Marketingstrategie: Amazon und Werbeanzeigen

Eine aktuelle Umfrage hat sich mit den Marketingstrategien von 503 US-Unternehmen beschäftigt. Die Entscheider gaben an, vor allem in Werbeanzeigen und Amazon-Marketing investieren zu wollen. Einige Unternehmen sind auf dem Marktplatz noch gar nicht vertreten, andere wollen ihre Aktivitäten ausweiten. Die User Experience und die Suchmaschinenoptimierung werden hingegen weniger intensiv vorangetrieben.

Das planen die Studienteilnehmer in den nächsten fünf Jahren

Die Marketingfirma NetElixir hat im Rahmen einer Umfrage 503 US-amerikanische Unternehmen hinsichtlich ihrer Marketingpläne für die kommenden fünf Jahre befragt. Hierbei wurde deutlich, dass vor allem die Big Player im E-Commerce Kunden an sich binden und in den eigenen Shop locken können. Kleine und mittelständische Unternehmen haben es hingegen schwer, sich im hart umkämpften Onlinehandel zu behaupten und neue Kunden für sich zu gewinnen. Schon längst verlassen sie sich hierbei nicht allein auf ihren Webshop, sondern sind auch auf Marktplätzen und Plattformen wie Amazon vertreten. In den kommenden fünf Jahren wollen sie vor allem in Aktivitäten auf Amazon und in bezahlte Werbeanzeigen investieren. Erst danach stehen die Verbesserung der User Experience und die Suchmaschinenoptimierung auf der Agenda.

Ein Viertel der Unternehmen will sich voll auf Amazon konzentrieren

Amazon spielt eine entscheidende Rolle bei der Neukundenakquise und der Umsatzgenerierung. Aus diesem Grund plant ein Viertel der Befragten, verstärkt Marketingmaßnahmen bei Amazon vorzunehmen. Für die Entwickler der Umfrage war es laut onlinehaendler-news.de überrschaschend, dass Amazon so eine große Bedeutung zugewiesen wird. Für die Händler ist es aber bereits seit Jahren so, dass rund 50% ihrer Umsätze auf Marktplätzen wie Amazon und eBay generiert werden und lediglich die andere Hälfte von der eigenen Webpräsenz herstammt. Nur 8% der Befragten gaben an, ihre Umsätze vollständig über die eigene Website zu generieren und auf keinem Marktplatz präsent zu sein. Diejenigen Unternehmen, die Amazon als Vertriebsweg nutzen, sehen noch Potential in Sachen Umsatzgenerierung und Kundengewinnung. 68% der Befragten schalten aktuell nämlich noch keine Werbeanzeigen beim Onlineriesen. Allerdings geben 40% der Unternehmen, die bereits Amazon-Werbeanzeigen geschaltet haben, an, noch keine spürbaren Erfolge damit erzielt zu haben.

Weitere Maßnahmen für die kommenden Jahre

Von den Studienteilnehmern, die aktuell noch nicht auf Amazon präsent sind, planen 40%, das in den nächsten fünf Jahren zu ändern. Das zweite Standbein ist und bleibt jedoch der eigene Onlineshop. Aus diesem Grund wollen viele Unternehmen in den kommenden Jahren bezahlte Werbeanzeigen schalten, um mehr Kunden zu sich zu locken, um nicht zu abhängig von Amazon zu werden. Hierbei spielt die Verbesserung der User Experience eine wichtige Rolle. Die Nutzung der Website, der Bestellvorgang sowie der Versand sollen optimiert werden, damit Nutzer gern und ohne Schwierigkeiten bei den Unternehmen einkaufen können. Dieser Aspekt landet insgesamt auf Platz 3 der geplanten Maßnahmen für die kommenden Jahre. Mittlerweile nur noch auf Platz 4 landet die Suchmaschinenoptimierung. Hier scheint das volle Potential weitestgehend ausgeschöpft beziehungsweise die Konkurrenz zu groß zu sein.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Tarkowski,

    meiner Meinung nach ist in Ihnen es äußerst gut gelungen die Problematik der Abhängigkeit zu Amazon und die Schwierigkeiten eines eigenen Online Shops aufzuzeigen. Im Wettbewerb mit den großen Unternehmen hatten es kleine bis mittelgroße Unternehmen schon immer schwer. Doch in Bereich des Online Handels hat sich dieser Wettbewerb in eine neue Dimension katapultiert. Wer seinen eigenen Online Shop führt, weiß wie schwierig es ist a) hohe Besucherzahlen und b) erfolgreiche Transaktionen zu generieren. Es gibt so viele Aspekte, die beachtet werden müssen… Da bietet es schon an mit den großen Playern zu kooperieren. Jedoch droht dann schnell die Gefahr der Abhängigkeit.

    Es ist und bleibt eine spannende Thematik… vor allem ist es hinsichtlich den bevorstehenden Entwicklungen spannend! Wir bleiben gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält. So wie im Online Handel es viele Möglichkeiten der Fehler gibt, so gibt sie es auch in der Offline Welt. Logisch. Es werden meinen Einschätzungen nach immer noch viel Potential im Verkaufsprozess verschenkt, da der Verkäufer einen potentiellen Kunde in keinen echten Kunde umwandeln konnte. Diesbezüglich bieten Firmen, wie diese hier, Verkaufstraining an. Auch in der Online-Welt wird noch viel Potential verschenkt. Beispielsweise scheitern viele Abschlüsse daran, weil der Check-Out Prozess (der Bezahlprozess) zu lange und zu kompliziert ist. Es gibt noch weiter Beispiele, aber für die Argumentation ausreichend.

    Vielen Dank nochmals und einen schönen Tag noch!

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