Mit PayPal bei Amazon bezahlen – arbeiten die Unternehmen bald zusammen?

Für viele Amazon-Nutzer ist es ein Herzensanliegen, auf Amazon via PayPal bezahlen zu können. Und seit sich der Bezahldienstanbieter 2015 von eBay zurückgezogen hat, scheint eine Kooperation wahrscheinlicher denn je. Jetzt haben sich Amazon und PayPal zu ersten Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit getroffen. Allerdings sind noch viele Fragen offen. Wer wird beispielsweise die PayPal-Gebühren zu tragen haben, wie wird die Implementierung technisch ablaufen und welche Konditionen sind für Amazon reizvoll?

PayPal-Zahlungen sind für viele Amazon-Nutzer interessant

PayPal zählt zu den erfolgreichsten Payment-Dienstleistern der Internetbranche. Rund 200 Millionen Nutzer vertrauen auf diese Art zu bezahlen. Entsprechend wäre es für Amazon durchaus interessant, die Bezahlfunktion auf seinem Marktplatz zu implementieren. Außerdem hätten die Händler bessere Möglichkeiten, ihre Kunden anzusprechen, da diese sich mehrheitlich die Möglichkeit wünschen, ihre Amazon-Bestellungen mit PayPal bezahlen zu können. Für PayPal würde die Kooperation mit Amazon eine Ausweitung der Reichweite bedeuten. Noch mehr Menschen würden die Dienste des Anbieters kennenlernen und vielleicht nutzen. Das wäre für PayPal besonders aktuell sehr interessant, da sich das Unternehmen 2015 von eBay getrennt hat.

Amazon und PayPal treffen sich zu Gesprächen

PayPal-CEO Dan Schulman hat jetzt bestätigt, dass es Gespräche zwischen Amazon und Paypal über eine mögliche Zusammenarbeit gegeben hat. Die beiden Unternehmen wollen bei diesen Zusammenkünften die Chancen und Voraussetzungen für eine Kooperation ausloten. Da sich die Gespräche aber noch im Anfangsstadium befinden, konnte und wollte Schulman keine Details nennen. Lediglich die Zielsetzung wurde formuliert: Die Vorteile für beide Seiten sollen zum größtmöglichen Nutzen der Kunden zum Tragen gebracht werden. Was das im Einzelnen bedeutet, wurde noch nicht erklärt. Außerdem hat Amazon sich noch nicht zu den Gesprächen mit PayPal geäußert. Es wird somit wohl noch eine Weile dauern, bis sich Amazon-Nutzer über die Möglichkeit freuen können, ihre Einkäufe per PayPal zu bezahlen.

Noch sind viele Fragen offen

Damit es zu einer Zusammenarbeit zwischen Amazon und PayPal kommen kann, müssen viele Fragen geklärt werden. Ein großes Thema dürften die anfallenden Kosten für den Service sein. Müssen beispielsweise die Amazon-Händler die PayPal-Gebühren tragen, wenn ihre Kunden diesen Service nutzen? Falls ja, dürften diese kaum daran interessiert sein, diese Bezahlfunktion anzubieten. Immerhin fallen bei jedem Verkauf bereits Amazon-Gebühren an. Eine Alternativlösung besteht darin, dass die Konditionen für die PayPal-Nutzung auf Amazon denjenigen für Kreditkartenzahlungen angepasst werden. Das würde bedeuten, dass die Zahlung von Waren nicht über die einzelnen Händler, sondern über Amazon erfolgen. Dieses Vorgehen ist aber nur dann realistisch, wenn die Konditionen für Amazon so ausgehandelt werden, dass der Konzern von der Implementierung von PayPal überhaupt profitiert. Erst wenn diese und andere Fragen geklärt sein werden, lässt sich seriös einschätzen, ob es zu einer Zusammenarbeit zwischen Amazon und PayPal kommen wird.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

1 Kommentar

  1. Patrick,

    PayPal ist sehr teuer. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die Händler für die Gebühren aufkommen müssen. Als würde Amazon uns nicht schon genug vom Gewinn abschneiden.

    Mal schauen, was dem Jeff Bezos wieder einfällt.

    MFG Philipp

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