Market Genius – ein neues Marktanalyse-Tool für Amazon-Händler

Brandbuilding auf Amazon
Simon / Pixabay

Für die Optimierung der eigenen Verkaufszahlen bei Amazon ist eine genaue Marktanalyse wichtig. Diese funktioniert aber nur mit dem passenden Datenmaterial. Bisher war es relativ schwer, dieses zu bekommen. Mit dem Tool „Market Genius“ von Metoda können nun Marktdaten von Amazon-Kategorien erhoben und ausgewertet werden. Am Beispiel der Kategorie „Baby“ wurde im September geprüft, wie sich das Tool im Einsatz bewährt.

Marktdaten gewinnen und auswerten

Für Amazon-Händler ist es essentiell wichtig, Marktdaten zu erheben und auszuwerten. So lässt sich feststellen, welche Produkte und Kategorien auf dem Marktplatz besonders beliebt sind, welche Umsätze in diesem Bereich generiert werden und welche Trends bei den Kunden besonders gut ankommen. Auf diese Weise wird deutlich, bei welchen Kategorien sich ein intensiver Einsatz lohnt und auf welchen Produkten und Marken der eigene Verkaufsfokus liegen sollte. Dieses Wissen hilft dabei, Ressourcen optimal einzusetzen und nicht an Fronten zu kämpfen, die ohnehin keinen nennenswerten Erfolg versprechen.

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So arbeitet das neue Tool

Der Anspruch von Metoda besteht darin, den aktuellen Ist-Zustand bei Amazon beschreiben und hieraus Prognosen für die Zukunft ableiten zu können. Für die Marktanalyse werden Metoda-Algorithmen zugrunde gelegt, die den Marktplatz absuchen und über einen Matching-Prozess die passenden Produkte für die jeweilige Suchanfrage herausfiltern. Die Errechnung der Verkaufszahlen und Umsätze erfolgt mittels Keyword-Rankings und Produktlisten. Das bedeutet, dass die einzelnen Produktplatzierungen über die Kategoriegrenzen hinweg untersucht und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Hierdurch lassen sich Marktanteile, Umsätze und Verkaufszahlen mit einer Genauigkeit von über 90% abbilden.

Market Genius im Einsatz – beispielhafte Untersuchung der Kategorie „Baby“

Internet World Business hat das neue Tool testen lassen und hierfür die Marktdaten der Kategorie „Baby“ bei Amazon im Zeitraum zwischen dem 5.-11. September 2016 untersuchen lassen. Hierbei ergab sich, dass in dieser Woche 29.270 Produkte verkauft wurden, die einen Gesamtumsatz von 822.000 Euro brachten. Durchschnittlich war jedes Produkt somit 28 Euro wert. Die meisten Verkäufe erzielte hierbei der Hersteller Philips Avent, der insgesamt 223.638 Euro Umsatz machte. Auf dem zweiten Platz landete Cybex, ein bekannter Hersteller von Kindersitzen. Dieser erwirtschaftete in dem beobachteten Zeitraum 76.392 Euro.

Ein wichtiger Baustein für die eigene Amazon-Strategie

Diese Marktdaten sind für die persönliche Amazon-Strategie von Händlern ungemein wichtig. Wer auf dem Marktplatz beispielsweise Baby-Artikel verkauft, hierbei aber keine Produkte von Philips Avent im Sortiment hat, muss sich bewusst sein, überspitzt gesagt ein Nieschenprodukt zu verkaufen. Angesichts der großen Konkurrenz im E-Commerce hängt der Erfolg einzelner Unternehmen von zwei Faktoren ab: der Risikominimierung und der Handlungsgeschwindigkeit. Investitionen müssen sich lohnen und die Angebote müssen deutlich schneller als bei der Konkurrenz auf dem Marktplatz verfügbar sein. Hierbei ist es unerheblich, ob lediglich der deutsche Markt betrachtet oder eine internationale Strategie gefahren wird. Nur mit zuverlässigen und fundierten Marktdaten ist es möglich, das Potential des eigenen Portfolios zu ermitteln, den Markt im Auge zu behalten sowie Konkurrenz- und Geschäftsrisiken sinnvoll einzuschätzen.

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1 Kommentar

  1. Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass der Handel an sich, immer stärker datengetrieben wird und damit auch immer wissensintensiver, weil Daten interpretiert werden wollen. Dies gilt umso mehr für ein wettbewerbsintensives Umfeld wie amazon!

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