Media-Saturn wieder im Geschäft – Zwischenbilanz positiv

2011 eröffnete Media Saturn Holding (MSH) nach fünf Jahren Pause im E-Commerce Geschäft den Onlineshop saturn.de. Nach langer Durststrecke konnte so eine neue Online-Strategie umgesetzt werden, nachdem man sich in den Jahren zuvor einen eher schmeichelhaften Ruf im E-Commerce einhandelte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete der Ingolstädter Retail-Konzern MSH mit der Eröffnung des Saturn-Onlineshops „einen der größten strategischen Umbrüche in der Unternehmensgeschichte: der Wandel vom stationären zum Multichannel-Anbieter“, wie es damals die größte Elektronikkette des Kontinents formulierte. Im Jahr 2007 hatte man mit der Einstellung des Onlineshops MediaOnline weitesgehend glanzlos enttäuscht, deshalb wunderte die Skepsis gegenüber des Neuversuches kaum. Nach nun einem Jahr muss man dem Onlineshop eine positive Entwicklung zugestehen – die neue Online-Strategie scheint ihre ersten Früchte zu tragen.

Onlineshop macht positiven Eindruck

MediaMarkt und Saturn unterschieden sich bis dato nicht nur in der Aufmachung, sondern wiesen auch teilweise ein unterschiedliches, für den Verbraucher teilweise intransparentes Grundangebot vor, was sich durch das Online-Angebot verändert hat. Mittlerweile unterscheiden sich Preise nur noch lokal aufgrund von Wettbewerb, das Online-Sortiment setzt dabei allerdings eine obere Preisgrenze fest und vermittelt dem Verbraucher endlich die gewünschte Transparenz im Elektronikbereich. Des weiteren bieten Saturn.de und mediamarkt.de nun auch E-Commerce-Angebote für mobile Endgeräte an, was als deutlicher Fortschritt im Multichannel-Plan des Betreibers ist. Quantitativ ist auch eine deutlich positive Entwicklung zu erkennen: Demnach verfügt der Onlineshop saturn.de, welcher mit einer recht überschaubaren Produktvielfalt auf den Markt kam, indessen über weit mehr als 6.000 Artikeln, womit, nach Angaben einer Unternehmenssprecherin, das iel noch lange nicht erreicht sei. Innerhalb eines geringen Zeitraums soll demnach das Produktsortiment auf ca 10.000 Artikel erhöht werden. Es bleibt zu hoffen, dass nach einer bis hierhin positiven Entwicklung unternehmensintern zukünftige Aufgaben im E-Commerce erkannt und gelöst werden.

Robert Klatt

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