1. Seit wann gibt es die Fachzeitschrift Internethandel, und was war im Hause HSID die treibende Kraft, diese Publikation ins Leben zu rufen?

Internethandel erscheint seit Ende 2003. Wir wollten ein unabhängiges Informationsmedium für Onlinehändler und Hersteller schaffen, das sich kritisch mit den neuen, im Internet entstehenden Vertriebstrukturen auseinandersetzt. Dabei sehen wir uns nicht nur als Beobachter, sondern auch als Ratgeber und Vermittler.

2. Die Inhalte der Internethandel richten sich an E-Commerce-Unternehmen. welche Vorteile bringen die Informationen den Händlern?

Internethandel bereitet brisante Themen auf, die von anderen Medien nicht behandelt werden. Unsere thematischen Schwerpunkte orientieren sich am Geschäftsalltag mittelständischer Onlinehändler. Wir berichten über Probleme mit Herstellern, über Abmahnungen, geben Rechtstipps und führen regelmäßig Umfragen durch.

3. Sie scheinen einen guten Draht zu den Herstellern und Händlern zu haben, können Sie Synergien aus der Nähe zu guenstiger.de nutzen? Wenn ja, welcher Art sind diese?

Die HSID Verlagsgesellschaft publiziert sowohl den Online-Preisvergleich guenstiger.de als auch das Fachmagazin Internethandel. Das hat für uns viele Vorteile: Unsere Redaktion hat einen direkten Zugang zu einem riesigen Pool an Onlinehändlern und gute Kontakte zu vielen Herstellern. So bekommen wir die Themen, die die Branche bewegt, in der Regel schneller mit als andere. Das gilt zum Beispiel für Abmahnwellen oder Lieferprobleme aufgrund von Herstellersanktionen.

4. Was sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen in den kommenden 12 Monaten im E-Commerce?

Ich denke, diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern muss auf den jeweiligen Marktteilnehmer bezogen werden. Der großen Zahl an kleinen, unbekannten Onlinehändlern stellt sich die zentrale Frage, wie sie aus Schnäppchenjägern, die über die Preisportale zu ihrem Shop gelangen, Stammkunden machen können. Das ist sicherlich keine Herausforderung, die sich innerhalb von 12 Monaten bewältigen lässt und dann abgeschlossen ist. Auf Seiten der Hersteller sehe ich immer noch einige Vertreter, die es bislang nicht geschafft haben, ein intelligentes Vertriebsmodell zu entwickeln, das der Eigendynamik des Internets gerecht wird. Auch hier bleibt viel zu tun.

5. Welche Meinung haben Sie zur aktuellen Web 2.0 Diskussion, ist das alles nur ein Hype oder können E-Commerce-Anbieter nachhaltig nutzen daraus ziehen?

Was derzeit unter dem Begriff Web 2.0 firmiert, führt sicherlich nicht zu einer alles verändernden Revolution im Netz, wie es einige prophezeien. Vielmehr scheint mir, dass einige Tendenzen, die schon immer charakteristisch für das Internet waren, sich verstärken. Vernetzung und intensive Nutzereinbindung sind hier sicher die zentralen Begriffe. Davon können auch Onlinehändler profitieren – zum Beispiel indem Sie über ein eigenes Forum oder einen Blog versuchen, User, also potenzielle Kunden, an sich zu binden. Ein gutes Beispeil für einen so genannten Corporate Blog bietet der Elektronik-Versender cyberport.de mit seinem Cyberbloc.

6. Seit neuestem bietet die Internethandel ja auch einen eigenen Blog an. Ist dies ehr ein Coporate Blog um die Reichweite Ihrer Publikation zu steigern oder wollen Sie als aktives Blog gesehen werden?

Wir sehen uns als aktives Blog. Wobei wir inhaltlich natürlich viel aus unserer redaktionellen Arbeit für die Internethandel einfließen lassen. Und auch der eine oder andere Hinweis auf das Print-Magazin, das weiterhin den Schwerpunkt unserer Aktivitäten bildet, wird sich wohl finden.

7. Welche Informationsquellen nutzen Sie persönlich im Internet?

Wenig überraschend: google.de und spiegel.de für allgemeine Themen. Für internetspezifische Recherchen schaue ich regelmäßig auf excitingcommerce.com. Das wichtigste Recherche-Instrument bleibt aber das Telefon.

8. Was surfen sie zur Entspannung an?

„Post von Wagner“ auf bild.de. Und anschließend bildblog.de zur Kompensation.

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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