Eine der zentralen Herausforderungen im E-Commerce ist das effiziente Gestalten von Prozessketten. Wer hier auf die richtigen Prozesse und Werkzeuge setzt, verschafft sich gegenüber seinen Wettbewerbern einen strategischen Vorteil.

Eine der großen Baustellen in diesem Umfeld sind immer noch die Punkte Bestellannahme, Lagerhaltung, Inkasso, Picken und Versand. In den letzten Jahren hat es hier unterschiedliche Entwicklungen gegeben:

Zum einen kann versucht werden, über eine individuell angepasste Shopsoftware Arbeit und Managementaufwand einzusparen. In der Regel kommt man aber auch mit einer reinen Shopsoftware um eine Zettelwirtschaft nicht herum.

Eine komfortable Alternative ist die Installation einer Warenwirtschaft zur Steuerung dieser Kernprozesse. Im Interview haben wir heute Herrn Gregor Walter aus dem Haus mad geniuses. mad geniuses ist Anbieter einer umfassenden Warenwirtschaft für den modernen Versandhandel.

Was ist Ihr Verständnis bei der Entwicklung von pixi*? Was sind die idealen Einsatzbereiche?

Wir haben pixi* zusammen mit E-Commerce-Versandhändlern entwickelt, um die täglichen Probleme im Versandhandel zu lösen. Mittlerweile haben sich auch klassische Versender dazugesellt, aber der E-Commerce ist nach wie vor unser Kerngebiet. Sie haben die Zettelwirtschaft ja schon angesprochen. Wenn der Erfolg im Online-Shop größer wird, verbringt man immer mehr Zeit damit, seinen eigenen Fehlern nachzulaufen. Und wer sich das sparen will, für den ist pixi* optimal.

Welche Vorteile hat der Betreiber, der pixi* einsetzt?

Wir bilden die komplette Prozesskette für Versandhändler in pixi* ab: automatischer Import der Bestellungen aus dem Shop, chaotische Lagerhaltung, barcodeunterstütze Kommissionierung, Anbindung an Logistiker, automatische Zahlungsabwicklung, Anbindung an die Buchhaltung und noch viele Sachen mehr. Immense Zeitersparnis und eine deutlich geringere Fehlerquote sind garantiert. Durch Arbeitsteilung ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, leichter und schneller mit seinem Shop zu wachsen.

Laut Ihrem Demovideo zu pixi* übernimmt pixi* das komplette Waren- und Bestellmanagement. Wenig sagen Sie über die CRM-Fähigkeiten von pixi*. Ist pixi* auch geeignet um Marketingaktionen zu unterstützen?

CRM ist ja ein sehr weites Gebiet, das wir von zwei Seiten abdecken können: Einerseits bieten wir mit der Newsletter-Marketing Software eMill den Shopinhabern die Möglichkeit, Ihre Kunden gezielt und personalisiert anzusprechen. eMill wird nicht von uns entwickelt, wir übernehmen hier nur den Vertrieb und Support im deutschsprachigem Raum, aber zusammen mit pixi* erzielt diese Kombination bestmögliche Ergebnisse.
Auf der anderen Seite haben wir ein eigenes pixi* Modul, um eingehenden Kundenmails schneller und effektiver verarbeiten zu können: ein Email Response Management Tool. Hier läuft jegliche Kundenkommunikation ein, wird automatisch in Vorgänge zusammengefasst und direkt beim Kunden in der Datenbank hinterlegt. So haben auch verschiedene Mitarbeiter immer das Gesamtbild vor Auge und können schnell und treffend dem Kunden antworten.

pixi* verfügt über eigene Paymentschnittstellen, entfallen dadurch die Paymentschnittstellen, z.B. Saferpay im Onlinshop, oder können diese nach wie vor genutzt werden?

pixi* unterstützt Hand in Hand mit dem Online-Shop eine zweistufige Abwicklung von Kreditkartenzahlungen. Der Shop autorisiert die Summe der Bestellung, aber erst beim Versand wird der korrekte Rechnungsbetrag eingezogen. Man kann zwar auch den Betrag sofort im Shop einziehen, was aber rechtlich noch nicht eindeutig geklärt ist und zudem auch viel Nacharbeit mit sich bringt, etwa wenn es eine Teillieferung gibt oder einzelne Artikel nicht lieferbar sind. Dann muss man wieder manuell nacharbeiten.

Natürlich unterstützen wir auch alle anderen Zahlungsarten und automatisieren diese auch soweit möglich. Dazu gehört ein automatischer Abgleich der Vorkassezahlungen genauso wie eine Kontrolle der Nachnahmebeträge oder automatische Lastschrifteneinzug.

Wo wir gerade bei Schnittstellen sind, zu welchen Systemen besitzt pixi* Schnittstellen, sind diese standardisiert?

Schnittstellen sind das A und O jeder Warenwirtschaft, die sich E-Commerce auf die Fahne schreibt. Je nahtloser die Integration, desto mehr Prozesse lassen sich automatisieren. Wir besitzen Schnittstellen zu nahezu allen Shops, verschiedensten Versandlogistiker, allen großen Zahlungsanbietern, über zehn verschiedenen Banken für den Vorkasseabgleich, eBay, Afterbuy und viele mehr. Darüber hinaus haben wir einen auf BMECat und OpenTrans basierten Import von Bestellungen und Artikeldaten, damit kann man auch selbstentwickelte Shopsystem problemlos an pixi* anbinden.

