Hol das Maximum aus Deinen Rankings – 5 schnelle Tipps

Beispiel HTML eines Produkts mit und ohne Auszeichnung

Wer länger Suchmaschinenoptimierung für die eigene Seite betreibt, weiß: Ohne Links ist es sehr schwer bis fast unmöglich gute Positionen bei Google zu erreichen. Jüngste Entwicklungen warnen auch, dass übermäßiger Linkaufbau oder manipulative Versuche unnatürliche Verweise auf eigene Seite zu generieren, gegen die Richtlinien der Suchmaschine verstoßen und dafür hart bestraft werden können. Wer wegen unnatürlichem Linkaufbau auffällt, kann mit Ranking Herabstufung oder im schlimmsten Fall mit dem Ausschluß aus dem Google Index rechnen. 

Zum Glück sind nicht nur Links für ein gutes Ranking verantwortlich. Das Ziel von Google ist es den Nutzern ihrer Suchmaschine die besten Ergebnisse zu ihren Anfrage zu liefern. Um diese zu erkennen, lässt der Suchmaschinenriese mittlerweile viele verschiedene Qualitätsfaktoren in die Bewertung von Webseiten mit einfließen. Nach wie vor spielen Links eine gewichtige Rolle für ein gutes Ranking, jedoch helfen die nachfolgenden 5 Tipps dabei, mehr Besuchertraffic zu bekommen – ohne explizites Linkaufbau, sondern durch das Drehen an kleinen Optimierungs-Stellschrauben. 

Tipp 1:  Auffallen in den SERPs

Die Click-Through-Rate in den Suchergebnissen spielt eine größere Rolle und gehört zu den gewichtigen Ranking-Faktoren einer Webseite. Um die Anzahl der Klicks, auf die eigene Webseite in den Suchergebnisse zu erhöhen, muss sich diese von den anderen möglichst abheben. Mit Hilfe von strukturierten Daten, können neben Bewertungssternen und einem Bild des Autors (siehe Abbildung 1) auch Videos, Bilder und viele weitere Daten, die eigene Webseite hervorheben.

Abbildung 1: Verwendung von Markups auf der Webseite

Die Auszeichnung gestaltet sich relativ einfach. Auf der Webseite schema.org findet man die so genannten “Schemas”, womit die Daten auf der Webseite im Quelltext ausgezeichnet werden können.

Mit dem Google Structured Data Test, kann überprüft werden, ob sämtliche Markierungen richtig verwendet werden und Google diese auch einwandfrei lesen kann.

Abbildung 2: Beispiel HTML eines Produkts mit und ohne Auszeichnung

Sind die Auszeichnungen korrekt durchgeführt, erscheinen nach einiger Zeit die Elemente in den Suchergebnissen und heben sich von anderen ab und steigern somit die Aufmerksamkeit des Suchenden. 

2) Dem Nutzer zeigen, was ihn erwartet

Eine weitere Möglichkeit die Klickrate auf das eigene Suchergebnis zu erhöhen, ist die Optimierung des Title-Tags und der Meta-Description. Wie in Abbildung 2 zu sehen ist, erscheint das Title-Tag als Titel des Suchergebnisses und die Meta-Description als Beschreibung.

Der Titel und die Beschreibung sollten den Suchenden dazu anregen auf dieses Ergebnis zu klicken. Hier können beispielsweise auch vertrauenserweckende Fakten, wie zum Beispiel die Anzahl der Kunden, genannt werden.

Des Weiteren gilt es zu beachten, dass die Texte nicht zu lang sind, da sie sonst am Ende abgeschnitten werden. Das gesamte Suchergebnis hat eine Breite von ca. 500 Pixeln. Man kann also nicht genau sagen, wie viele Zeichen man verwenden darf. Mit diesem Tool, lässt sich eine automatisch Vorschau des Suchergebnisses anzeigen.

