Die Grünen wollen Online Shops Sonntags schließen
Die Grünen: Es sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für stationären und Onlinehandel geschaffen werden
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Prinzipiell müssen Geschäfte im Einzelhandel an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben. Diese Regelung wird aber immer weiter aufgeweicht. Zum einen, weil es immer mehr Ausnahmen für verkaufsoffene Sonntage gibt, zum anderen, weil im E-Commerce auch am Sonntag eingekauft werden kann. Die Grünen in Niedersachsen verlangen jetzt eine stärkere Reglementierung des Onlinehandels. So sollen Bestellungen zwar am Sonntag aufgegeben werden können, eine Bearbeitung durch die Mitarbeiter soll dann aber erst am Montag erfolgen.

Das fordern die Grünen in Niedersachsen

Im Grunde geht es den Grünen in Niedersachsen darum, den Schutz des Sonntags auf den Onlinehandel auszuweiten. Die Mitarbeiter der Unternehmen sollen sich wie ihre Kollegen in stationären Geschäften darauf verlassen können, an einem Tag der Woche ganz für sich sein zu können und nicht arbeiten zu müssen. Es sei den Grünen zufolge weder notwendig noch vertretbar, dass die Mitarbeiter das gesamte Wochenende bereitstünden, falls in einem Onlineshop Bestellungen eingingen. Ebenso müssten Callcenter am Wochenende nicht rund um die Uhr besetzt sein.

Aus diesem Grund fordern die Grünen in Niedersachsen, dass bestimmte mitarbeitergebundene Services in Onlineshops sowie in Callcentern eingeschränkt werden sollen. Es sei vollkommen ausreichend, wenn die Kunden über die Website der Anbieter Bestellungen am Sonntag tätigen könnten, die Bearbeitung dieser Bestellung durch einen Mitarbeiter aber erst am Montag erfolge. Kunden müssten dann bei Bestellungen am Sonntag zwar einen Tag länger auf ihre Bestellung warten, würden aber in Bezug auf die Flexibilität beim Einkaufen nicht eingeschränkt. Zudem wären in Callcentern am Sonntag keine Mitarbeiter erreichbar, sondern nur allgemeine Informationen könnten abgefragt werden.

Es sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für stationären und Onlinehandel geschaffen werden

Neben dem Schutz der Mitarbeiter im E-Commerce geht es den Grünen in Niedersachsen um gleiche Wettbewerbsbedingungen für den stationären Handel und den Onlinehandel. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Geschäften in Innenstädten und vor Ort der Verkauf von Waren verboten sein soll, während im Onlinehandel problemlos auch am Sonntag eingekauft werden könne. Durch die Neuregelung sollen beide Geschäftsformen näher aneinanderrücken und vergleichbare Ausgangsbedingungen bekommen. So wie sich Kunden am Sonntag zwar die Waren in Schaufenstern ansehen, aber erst am Montag eine Bestellung aufgeben können, so könnten Kunden im E-Commerce zwar Produkte auch am Sonntag vergleichen und bestellen, tatsächlich bearbeitet würde ihr Anliegen aber erst am Montag. Und so wie Kunden im stationären Handel bis zum Montag warten müssten, bis sie sich von einem Mitarbeiter in einem Geschäft beraten lassen können, so müssten Kunden im Onlinehandel am Sonntag auf einen direkten Ansprechpartner in einem Callcenter verzichten.

Vorbereitung auf die Landtagswahl 2018

Diese Forderungen der Grünen in Niedersachsen sollen in das Parteiprogramm für die Landtagswahl in Niedersachsen 2018 einfließen. Ein entsprechender Änderungsantrag ist bereits eingereicht worden. Am 10. + 11. Juni 2017 beratschlagen die Grünen auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz in Wolfenbüttel über die verschiedenen Anträge. Am Ende soll das Parteiprogramm beschlossen sein, mit dem sich die Partei im kommenden Jahr zur Wahl stellen wird.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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