In Deutschland kostet Onlineshopping vergleichsweise wenig

Die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com hat sich mit den Preisen im Onlineshopping beschäftigt. Die Ergebnisse zeigen klar, dass Deutschland im internationalen Vergleich sehr günstige Preise anbietet. Das gilt sowohl für den tatsächlichen Kaufpreis als auch in Bezug auf die Kaufkraft der Menschen vor Ort. Vor allem im Bereich der Drogerieartikel und Pflegeprodukte gehört Deutschland zu den günstigsten Ländern überhaupt.

Deutschland ist zweitgünstigstes Online Shopping Land nach China

Als Grundlage für die Studie hat Pepper.com 240 Produkte aus 15 Kategorien bei Amazon ausgewählt und deren Preise auf elf der international bedeutendsten Märkte verglichen. Hierbei hat sich gezeigt, dass Käufer im deutschen E-Commerce durchschnittlich 59€ für ein Produkt ausgeben müssen, womit die Bundesrepublik weltweit auf Platz zwei der günstigsten Märkte für Onlinehandel liegt. Lediglich China ist noch günstiger. Hier müssen Verbraucher im Schnitt 51,41€ ausgeben, wenn sie eines der 240 untersuchten Produkte erstehen wollen. In anderen europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien werden hingegen jeweils mehr als 60€ fällig, wenn Kunden vor Ort eines dieser Produkte haben wollen.

Prinzipiell ist diese Herangehensweise ein guter Indikator dafür, welche Länder in Sachen Onlinehandel besonders günstig sind. Immerhin ist Amazon eine der wichtigsten Plattformen international, die eine Vielzahl an Produkten in nahezu allen Ländern der Welt anbietet. Allerdings wird auch Kritik an der Methode laut. So betonen Kritiker, dass Amazon bei Weitem nicht immer der günstigste Anbieter ist und Konsumenten somit viele andere Möglichkeiten haben, preiswert im Onlinehandel einzukaufen. Außerdem schwanken die Preise für bestimmte Produkte teilweise stark. Die Ergebnisse der Studie können somit immer nur Momentaufnahmen sein. Nicht zuletzt ist es fraglich, wie repräsentativ eine Auswahl von 240 Produkten angesichts des gigantischen Amazon-Sortiments ist.

Die Kaufkraft der Deutschen ist im internationalen Vergleich recht hoch

Nicht nur in Bezug auf die tatsächlichen Produktpreise, sondern auch unter Berücksichtigung der Kaufkraft der Konsumenten ist Deutschland ein ausgesprochen preiswertes Land in Sachen E-Commerce. Durchschnittlich verdient jeder Deutsche 3.426,24€ brutto. Das bedeutet, dass für die Anschaffung eines der in der Studie berücksichtigten 240 Produkte im Schnitt 1,72% des Gehalts ausgegeben werden müssen. Im Vergleich: In China (8,76%) und Japan (3,75%) geben Kunden verhältnismäßig deutlich mehr aus. In Indien werden für die Anschaffung eines solchen Produkts sogar 70,50% des Bruttoeinkommens fällig. Lediglich die USA (1,64%) sind im Vergleich preiswerter als Deutschland. Der Erfolg des deutschen Onlinehandels ist somit auf eine optimale Kombination aus günstigen Preisen und hoher Kaufkraft zurückzuführen.

Diese Produkte sind im deutschen E-Commerce besonders preiswert

Zum Zeitpunkt der Datenerhebung war Deutschland das Land, in dem für Produkte aus den Bereichen Drogerie, Körperpflege und Sportartikel am wenigsten ausgegeben werden musste. Ein Drogerieartikel kostet hierzulande durchschnittlich 23,91€. Großbritannien (25,57€) ist ähnlich preiswert wohingegen in Frankreich und den USA dieselben Artikel über 30€ kosten. Bei den Sportartikeln müssen deutsche Kunden 19,83€ zahlen, wohingegen in allen anderen Ländern die Produkte über 20€ kosten. Allerdings sind einige Produkte in Deutschland im internationalen Vergleich sehr teuer. Das gilt insbesondere für Modeschmuck, Computerhardware und Herrenmode. Für Modeschmuck werden in Deutschland zum Beispiel durchschnittlich 111,79€ fällig, wohingegen in Indien (77,35€) und den USA (46,31€) deutlich weniger bezahlt werden muss.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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