Mobile Shopping ganz einfache

Dass mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets für den E-Commerce immer relevanter werden, dürfte für niemanden eine Neuigkeit mehr darstellen. Doch wie groß ist der Anteil an Mobile Shopping innerhalb des Online Shoppings tatsächlich, und wie bringt man die eigene Brand erfolgreich auf mobilen Kurs? Im Folgenden finden Sie einige Denkanstöße, wie Sie als digitaler Händler auf die steigende Bedeutung des Smartphones reagieren sollten.

Mobile Endgeräte immer wichtiger im E-Commerce

Die Bedeutung von Mobile Shopping im E-Commerce nimmt immer weiter zu. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres betrug der Anteil des mobilen Traffics 57%. Im Jahresvergleich handelt es sich um eine Steigerung um 23% – das ist längst nicht mehr vernachlässigbar. Vielmehr ist es spätestens jetzt an der Zeit, als Online-Händler das eigene Konzept auf Mobile auszurichten und den mobilen Kunden die Möglichkeit zu bieten, möglichst einfach und unkompliziert mobil einzukaufen.

Welche Mobile-Shopping-Strategie ein Unternehmen zum Erfolg führt, ist dabei natürlich unter anderem von Branche und Produkt abhängig.

Mobile First: So setzen Sie das Konzept in Ihrem Unternehmen um

Auch Sie sind Online-Händler und wollen Mobile First als Strategie in Ihrem Online-Shop umsetzen? Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Aspekte, welche eine Mobile-Shopping-Strategie für eine Marke beinhalten sollte. Natürlich muss eine solche Strategie individuell ans eigene Unternehmen angepasst werden, aber dennoch handelt es sich hierbei um Aspekte, welche immer im Fokus stehen sollten.

Kundeninteraktionen optimieren

Ihre gesamten digitalen Interaktionen mit Kunden sollten Mobile-optimiert sein. Das bedeutet, dass Ihre Webseite im Responsive Design gestaltet sein sollte. Darüber hinaus sind mobile Apps oftmals sinnvoll.

”Mobile First” wörtlich nehmen

“Mobile First” ist mehr als nur ein Buzz Word: Nehmen Sie den Begriff ruhig wörtlich und richten Sie Ihr gesamtes Konzept auf das Smartphone aus. Das bedeutet in letzter Konsequenz auch, die eigene Webseite für mobile Endgeräte zu entwerfen und sie anschließend für Computer anzupassen.

Traffic der mobilen Seite im Fokus

Auch in puncto Traffic sollte Ihre mobile Seite an erster Stelle stehen. Dies kann durchaus bedeuten, dass Ihre reguläre Webseiten in dieser Hinsicht vielleicht Einbußen hinnehmen muss.

Omnichannel in den Ladengeschäften

Mit dem Handy ins Ladengeschäft – das ist für die Kunden ohnehin eine Selbstverständlichkeit. Machen Sie sich diese zunutze und ermöglichen Sie es Ihren Kunden vor Ort, per Smartphone beispielsweise Produktrezensionen zu lesen oder auch die Verfügbarkeit von Produkten zu checken. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, das Verkaufspersonal mit Smartphones auszustatten – so können die MitarbeiterInnen Kunden besser und effizienter bei Fragen weiterhelfen und sie im gesamten Geschäft beraten.

Nahtlose Transaktionen auf dem Mobilgerät

Wollen Sie Ihren gesamten Unternehmensauftritt für Mobilgeräte optimieren, sollten Sie Ihre Marke dort positionieren, wo die (potentiellen) Kunden schon sind. Mobile Kunden bewegen sich täglich in sozialen Netzwerken, Messaging-Diensten sowie Suchmaschinen. Dort kommen sie mit Ihrer Marke in Berührung – bieten Sie Ihnen auch die Möglichkeit zur Interaktion und seien Sie nicht nur präsent, sondern ermöglichen Sie auch nahtlose Transaktionen.

Das Smartphone im Zentrum

Um langfristig auf dem Mobile-Shopping-Markt erfolgreich zu sein, sollten Sie das Smartphone bzw. Das mobile Endgerät ins Zentrum aller unternehmerischen Prozesse stellen. Es handelt sich um einen Umbruch, der sich auf viele Bereiche auswirkt: Nicht  ur Strategien müssen angepasst werden, sondern auch Verfahren und Kennzahlen.

