Ministeuer für Global Player wie Apple legal

Der US-amerikanische Elektronikkonzern Apple scheint nicht nur in Sachen iPhone 5 oder dem zuletzt erschienenem iPad mini außerordentliche Innovativität vorzuweisen. Wie schon andere Großkonzerne eifrig vormachten, schleicht sich auch der wertvolle, kalifornische Riese geschickt an den Steuern vorbei.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der 1976 in Cupertino gegründete Großkonzern einen Gesamtumsatz von 156,5 Milliarden Dollar, womit er offiziell als wertvollstes Unternehmen der Welt gehandelt wird. Davon beläuft sich der Umsatz im Ausland, also außerhalb der Vereinigten Staaten, auf rund 36,8 Milliarden Dollar, worauf Apple lediglich 713 Millionen Dollar Steuern verrichten musste, schlappe 1,9 %. 2011 hatte Apple auf sein Auslandseinkommen noch mehr als 2,5 % gezahlt und die berechtigte Frage stellt sich, mit welchen Mitteln der Global Player hier trickst.

Wie schleicht sich Apple legal an den höheren Steuern vorbei?

Tatsächlich besteht kein Zweifel daran, dass Apple´s Verhalten vollkommen legal ist.Der US-Riese war schon in den 80er Jahren für kreative Steuerbuchhaltung bekannt.Durch gerissene Buchhaltungstricks, die auch schon andere US-amerikanische Großkonzerne wie Amazon, Facebook oder Sturbucks anwendeten, erhöht Apple so den Gewinn erheblich.Dabei verschiebt das Unternehmen Profite in Länder mit niedrigen Steuersätzen, welche sich vor allem in Europa konzentrieren. Die Säulen dafür stellen Tochterunternehmen. Auf die erwirtschafteten Auslandsgewinne würden erst im Falle des Geldtransfers in die USA hohe Steuern fällig, die sich Großkonzerne wie auch Apple „einsparen“. Hauptanlegeland dieser Profite sind neben dem Steuerparadies der Britischen Jungferninseln vor allem Irland und die Niederlande, weswegen ein ausführlicher Bericht der „New York Times“ das System als „Double Irish with a Dutch Sandwich“ betitelte. Die im Oktober von Apple veröffentlichten Steuerspartricks werden wohl besonders in der Britischen Politik auf heftigen Widerstand stoßen.

Dort gab es schon in jüngerer Vergangenheit starke Diskussionen über die Zulässigkeit derartiger Systeme. „The Guardian“ fand raus: Vier US-amerikanische Riesen hatten sich in den letzten Jahren systematisch an der vollständigen Entrichtung der Steuern vorbeigetrickst – zum Ärger der Staatskasse.

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