IT-Gründungen finden nur selten private Investoren

Vor allem Hauptstadt Berlin und Südstern München verzeichnen übermäßig viele IT-Neugründungen. Problem ist jedoch: Expansionen werden durch in der Regel fehlende Investments verhindert.

Hingegen vielen Annahmen ist die deutsche IT-Szene doch breiter und mittelständiger. Nach Auswertung von „Creditreform“ im Auftrag des Branchenverbands Bitkom, sind vor allem Berlin und München die stärksten Wachstumsregionen der IT-Szene. In München gäbe es demnach knapp 3,52 Neugründungen je 100.000 Einwohner, in der bundesdeutschen Hauptstadt Berlin läge der Wert bei starken 2,67. Neben diesen beiden Hauptpolen sei auch die Rhein-Main-Region wachstumsstark (2,22) und auch Hamburg gehöre mit 2,21 zur Spitzenklasse. Interessant ist auch: Ostdeutsche Regionen enttäuschen auf diesem Gebiet leider weiterhin, lediglich die sächsische Hauptstadt Dresden bilde eine starke Ausnahme.

Mangelnde Investments dämpfen Potenzial und Wachstums

In den Vereinigten Staaten werden weltweit die meisten IT-Neugründungen verzeichnet, entscheidender Unterschied zu Deutschland bleibt aber, dass hierzulande, anders als in den USA, heimische IT-Unternehmen nicht von privaten Geldgebern unterstützt werden. Die meisten finanzieren das Unternehmen aus den laufenden Einkommen, könnten so aber nur schwer die Barriere zum Expandieren überwinden – Es fehlt an privaten Investoren, wie Risikokapitalgeber oder aber Banken, wie es aus den USA bekannt ist. Laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf seien die fehlenden Investments eine starke Bremse des Wachstums. Das unglaubliche Potenzial der jungen Branche werde nicht erkannt und so abgedämpft.

Robert Klatt

Kommentieren Sie den Artikel