Hürden beim Kaufabschluss per Smartphone

Eine Studie von Salesforce Commerce Cloud kommt zu dem Ergebnis: Während zwar ein Großteil des Traffics über mobile Endgeräte auf Webseiten gelangt, gibt es einige Aspekte, welche als Hemmnisse den Kaufabschluss erschweren. Sie sind der Grund für die etwas niedrigere Conversion Rate beim Mobile Shopping: Hier liegt das Smartphone 13% hinter dem Computer.

Zahlungsabläufe nicht benutzerfreundlich genug

Im Jahr 2016 lag die Abschlussrate bei Kauf per Smartphone bei 52%. Das sind ganze 11% weniger als der Gerätedurchschnitt, zudem handelt es sich um einen Rückgang um 1,5%. Am besten schneiden unter den Mobilgeräten Tablets ab: Hier kommt es zu 67% erfolgreichen Abschlüssen, das sind fast 15% mehr als bei den anderen mobilen Endgeräten.

Online-Händlern fällt es offenbar immer noch schwer, beim Bezahlvorgang auf die Wünsche und Bedürfnisse des mobilen Kunden einzugehen. Wer seinen Zahlungsablauf für mobile Geräte optimieren möchte, sollte die folgenden Punkte beachten:

  • Benutzerfreundlichkeit: Unterbrechungen und weitere benutzerunfreundliche Aspekte halten mobile Kunden davon ab, ihren Kauf abzuschließen. Neben großen und gut lesbaren Schriften gibt es noch weitere Elemente, wie touchfreundliche Elemente, die auf Hver-Effekte verzichten, welche den mobilen Bezahlvorgang optimieren können. Auch hohe Farbkontraste steigern die Benutzerfreundlichkeit.
  • Schlankheit: Machen Sie es Ihren Käufern einfach, den Kauf abzuschließen – ein schneller Payment-Vorgang, bei dem der Kunde nur wenige Daten eingeben muss, kann die Conversion Rate wesentlich erhöhen.
  • Keine Ablenkungen: Bereits bei Desktop-PCs und Laptops ist es eigentlich empfehlenswert, beim Zahlungsvorgang die Shop-Navigationselemente aus der Ansicht zu entfernen. Angesichts kleiner Smartphone-Displays ist dieser Aspekt umso wichtiger.
  • Keine Anmeldung oder Registrierung: Gerade auf einem Smartphone kann es sich recht mühsam gestalten, ein Kundenkonto anzulegen. Machen Sie es Ihren mobilen Kunden einfach und ermöglichen Sie Zahlungen als Gast.
  • Informationen: Wollen Kunden weiterführende Unternehmensinformationen einsehen, ist es sinnvoll, ihnen dies möglichst einfach zu ermöglichen, beispielsweise mit Hilfe von Links für Telefonnummern, nächstgelegene Filialen und Kartendienste.

Großes Display – hohe Conversion Rate

Hierbei handelt es sich um einen Aspekt des Mobile Shoppings, auf welchen man als Online-Händler keinen Einfluss hat. Dennoch handelt es sich um eine interessante Statistik: Es besteht nämlich ganz klar ein Zusammenhang zwischen Displaygröße und Conversion Rate. Grob gesagt gilt: Je größer das Display, desto höher die Konversion.

Die Zukunft des Mobile Shoppings

Dass Mobile Shopping immer mehr an Bedeutung zunehmen wird, ist abzusehen. Früher oder später werden die mobilen Bestellungen diejenigen, welche auf dem Computer getätigt wurden, überholen. Immerhin stammt bereits jetzt ein Großteil des Traffics von mobilen Endgeräten – da ist es nur logisch, dass mit den zu erwartenden Verbesserungen von Smartphones sowie der steigenden Verbreitung derselben langfristig auch bei den Bestellungen den Mobilgeräten immer mehr Bedeutung zukommen wird.

Als digitaler Händler sollte man spätestens jetzt auf diese Entwicklung reagieren und auf eine Mobile-First-Strategie setzen, die langfristigen Erfolg im E-Commerce verspricht.

> Alexander Noack

Begeisterter Online-Marketer, Fachmann für Online-Kommunikation und Experte für Content-Marketing am Zentrum für innovatives Marketing Berlin/Brandenburg, ZIM-BB. Außerdem Mitbegründer der Online-Marketing-Agentur CLICKHERO aus Eberswalde bei Berlin.

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