Gegen Fake Shops und gefälschte Testberichte

Die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern haben sich in Dresden zu einer Konferenz getroffen. Sie unterhielten sich über notwendige und mögliche Maßnahmen zum Schutz der Nutzer im Internet. Unter anderem ging es um Themen wie gefälschte Testberichte, manipulierte Lebensmittel und Fake Shops. Es sollen Regelungen für mehr Transparenz und Sicherheit im Web geschaffen werden. Solche Regelungen hätten deutliche Auswirkungen auf Händler und Anbieter.

Das Treffen der Verbraucherschutzminister

In der vergangenen Woche haben sich die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern zu dreitägigen Gesprächen in Dresden getroffen. Es ging darum, den bereits gut funktionierenden Konsumentenschutz im Internet weiter zu verbessern. Denn im Web sehen die Minister zahlreiche Tendenzen, um Käufer zu manipulieren oder sogar zu betrügen. Solchen Machenschaften soll ein Riegel vorgeschoben werden. Immerhin gehe es bei Themen wie gefälschten Testberichten und manipulierten Lebensmitteln sowohl um finanzielle als auch um gesundheitliche Gefährdungen. Hierbei sehen die Minister vor allem Verkaufsplattformen und soziale Netzwerke in der Pflicht, Nutzer besser zu schützen.

Diese Themen standen auf der Agenda

Ein Hauptanliegen der Minister besteht darin, gegen gefälschte Produktbeschreibungen und Testberichte vorzugehen. Diese führten die Nutzer in die Irre und könnten falsche Kaufentscheidungen nach sich ziehen, so die hessische Verbraucherschutzministerin Beatrix Tappeser. Entsprechend sollen die Betreiber von Shops und Plattformen gesetzlich dazu verpflichtet werden, solche gefälschten Bewertungen umgehend zu löschen. Außerdem wurde das Thema „manipulierte Lebensmittel“ in den Fokus gerückt. Diese stellen sowohl eine finanzielle als auch eine gesundheitliche Gefährdung der Verbraucher dar.

Ein weiterer großer Themenblock waren die Fake Shops. Diese werden von den Ministerin als echte Gefahr für Verbraucher eingeschätzt und sollen rigoros bekämpft werden. Zu diesem Zweck hat beispielsweise Ulrike Scharf (CDU) aus Bayern zwei Anträge eingebracht. Diese sollen bei Flugreisen für mehr Preistransparenz sorgen und sicherstellen, dass die Vertragspartner klar ausgewiesen werden, um Betrug zu verhindern. Thüringen geht es in diesem Zusammenhang hingegen eher um produktbegleitende Versicherungen. Einig waren sich die Minister zudem, dass sogenannte „Fake News“ bekämpft werden müssen, die Kunden zu falschen Kaufentscheidungen verleiten.

Insgesamt läuft das Treffen unter dem Motto „digitalisierte Lebenswelt“. Deswegen stand das Thema „automatisiertes Fahren“ ebenfalls auf der Agenda. Die Minister betonten, dass diese Art zu fahren viele Vorteile für die Nutzer brächte. Voraussetzung hierfür seien aber klare Regelungen und Transparenz, um Nutzer vor Manipulationen und Betrug zu schützen. Außerdem sei es notwendig, die für das automatisierte Fahren notwendige Infrastruktur zu entwickeln und die vernetzten Systeme so aufzubauen, dass für die Verbraucher keine Risiken entstünden.

Das bedeuten die Pläne für Händler

Die von den Ministern angestoßenen Pläne bedeuten zahlreiche Herausforderungen für Händler, Plattformen und Anbieter. Sie werden stärker dazu verpflichtet, ihre Shopsysteme zu überwachen und Manipulationen auszuschließen. Mehr Transparenz bedeutet immer auch einen professionellen Umgang mit Informationen und einen steigenden Verwaltungsaufwand. Entsprechend werden auch KMU nicht darum herumkommen, moderne Techniken für den Kundenschutz einzusetzen und Mitarbeiter einzusetzen, die sich ausschließlich mit den Kommentaren und Bewertungen der Nutzer befassen. Das Thema „Fake Shops“ ist hingegen vor allem für große Plattformen wie Amazon ein Problem. Hier wollen die Minister, dass sich die Plattformen ihrer Verantwortung bewusst werden und stärker gegen Betrug vorgehen. Ähnliches gilt für den Umgang sozialer Netzwerke mit Fake News und unwahren Kommentaren.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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