Ohne Datenqualität scheitert Same-day Delivery

Die Zustellung von Online-Bestellungen noch am gleichen Tag ist ein absehbarer Trend im E-Commerce. Doch was nützt die beste Logistik für eine schnelle Lieferung, wenn die Adressdatenqualität nicht stimmt? Ein 16 seitiges Whitepaper stellt „Sechs Erfolgsfaktoren für den datenbasierten E‐Commerce“ vor.

Bis zum Jahr 2020 soll der Markt für den schnellen Lieferservice auch in Westeuropa – so die aktuelle Branchenstudie „Same-day Delivery: The next evolutionary step in parcel logistics“ der Unternehmensberatung McKinsey & – auf rund drei Milliarden Euro wachsen. Damit wird er in wenigen Jahren 15 Prozent des Umsatzes mit Standardpaketen ausmachen und deutlich schneller wachsen als der Online-Handel insgesamt, der um jährlich 11 Prozent zulegen soll. Heute liegt der Anteil von Same-day Delivery bei weniger als einem Prozent.

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Etwa jeder zweite Kunde so die Studie ist bereit, bei einem Einkaufswert von 59 Euro für eine taggleiche Zustellung rund 6 bis 7 Euro zu bezahlen. Mehr als 70 Prozent würden 3,50 bis 4,50 Euro ausgeben was in etwa dem normalen Paketporto entspricht. Insgesamt zeigt die Befragung, dass die Option einer taggleichen Zustellung dann attraktiv ist, wenn sie nicht mehr als etwa 10 Prozent des Einkaufswerts kostet.

Doch die mit diesem Service verbundenen Chancen kann als Händler nur nutzen, wer eine hohe Produktverfügbarkeit und volle Transparenz über den lokalen Warenbestand hat. Außerdem braucht er eine leistungsfähige Logistik und Kapazitäten für eine schnelle Kommissionierung und Verpackung, damit die Vorlaufzeiten reduziert und taggleiche Bestellungen bevorzugt abgewickelt werden können.

„Mit entscheidend ist aber auch das Management der Kundendaten“, sagt Holger Wandt, Principal Advisor beim niederländischen Softwarehaus Human Inference. In der Praxis hätten sich sechs Erfolgsfaktoren für den datenbasierten E‐Commerce herauskristallisiert, die er in einem kostenlosen Whitepaper (Download hier) zusammengefasst hat. Wenn sie berücksichtigt werden, scheitert der Online-Handel zumindest nicht an der fehlenden Adressdatenqualität.

Erfolgsfaktor 1: Den Kunden erkennen

Erfolgsfaktor 2: Den Kunden kennenlernen

Erfolgsfaktor 3: First Time Right

Erfolgsfaktor 4: Das Nutzererlebnis personalisieren

Erfolgsfaktor 5: International denken

Erfolgsfaktor 6: E-Commerce als Frage der Strategie verstehen

Eigentlich sollten sich Online-Händler mit jedem zusätzlichem Touchpoint, an dem Käufer Kontakt zum Unternehmen aufnehmen, und nach jeder Interaktion ein besseres Bild von ihren Kunden machen können. „In der Praxis jedoch zeigt sich, dass dies noch längst nicht immer der Fall ist“, berichtet Wandt. Denn Daten seien unvollständig, verschmutzt und unzuverlässig. Mitarbeiter seien nicht in der Lage, die Kunden richtig zu identifizieren. Oder die Online-Umgebung sei unzureichend ausgerüstet, um auf internationaler Ebene Kundendaten zu verarbeiten. „Und in der Zwischenzeit werden den vorhandenen Daten Tag für Tag unzuverlässige Informationen hinzugefügt“, kritisiert Wandt

Indem E-Commerce-Firmen dafür sorgen, dass sie Ihre Kunden besser erkennen und genauer kennenlernen, bei der Eingabe von Kundendaten das First Time Right‐Prinzip beachten, internationale Kenntnisse zu Kundendatennutzen und ihre gesamten Aktivitäten im Bereich Online-Handel in ihre Unternehmensstrategie eingliedern, schaffen sie ein einheitliches Nutzererlebnis auf allen Kanälen. Ein Datenmanagement, das in Ordnung gebracht wurde, ermöglicht ein akkurates, komplettes, korrektes und eindeutiges Bild von den Kunden und schafft die Voraussetzungen für einen erfolgreichen E-Commerce.

Mehr zu diesem Thema gibt es im kostenlosen Whitepaper „Die 6 Erfolgsfaktoren für datenbasierten E-Commerce“ zu lesen.

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