Beste raus holt. In einem aktuellen Projekt launchen wir im Januar ein Basispaket und bauen dieses mit dem Kunden weiter aus. Aber selbst in einem solchen Modell kann einem die Technik bzw. die damit verbundenen Kosten einen Strich durch die Rechnung machen. Oft reichen aber auch die 80% Lösungen aus um sich deutlich zu verbessern.

  3. Bei den meisten Shops würden mir 40 % schon reichen. Es wird ja immer schlimmer was man hier sieht. Kann sein das es dem Otto-Normal Surfer nicht auffällt aber wenn man 5 bis 10 Shops am Tag abklappert um die Vor- & Nachteile zu analysieren wird einem manchmal schon schlecht.

    Was die meisten aber immer wieder vergessen. Stimmt das Design und der Aufbau des Shops steigen die Verkäufe und so machen sich manchmal schon 100 Euro bemerkbar und verhelfen einem Shop zu XXX mehr Umsatz im Monat.

    Wir fangen immer klein an wenn die Shop Betreiber nach und nach die Umsatzsteigerung wahrnehmen oder in den Statistiken sehen, bekommen wir meist noch weit größere folge Aufträge die das festgelegte Maximum des Kompletten Auftrages (vor den kleinen Änderungen) häufig sogar noch übersteigen.

    MfG SvenS

    P.S. ein kleiner Tipp guck euch mal an. Bei dem Versuch diesen Beitrag bei Facebook zu posten ist mir aufgefallen das als Bild ein Werbebanner eingestellt wird und nicht euer Logo. Das macht die ganze Sache viel einfacher.

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