DHL und Hermes wurden vielleicht gehackt

In der vergangenen Woche kam es zu massiven Störungen bei DHL und Hermes. Händler und Kunden hatten am Mittwoch keinen Zugriff auf die Services der Unternehmen. Am Freitag wiederholten sich die Probleme bei DHL. Inzwischen ist die Rede davon, dass es sich um einen Hacker-Angriff auf die Websites der Unternehmen gehandelt haben könnte. Aktuell werden die Daten aber noch ausgewertet.

Diese Probleme traten bei DHL und Hermes auf

Die Probleme begannen gegen 9:00 Uhr morgens am vergangenen Mittwoch. Die Websites der beiden Unternehmen waren nur schwer bis gar nicht zu erreichen. Entsprechend standen die Services für Händler und Kunden nicht zur Verfügung. Unter anderem waren das Geschäftskundenportal und die APIs nicht erreichbar. Das bedeutete zum Beispiel, dass keine Versandlabels ausgedruckt werden konnten. Außerdem war die Sendungsverfolgung betroffen. Allerdings haben beide Unternehmen zeitnah betont, dass der Paketversand nicht von den Problemen betroffen sei. Bei der DHL wiederholten sich die Schwierigkeiten am vergangenen Freitag. Auch hier waren die Website und die Services ab etwa 6:00 nicht mehr erreichbar. Bei Hermes scheint es hingegen nicht noch einmal zu Komplikationen gekommen zu sein.

Mögliche Ursachen für die Störungen

Aktuell wird noch untersucht, was die Gründe für die Probleme bei DHL und Hermes gewesen sein können. Unter anderem besteht die Möglichkeit, dass großflächige Probleme mit dem Internet Auswirkungen auf die beiden Unternehmen gehabt haben. Verschiedene Quellen sprechen aber auch davon, dass möglicherweise ein Hacker-Angriff auf die Websites von DHL und Hermes stattgefunden haben könnte. So ist unter anderem von einer DDoS-Attacke die Rede, die die Hackergruppe XMR Squad durchgeführt haben könnte, was diese aber auf Twitter abstreitet. Hierbei spielt ein Geldbetrag eine Rolle, den die Unternehmen angeblich nicht gezahlt haben. DHL und Hermes halten sich bezüglich der Ursache der Komplikationen bedeckt. Beide Unternehmen weisen darauf hin, dass die Untersuchungen noch liefen, dass aber alle Systeme wieder einwandfrei funktionierten.

https://twitter.com/xmr_squad/status/855886531462139904

Für Onlinehändler ist es wichtig, verschiedene Versandwege zu nutzen

Auch wenn der Paketversand in diesem Fall nicht von den Störungen betroffen zu sein scheint, zeigt dieser Fall doch die Wichtigkeit für Onlinehändler, in Sachen Versand breit aufgestellt zu sein. Wer sich auf einen einzigen Versandhändler verlässt, ist selbst stark betroffen, wenn es bei diesem zu Schwierigkeiten kommt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, verschiedene Versandstrategien in das Unternehmenskonzept einzubauen, um bei eventuellen Schwierigkeiten ausweichen zu können. Große Player wie Amazon versuchen sogar, sich komplett von Versandanbietern unabhängig zu machen und eine eigene Versandflotte aufzubauen. Durch diese Strategie hätte der Onlineriese alle Fäden selbst in der Hand und müsste sich auf niemanden verlassen. Für KMU wird diese Strategie hingegen nicht umsetzbar sein. Für sie ist es daher wichtig, mit einer Vielzahl an Anbietern sinnvoll und professionell zusammenzuarbeiten, um bei Störungen zeitnah reagieren zu können.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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