Abbildung 3: Beispiel Suchergebnis bei Google

Falsche Versprechungen sind in der Beschreibung natürlich Fehl am Platz. Ein enttäuschter Besucher, verlässt die Seite sehr schnell wieder, was wiederum ein klares Negativ-Zeichen für Google ist.

3) Geringe Ladezeiten machen Lust auf mehr

Um die Verweildauer und die Anzahl der aufgerufenen Seiten auf der Webseite zu erhöhen, kann es sich lohnen die Ladezeiten zu minimieren. Unterbewusst nimmt jeder Internetnutzer die Wartezeit, bis eine Webseite fertig geladen ist, wahr. Ist sie zu lang, verschwindet die Bereitschaft, sich weiter durch alle Unterseiten zu klicken.

Google stellt mit PageSpeed Insights ein kostenloses Tool zur Verfügung, das Tipps zur Ladezeit-Optimierung gibt. Wer mehr möchte, sollte sich das kostenlose Browser Plug-in von Google holen. Es zeigt nicht nur Vorschläge zur Verbesserung an, sondern liefert direkt optimierte Dateien, die dann heruntergeladen und auf den Webspace hochgeladen werden können.

Abbildung 4: Beispielergebnis bei PageSpeed Insights von Google

4) Auch auf dem Smartphone gut aussehen

Ein beachtlicher Teil der Google Suchanfragen werden mittlerweile von einem mobilen Endgerät abgesendet. Webseiten, die sich auch vom Smartphone oder Tablet aus gut bedienen lassen, erscheinen bei diesen Suchanfragen weiter oben.

Ob man dabei auf ein so genanntes Responsive Design setzt oder die Besucher auf eine mobile Version der Webseite weiterleitet spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass die Seite vom jeweiligen Gerät gut bedient werden kann. Mit diesem Tool, kann das Aussehen der eigenen Internetseite, von allen mobilen Endgeräten, getestet werden.

Abbildung 5: Responsive Design vs. Mobile Webseite (Quelle: Search Engine Land)

5) Nutzerfluss Bremsen lösen

Klickt sich der Nutzer durch verschiedene Unterseiten einer Webseite spricht man vom Nutzerfluss. Kommt ein Besucher auf eine Seite und findet dort nicht das, wonach er gesucht hat, verlässt er diese mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder.

Google Analytics bietet unter “Zielgruppe” > “Nutzerfluss” die Möglichkeit sich das Verhalten der Besucher anzeigen zu lassen. Wie im Beispiel (siehe Abbildung 5) zu erkennen ist, verlassen knapp 50% der Besucher die Webseite bereits nach dem ersten Seitenaufruf.

Die Gründe dafür können verschieden sein. Zum Beispiel könnte der Benutzer die Seite verlassen, weil er nicht das findet, wonach er gesucht hat. Eine Erweiterung des Inhalts könnte dann die Lösung sein. 

Eine andere Möglichkeit für das schnelle Verlassen könnte genau das Gegenteil sein. Die Frage des Besuchers wurde bereits beantwortet. Die Erweiterung durch themennahe Inhalte, die den Besucher ebenfalls interessieren könnten, kann den Besucher dazu bringen weiter auf der Webseite zu bleiben.

Abbildung 6: Screenshot Nutzerfluss Google Analytics

Webseiten für den Nutzer und nicht für Google

Mit den 5 schnellen Tipps, lassen sich einige Qualitätsfaktoren, die Google in seine Webseiten-Bewertung einbezieht, optimieren. Es gibt allerdings viele weitere Bestandteile, die beim Ranking eine Rolle spielen.

Achten Sie beim Erstellen und Betreiben von Webseiten immer darauf, dass sie für den Nutzer gemacht sind. Glückliche Besucher verweilen lange auf Ihrer Webseite, rufen viele Unterseiten auf und empfehlen sie gerne weiter. Google erkennt das und wird es mit guten Positionen in den Suchergebnissen honorieren.

Gastbeitrag: Christoph Paterok von OnPage.org

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