Online Shop ist nicht gleich Versandhandel – welche Backendprozesse Sie bedenken sollten (Teil 1) – Den Kauf im Frontend abwickeln – das Backend steht für die Optimierung von Geschäftsprozessen

Ein umfassendes Datenmanagement im Rahmen der betrieblichen Informationstechnologie zählt heutzutage  zu den komplexesten und bedeutendsten Anforderungen im Hinblick auf die unternehmerische Entwicklung eines Online-Shops. Viele Shop-Betreiber setzen diesbezüglich auf dezentralisierte Backend-Systeme, zum Beispiel für die Teilbereiche Warenwirtschaft, Einkauf, Retourenmanagement, Kundenservice, Controlling oder Finanzbuchhaltung. Dabei kann es aber in Bezug auf das Datenmanagement alleine schon aufgrund unterschiedlicher Kennzeichnungen und einer gewissen Sprachverwirrung babylonischer Art zu Schwierigkeiten kommen. Um ein etwaiges Schreckensszenario rund um Chaos im Backend und unabsehbare Folgen für die Entwicklung des eigenen Unternehmens zu vermeiden, sollten daher grundsätzlich die unterschiedlich gelagerten Systeme in einem integrierten Backend vereint werden.  Durch diese Maßnahme kann ein genereller Durchblick im Datenchaos geschaffen werden. Den Kauf im Frontend abwickeln – das Backend steht für die Optimierung von Geschäftsprozessen Ein Online-Shop nutzt im Gegensatz zum einschlägigen Versandhandel grundsätzlich das Internet als explizite Kommunikationsform. Dabei wird das installierte Shop-System in die Bereiche Frontend sowie Backend untergliedert. Im eigentlichen Sinne zählt ein Online-Shop auch zur Kategorie Versandhandel; allerdings ist das Verzichten auf „Print-Kataloge“ eines der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale.  Der Erfolg hängt stattdessen oft von einem strategisch wirkungsvollem Online Marketing ab, wobei dabei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine besondere Bedeutung zukommt. Innerhalb des Shop-Systems ist das Backend, auf das ausschließlich der Betreiber und seine Bevollmächtigten Zugriff haben, von besonderer Wichtigkeit. In diesem Bereich werden zum Beispiel sämtliche Daten über Kunden, Versandaktivitäten, Zahlungsabwicklungen und auch Bestellungen oder Reklamationen erfasst und verwaltet. Zudem lassen sich alle Produktdaten, zuzüglich der entsprechenden Beschreibungen, Preise und anderer Produkt-Informationen, in diesem Bereich finden. Das Backend ist dabei grundsätzlich auf die stetige Eingabe von Daten angewiesen, wobei bestimmte Eingaben automatisiert werden können; der unter anderem so bezeichnete CSV-Import ist für diese Automatisierung sicherlich ein explizites Beispiel. Der Fokus in Bezug auf die zu tätigenden Eingaben liegt in der Regel auf den Rubriken Produkt-, Bestellung-, Vertrieb- und Zahlungsmanagement. Die Kunden können demgegenüber über das Internet mittels eines Webbrowsers auf die entsprechende Shopseite zugreifen. Die Trennung der beiden Bereiche Frontend und Backend generiert dabei den Vorteil, dass Kunden ungestört im Online-Shop einkaufen können, während im Backend gleichzeitig Daten gepflegt werden können. So gesehen definiert sich ein Online-Shop prinzipiell über zwei unterschiedliche Facetten: Während im Frontend der Kunde bzw. Nutzer der Seite zu einer positiven Kaufentscheidung bewegt werden soll, gewährleistet das Backend optimierte Geschäftsprozesse zum Beispiel rund um die Logistik, eine effiziente Bestell-Abwicklung, den Versand und instrumentalisierte Maßnahmen für das Cross-Selling (Veräußern von verwandten Produkten). Als Erfolgsfaktoren für ein optimal eingerichtetes Backend gelten:

  • Das Erreichen einer starken Kundenbindung
  • Das Erfassen von Daten zum Beispiel für Besuchs- und Kaufstatistiken
  • Das Initiieren einer funktionellen Logistik und von Modalitäten rund um eine zuverlässige und vor allem sichere Zahlungsabwicklung
  • Eine ständige Überarbeitung des Produktportfolios, um stets zielgruppenorientierte Zusatzangebote präsentieren zu können

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