„Viel Lärm um wenig“ – so schlagzeilt die heute-Redaktion des ZDF in einem Bericht über Google.

Mehr als die Hälfte aller Google-Dienste floppen. Vieles wird mit großem Bohei angekündigt und auf dem Markt geworfen, aber nur wenig wird wirklich übernommen.

Eigentlich ist es ja nichts Neues, dass Google den User als Beta-Tester einsetzt – es hat ja auf jeden Fall was für sich.

Ansonsten listet der Bericht die schönsten Flops auf, bietet nicht viel Neues, schön ist aber der letzte Absatz:

„Das klingt nach Schönfärben der Tatsache, dass Google derzeit nur im Suchbereich erfolgreich ist. In fast allen anderen Marktsegmenten liegt der Suchmaschinenprimus weit abgeschlagen hinter den jeweiligen Marktführern zurück. Deshalb darf es kaum verwundern, dass Google derzeit zu 99 Prozent von Werbung „lebt“.“

Die Liste der von heute gefundenen Google-Flops gibt’s nach dem klick auf…

Google-Produkte, die gefloppt sind (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Google Talk
  • Google Finance
  • Google Mail
  • Orkut

Angeblich liegt das Scheitern darin, dass Google seinen „Kindern“ nicht wirklich viel Unterstützung angedeihen lässt. Werbung findet auf Google eben nicht statt.

Bei Google-Mail fällt mir ein: ich habe noch massenhaft Einladungen zu verteilen. Braucht noch wer? Dann bitte Mail an mich

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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8 Kommentare

  1. ich finde googlemail super, gibt es irgendwo einen vergleichbaren dienst? und die integration von kalender ist auch in ordnung. positiv finde ich auch google analytics.

    man muss ja nicht immer alles schlecht reden.

  2. Ich denke, wir haben noch lange nicht alles gesehen. Google steuert langsam eher auf ein Komplettpaket zu. Maps ist integriert in Calendar ist integriert in Gmail ist integriert in GTalk ist integriert in Docs&Spreadsheets (oder wird noch). Hab mich damals bei Gmail angemeldet und seitdem nutze ich allmählich steigernd immer mehr und mehr Google Produkte… Analytics, Adsense, Desktop Search, (hin und wieder) Picasa, Google Earth, Groups, und die gerade genannten, usw… Einzeln sind die Komponenten vielleicht nicht immer die Überflieger bzw. Marktführer, aber je weiter sie untereinander verschmolzen werden, umso nützlicher (und genutzter) werden sie.

  3. 50%? Das ist doch ein guter Wert!
    80% aller neuen Lebensmittel schaffen es nicht. Google hat darum so viel Erfolg, gerade weil sie neue Dinge probieren. Das die nicht immer ein Kracher sind ist doch klar.

  4. Google Mail sehe ich eher als Erfolg. Grundproblem war, dass Google alles selber machen wollte und nur im kleinen Maße Firmen gekauft hat. Anhand des YouTube-Deals kann man da aber eine Lernkurve erkennen..

  5. Ich bin ja auch begeisterter GMail-Nutzer – keine Frage. Bloß hat das ZDF ja die Marktdurchdringung als Parameter gewertet. Gmail ist (oder war) durch die Einladungsgeschichte ja sehr elitär.

  6. Ich schließe mich ebenfalls meinen Vorrednern an. Ich nutze auch sämtliche Produkte von Goo.. Mail, Spreadsheet, Analytics, Calendar..und denke je mehr diese Dinge integriert werden desto höher wird der Nutzen bzw. der Vorteil gegenüber den anderen Anbietern. Und erstaunlich ist es allemal, da sie alle zwei Wochen ein neues „tolles“ Produkt rausbringen…Wann und wie machen die das eigentlich??

  7. Also ich sehe Gmail auch definitiv als Erfolg.
    Wenn auch vielleicht nicht in Deutschland, weil man sich hierzulande immer noch nur ueber eine Einladung anmelden kann.

    Und zu sagen, dass sie Nutzer zu Beta-Testern „missbrauchen“, finde ich dreht die Sache auf die falsche Seite.
    Google ist was die Neugestaltung/Ausrichtung der Dienste auf den Nutzer angeht sehr „responsive“.
    Ich sehe das eher als Vorteil. Denn anstatt einfach hinzunehmen, was die Unternehmen einem anbieten, kann man ein Produkt durch ehrliches Feedback mitgestalten.

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