Und unsere neueste Innovation: Wir haben vor einer Woche die erste Version unser pixi* API fertig gestellt. Damit hat man von außen über einen SOAP-Webservice Zugriff auf alle Daten und Funktionen von pixi*. Damit eröffnet sich ein weites Feld von Erweiterungen und neuen Modulen. Als erste Anwendung haben wir einen stark erweiterte „Mein-Konto“-Funktion für den Shop entwickelt, die über die API dem Kunden im Shop sehr komfortable Funktionen bietet: der Kunde kann selbst seine Adresse ändern, den Status des Bestellung im Detail verfolgen, eine Teillieferung auslösen, Artikel stornieren oder Bestellungen kombinieren. Damit gibt man nicht nur dem Kunden die volle Übersicht und Kontrolle über seine Bestellung, man spart sich auch selbst viel Zeit. Einer unserer Partner arbeitet gerade an einer Retouren-Abwicklung für den Shop, mit der der Kunde seine Retoure selbst initiieren kann und alle nötigen Daten hinterlegt. Dies vereinfacht die lästige Retourenbearbeitung extrem. Im Idealfall muss das Paket bei Ankunft nur noch gescannt und der Inhalt überprüft werden, und schon ist der Vorgang komplett abgeschlossen!

Ist pixi* auch geeignet für Händler, die noch einen stationären Handel haben? Das Problem dabei ist ja meist, dass über die Ladentheke verkauft und ein Artikel im Onlineshop dann nicht entsprechend verringert wird, so dass Fehlbestände entstehen können.

Wir bieten mit dem Kassenmodul die perfekt Lösung für solche Händler an. Shop und Laden sind immer auf demselben Stand. Sobald ein Kunde im Ladenlokal einen Artikel kauft, wird der Bestand im Shop berichtigt. Auf der anderen Seite kann man dem Kunden nicht nur den Laden an sich, sondern über einen Thekenverkauf auch das komplette Versandlager zur Verfügung stellen. Das geht auch mit verschiedenen Standorten – anders herum kann der Kunde sich vorher im Internet informieren, ob der gewünschte Artikel denn auch in seiner Filiale verfügbar ist.

Ich bin ein Freund von Controlling, vor allem im Onlinemarketing das Mittel zum aktiven Steuern von Aktionen, welche Controllingmöglichkeiten bietet pixi*?

Wir arbeiten an einem Modul für Kampagnenmanagement. So etwas lässt sich natürlich auch im Shop abbilden, aber da fehlen mir unter Umständen wichtige Daten: es geht ja nicht nur darum, über welche Kampagne am meisten verkauft wurde. Auch Retourenquoten, Wiederkaufquoten und Ausfälle sind wichtig, um erkennen zu können, welche Kampagne sich lohnt und welche nicht. Dieses Modul wird Ende des Jahres, spätestens Anfang 2007 fertig und erhältlich sein.

pixi* versendet automatisch nach Bestellstatus Mails an die Kunden. Ist das Bestandteil der Basisausstattung von pixi*?

Ja, das ist Standard. pixi* schickt automatisch eine Versandbestätigung an den Kunden, eine Vorkasseerinnerung, Verzögerungsmails und so weiter.

Wem das nicht reicht, der kann dies in eMill noch selbst erweitern. eMill kann über die pixi* API immer auf die aktuellen Daten in pixi* zugreifen. Ein Beispiel für Erweiterungen sind etwa eine Nachricht bei Geldeingang bei Vorkasse, Rücküberweisung von Gutschriften oder auch vollautomatische Geburtstagsemails.

Welche Vorraussetzungen sind notwendig, um pixi* einzuführen und zu betreiben?

pixi* macht erst ab einer Größenordnung von etwa 15-20 Paketen pro Tag Sinn. Ansonsten gibt es keinerlei Einschränkungen – mit pixi* wird so gut wie alles verschickt, vom Sportschuh übers Fahrrad bis hin zum edlen Wein und der frischen Salami.

Mit welchen Kosten muss ein Unternehmen rechnen, welches sich für eine Warenwirtschaft wie pixi* interessiert?

Unsere Einstiegsversion für einen Arbeitsplatz von pixi* kostet 3.200 Euro. Ein größerer Shop mit circa 250 Paketen pro Tag liegt bei ca. 10 – 15.000 Euro – jeweils inklusive Installation, Shopanbindung, Schulung und Einführung vor Ort. Die Investition lohnt: Unsere Kunden bestätigen uns immer wieder, dass sich die Investition in pixi* sehr schnell rentiert.

Welche Onlineshops haben pixi* im Einsatz?

Die Bandbreite reicht von ganz kleinen Shops bis zu richtig großen: www.fahrrad.de, Gourmondo.de, Planet Sports, Wiesn.de , Light11.de und viele mehr. Mehr Referenzen finden Sie auf unserer Homepage www.madgeniuses.net.

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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5 Kommentare

  1. Als ebenfalls Pixi Anwender kann ich das nur bestätigen, Pixi spart vor allem im Versand enorm Zeit, man hat wieder Luft, sich mit anderen Aktivitäten weiter neue Kunden zu binden/finden.
    An dieser Stelle ein Danke an Gregor für die für mich einzige und richtige Entscheidung, eine Versandhandelssoftware, die genau zu meinem Shop paßt.

  2. Wir nutzen ebenfalls Pixi und sind von dieser Software einfach nur angetan. Die perfekte Versandhandelssoftware!

  3. Auch wird sind pixi Nutzer und können nur Lob aussprechen. pixi übernimmt die täglichen Dinge des Versandhandels und wir haben Zeit uns um unsere Kunden zu kümmern. Die Investition loht sich auf jeden Fall!

  4. Naja für mich sieht pixi eher nach einer leichten Art und Weise die „IT-dummen“ Versandhandelshäuser um den Finger zu wickeln und geld abzuknüpfen. Was z.B. habe die Softwarekosten mit der Anzahl der täglich zu versendeten Pakete zu tun????

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