Multichannel-Shopping ist das Einkaufen der Zukunft

Multichannel-Shopping ist laut einer neuen Studie auch in Deutschland schon gelebte und gewollte Praxis. Altersdisparitäten bleiben aber erhalten.

In Großbritannien und in den Vereinigten Staaten gehört es zum allgemeinen Leben dazu: Es wird sich beispielsweise über das Smartphone über ein Produkt informiert, das dann in der Filiale gekauft wird, der nächste kauft einen Mantel im Onlineshop, den er zuvor gesehen hat.

Auch in Deutschland sind dahingehend klare Tendenzen zu erkennen. Laut einer Studie des Marktforschungs-Unternehmens eResult im Auftrag der E-Commerce Agentur „netz98 media GmbH“ nutzen mittlerweile mehr als 66% der Deutschen verschiedene Wege, sich Informationen zu beschaffen oder einen Kaufakt durchzuführen. Das Ergebnis der im Rahmen der Analyse 600 Befragten zeigt, dass Multichannel-Shopping auch in Deutschland rasant an Zuspruch gewinnt. Die Analyse offenbart jedoch auch, dass die Verbraucher insgesamt mit dem Multichannel-Angebot nicht zufrieden sind. Etwa die Hälfte sieht die Multichannel-Möglichkeiten im Handel noch nicht ausreichend.

Unterschied zwischen Altersgruppen größer als zwischen Geschlechtern

Etwa sieben von zehn Männern nutzen verschiedene Kanäle, bei den Frauen sind es sechs, was auf die geringere Technikaffinität zurückzuführen sei. Ein viel größerer Unterschied besteht allerdings, wie erwartet, zwischen den verschiedenen Altersgruppen: Während mehr als 70% der Personen unter dreißig regelmäßig unterschiedliche Kanäle nutzen, gibt es bei weitem weniger Multichannel-Nutzer über 50.

Klar ist: Multichannel-Shopping wird auch in Deutschland mehr und mehr zum Standard. Die Unternehmen sind in Sachen Optimierung und Ausweitung der Multichannel-Funktionen gefragt und vielleicht können in Zukunft so auch die Disparitäten zwischen den Altersgruppen überwunden werden.

Robert Klatt

Kommentieren Sie den Artikel