PR-Agenturen sind Schmarotzer oder warum Bloggen Geld kostet?!

#PRfromHell - schlechte Pressemitteilungen

Jeden Tag kommen etliche Anfragen von PR-Agenturen und PR-Abteilungen, SEO Managern und anderen Öffentlichtkeitsarbeit- und Marketing-Interessierter Menschen in unsere Postfächer geflattert. Dass in diesen Anfragen schon viel Liebe zum Detail steckt, merkt man schnell daran, dass meistens eine persönliche Ansprache … fehlt. Der Inhalt ist oft so spannend und packend aufbereitet, dass man sich am liebsten alles gleich zwei Mal durchlesen möchte. Schon hier fallen Kosten für das erste Red Bull an. QUATSCH!

Mittlerweile geht der größte Teil dieser Anfragen ungelesen in den digitalen Abfalleimer!

Bloggen und News schreiben kostet Zeit und Geld!

Wir leben beim ECB ja leider nicht von Luft und Liebe alleine. Der Unterhalt eines Blogs kostet Geld. Angefangen bei den Hosting-Gebühren, über die Kosten für Layout und technische Anpassungen, bis zu externen Analyse-Tools, die als SaaS monatlich bezahlt werden müssen.

Aber vor allem kostet alles viel Zeit.

Redakteure und Journalisten beim checken von PressemitteilungenDa wäre erstmal das Sichten der E-Mails. Wenn wir je E-Mail auch nur zwei Minuten „scannen“ würden, und wir nur mal 30 E-Mails pro Tag bekommen, wird wahrscheinlich jeder errechnen können welchen Zeitaufwand wir damit haben.

Doch es sind mehr als 30 E-Mails … viel mehr. Das bedeutet natürlich, dass wir uns auch viel weniger Zeit nehmen (müssen), um E-Mail auf Relevanz zu überprüfen. Darum ist es schon hier für die Absender besonders wichtig, alles Interessante in den Betreff zu schreiben.

Einen sehr guten Gastbeitrag von Marike Frick zu diesem Thema finden Sie hier: „Wie Sie Journalisten dazu bringen, Ihnen zuzuhören

Hat eine Mail keine persönliche Anrede, ist sie sowieso disqualifiziert- sowas geht gar nicht!

Angenommen wir haben jetzt eine spannende E-Mail gefunden und sind bereit dazu daraus eine Story zu machen, muss das ganze noch recherchiert und geschrieben werden. Dazu benötigt es noch Ressourcen für die Recherche passender Bilder mit entsprechender Lizenz und das Bearbeiten dieser.

Wahrscheinlich denken einige jetzt „Na und?! Man kann doch Textbausteine verwenden, um mal eben auf Standard-Anfrage zu reagieren“. Kann man, machen wir auch manchmal so. Doch es muss eben auch gerade passen. Oft kann man diese Textbausteine nicht nutzen, denn es gibt ja eben noch den eigentlichen Grund warum die Leute uns schreiben. Sie wollen unsere Leser erreichen und die wollen nun mal Inhalte mit einem Mehrwert.

Deswegen werden wir Ihre Pressemitteilung, die sie uns unpersonalisiert und lieblos zusenden, nie veröffentlichen!

Dieses Verhalten sagt auch viel über den Mehrwert der Produkte und Dienstleistungen aus, den diese bieten sollen. Besonders schlimm finde ich die PR-Agenturen, die von Ihren Kunden viel Geld bekommen, um deren Produkte, Dienstleistungen und Ideen der Welt kundzutun, um dann mit einer E-Mail-Schrotflinte einfach auf alle Publisher in ihrer Mailing-Liste ballern, in der Hoffnung, dass es schon irgendeiner veröffentlicht – kostenlos selbstverständlich!

Wenn die Öffentlichtkeitsarbeit- und Marketing-Interessierten darauf stehen ihre „Botschaften“ einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren, dann sollten sie mal überlegen, ob nicht vielleicht Google Adwords oder Facebook Ads das richtige für sie ist. Ich nehme mal die Antwort vorweg: Nein, ist es nicht! Denn da müssen Sie bezahlen um Leser zu erreichen.

Wertschätzung in Form von individueller Ansprache, Mehrwert oder Geld

Liebe PR- und Marketing-Mitarbeiter,

wenn Sie mit uns zusammenarbeiten wollen, dann wünsche ich mir mehr Personalisierung Ihrer Mails. Eine korrekte und persönliche Ansprache MUSS drin sein, vielleicht rufen Sie auch einfach mal an. Sicher finden wir die passende Lösung für Sie. Die Lösung kann kostenlos sein oder einen geringen Geldbetrag kosten – je nach dem was Ihr Content bietet.

Ist Ihre PR wirklich der Kracher? Dann her damit und wir schreiben vielleicht eine tolle News daraus. Ist Ihr Content eher werblich? Auch kein Ding … her damit. Ein Sponsored Post kostet bei uns nur 249€ – einmalig,  bei dauerhafter Werbeleistung! Was gibt´s denn besseres? Ich weiß es: Unser Partnerprogramm, das Sie persönlich auch noch daran partizipieren lässt.

Übrigens: Würden Sie gern wissen, was Journalisten über Ihre letzte Pressemitteilung denken? Dann gehen Sie doch mal auf Twitter und suchen nach dem Hastag #prfromhell. Wenn Sie Pech haben, finden Sie sie dort.

Auf eine gute Zusammenarbeit,

Ihr Mirko Peters und das ECB-Team

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