Papi, was macht ein Manager ?

Jede Organisation braucht ein Management. Sportler brauchen einen Manager. Künstler brauchen einen Manager, Models ebenso. Hunderttausende alleine im deutschsprachigen Raum üben den Beruf des Managers aus. Daraus resultieren zwei spannende Fragen: „Was macht ein Manager“ und „Wo lernt man das Handwerkszeug des Managements ?“ Einen Weg Manager zu werden, findet man unter www.mab-edu.de.
Vielleicht sind Sie ja selbst eine Führungskraft und Teil des Managements Ihrer Organisation. Fällt es Ihnen leicht, Ihren Kindern zu erklären, was Sie als Manager tun?
An Sitzungen teilnehmen? Reden, viel reden. Geschäftsessen. Herumfliegen. Befehle ausgeben. Irgendwelche Grafiken an ihrem Computer studieren?
Den meisten Managers fällt es extrem schwer, in verständlichen Worten das zum Ausdruck zu bringen, was sie sind und den ganzen Tag tun. Offenbar ist es eben doch nicht so ganz klar, was ein Manager eigentlich macht. Braucht es ihn denn überhaupt?
Um Sinn und Zweck des Managements zu verstehen, braucht es Einsicht in mindestens zwei Konstrukte: Komplexität und Resultate.
Komplexität ist dann gegeben, wenn keine klare Ursache–Wirkungs-Beziehung vorliegt.
Bei nicht komplexen Aufgaben braucht es kein Management. Ein Beispiel:
Wer stundenlang ungeschützt in der Sonne liegt, bekommt, sofern er eine empfindliche Haut hat, einen Sonnenbrand. Daher verwendet er Sonnencréme und geht über die Mittagszeit nicht an die Sonne- und schon ist das Problem gelöst. Braucht es hier Management? Nein, die Aufgabe ist klar strukturiert und entbehrt jeglicher Komplexität.
Ist hingegen die Aufgabe diffus, sind Ursachen für die Ist-Situation unklar und gibt es eine Vielzahl von Lösungsoptionen, braucht es zudem eine Mehrzahl an Menschen zur Umsetzung der Lösungsidee und ändert sich die Situation zudem ständig, dann sind einfache Lösungswege nicht mehr möglich. Ein Beispiel:  Die Ertragslage des Unternehmens verschlechtert sich Monat für Monat. Viele Ursachen sind möglich: Unzufriedene Kunden, fehlender neuer Kundennutzen, zu langsame Innovation, miese Qualität, zu hohe Kosten, falsche Prozesse, untaugliche IT, Frustration in der Mitarbeiterschaft, Rückgang der Nachfrage, Verdrängungswettbewerb usw. usw.
Viele mögliche Ursachen sind denkbar und mehrere Gründe werden es in der Praxis auch sein, die für die Erosion der Ertragslage verantwortlich sind. Die Ausgangslage ist somit diffus, nicht ein-eindeutig. Somit sind auch die Lösungsansätze diffus. Mehrere Optionen sind denkbar, alle miteinander aber nicht gangbar. Keine mathematische Formel verspricht den richtigen Weg, oft ist es eine Sache der Erfahrung, der Informationslage oder des Bauchgefühls, was als der richtige Weg zur Problemlösung erkannt und gewählt wird. In diesem Knäuel an Ideen, Wahrnehmungen, Informationen, Meinungen, empirischen Gesetzmässigkeiten und persönlichen Entscheidungsmustern muss nun der bestmögliche Weg gesucht und begangen werden. Nicht nur einmal, sondern, bei schnell wechselndem Umfeld, immer wieder auf’s Neue. Hier braucht es nun Management, um die Komplexität zu verstehen und sich bei all den Unwägbarkeiten mit den richtigen Entscheidungen und  dem sinnvollen Ressourceneinsatz auf die sinnvollen Ziele  und gewollten Resultate einzulassen.
Manager führen somit eine Unternehmen und eine Vielzahl von Menschen in eine  gemeinsame und gewollte Zukunft . Sie geben Vision, Strategie und Mission vor und verstehen es, dank ihrer Vorbildfunktion viele andere Menschen zu motivieren. Aus einer Teamleistung entsteht eine effektiv arbeitende Organisation, die für ihre Kunden immer wieder ganz besondere Leistungen erzeugt. Innerhalb klarer Werte entsteht damit Nutzen für Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und weitere Anspruchsgruppen.
Wie erklären Sie dies alles Ihren Kindern? Ganz einfach: Sie sorgen dafür, dass es vielen Menschen gut geht, weil es dem Unternehmen, für welches Sie arbeiten, gut geht.

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