Google als Timeline in Jahren

Google ist in Deutschland die mit großem Abstand am häufigsten verwendete Suchmaschine; über 90% aller Suchanfragen laufen über Google. Zahlreiche Services, wie etwa Gmail oder der Google Calendar gehören darüber hinaus zum Alltag für Nutzer und sind aus dem Online-Leben nicht mehr wegzudenken. Mit Blogger und Youtube gelangen dem Konzern darüber hinaus wichtige Übernahmen.

Auch in den USA ist die Suchmaschine Spitzenreiter. Hier ist die Konkurrenz aber etwas stärker, sodass nur knapp über 60% der Suchanfragen über Google realisiert werden. Der Branchenriese blickt also auf eine beachtliche Entwicklung zurück, hat aber selbst einmal klein angefangen.1995 – Die Idee einer Suchmaschine ist noch nicht geboren, aber die beiden Hauptakteure und späteren Gründer, Larry Page und Sergey Brin, lernen sich im US-amerikanischen Stanford kennen. Larry hat mit 22 Jahren sein Grundstudium an der Hochschule in Michigan abgeschlossen. Sergey ist gerade einmal 21 Jahre alt und zeigt seinem Mitstudenten den Campus in Stanford. Beide werden später eines der weltweit bedeutendsten Internetunternehmen gründen.

Die 90er Google-Jahre

1996 – Larry Page und Sergey Brin arbeiten an der Stanford University gemeinsam an einer Suchmaschine – „BackRub“. Der Web Crawler kann als ein Vorläufer von Google betrachtet werden, hat aber nur einen geringen Funktionsumfang. Da der Hochschule aber nur eine begrenzte Bandbreite zur Verfügung stand, wurde die Suchmaschine nur ein Jahr lang auf den Servern der Hochschule betrieben. Noch immer kann man das damalige Webprojekt aber online finden; es wurde als Zeitzeugnis erhalten.

1997 – Die beiden Informatikdoktoranden arbeiten weiter an BackRub und geben ihrem Projekt einen neuen Namen. Da beide das Ziel haben, möglichst viele Informationen im Internet zu registrieren und zu durchsuchen, fällt die Wahl auf „Google“, was in der mathematischen Fachsprache für eine Eins mit 100 Nullen steht. Dieser Name zeigt den Anspruch, eine allumfassende Suche aufzubauen und da Google in den Folgejahren immer weiter wächst, kommen die Gründer ihrem Ziel auch sehr nahe.

1998 – Im eigentlichen Gründungsjahr des Unternehmens hat Google gleich mehrere Fortschritte gemacht. Das Start-up wurde von Andy Bechtolsheim – einem Mitbegründer des Software-Riesen Sun – mit 100.000 Dollar unterstützt. Diese finanzielle Hilfe trägt dazu bei, dass sich Google schnell entwickeln konnte. Offiziell gegründet wird Google Inc. am 4. September 1998 und wird bald darauf für seine guten Suchergebnisse im berühmte PC Magazine gelobt. Dies steigert die Popularität der jungen Firma enorm.

1999 – Google wächst und bezieht sein erstes offizielles Büro. Vorher arbeiteten die Informatiker in einer Garage, der sie nun aber bald entwachsen waren. Im Februar des Jahres zählt das Unternehmen acht Mitarbeiter, im November sind es bereits 40. Mit der Zahl der indexierten Seiten steigt also auch die Zahl der Angestellten, sodass aus der kleinen Garagenfirma schnell ein Konzern wird.

Die 2000er Google-Jahre

2000 – Der Konzern wird auch international aktiv und bietet seinen Dienst in anderen Sprachen an, u.a. Dänisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Zudem, entsteht eine Kooperation mit Yahoo! – die Suchergebnisse des Informationsportals werden also zukünftig von Googles Suchalgorithmus bereitgestellt. Einer der heute bekanntesten Dienste geht ebenfalls 2000 an den Start: Google AdWords. Kunden haben hier die Möglichkeit, zu den Suchanfragen passende Anzeigen zu schalten und diese automatisiert darbieten zu lassen. Parallel wird die Toolbar eingeführt, mit der Nutzer im oberen teil des Browsers ein kleines Google-Suchfenster erhalten und daher nach Begriffen recherchieren können, ohne die Google-Startseite aufrufen zu müssen. Der Bedienkomfort steigert die Nutzerzahlen schnell.

2011 – Im Februar werden die Google Groups – eine Sammlung von Artikeln und ein Usenet-Webinterface – hinzugefügt. Diese Diskussionsgruppen können per Mail, über einen RSS-Feed oder mithilfe der implementierten Onlineschnittstelle genutzt werden. Der Dienst gehörte zuvor zu Deja.com, einem Archiv für Diskussionsforen. Im Juli wird zudem die Google Bildersuche online geschaltet. Nutzer haben so die Möglichkeit, nicht nur Webpages, sondern ganz gezielt Bilder zu finden. Statt einer schriftlichen Ergebnisliste werden die Bilder je nach Relevanz angezeigt und sortiert. Fotos können dabei nach Größe oder anderen Kriterien gefiltert werden.

2002 – Im Februar bietet Google Unternehmen die Möglichkeit, firmeninterne Dokumente mit einem ähnlichen Algorithmus zu durchsuchen, wie ihn Google für seinen Webcrawler nutzt. Diese Option wurde unter dem Namen Google Search Appliance herausgebracht und ähnelte einer kleinen gelben Box. Zugleich war diese Innovation die erste Hardware der Google Inc. Ebenso wurde der Anzeigendienst AdWords überarbeitet, sodass Kunden nur noch für tatsächlich erfolgte Klicks auf ihre Anzeigen zahlen mussten (Cost per Click). Dieses Konzept gibt es noch heute. Im Mai 2002 wird eine Kooperation mit AOL geschlossen, um die Anzeigen und Suchfunktionen von Google auch für AOL-Kunden nutzbar zu machen. Im September startet Google News, eine Nachrichtensammlung, die Schlagzeiten verschiedener News-Quellen zusammenfasst und so einen Überblick über aktuelle Ereignisse liefert. Selbst Produkte und Angebote können nun mit der Suchmaschine gefunden werden, denn im Dezember können Nutzer den zugehörigen Dienst Froogle verwenden. Dieser liefert Suchergebnisse zu aktuellen Schnäppchen und Rabatten.

2003 – Google hat auch die Sprache verändert, denn anstatt etwas zu suchen, spricht man oft von „googlen“, wenn man Informationen im Web recherchiert. Die American Dialect Society gab der Bezeichnung „to google“ daher den Titel des nützlichsten Wortes im Jahr 2003. Im Februar erfolgte eine weitere Übernahme – der Dienst Blogger, eine Plattform für private und Firmenblogs – wurde Teil der Google-Familie. Passend gehört nun AdSense zum Angebot. Webseitenbetreiber und Blogger können dadurch Anzeigen auf Ihren Pages schalten und so Einnahmen generieren. Viele Blogger machen heute davon Gebrauch, aber auch Foren und zahlreiche andere Websites. Zudem können selbst gemeinnützige Organisationen mit kostenlosen Anzeigen und Kampagnen auf sich aufmerksam machen. Die Grundlage dafür ist Google Garants – eine Abwandlung von AdWords. Im Dezember 2003 veröffentlicht Google Auszüge aus Printmedien. Dies ist der Vorläufer des späteren Dienstes Google Books, bei dem nicht mehr nur Auszüge, sondern ganze Bücher oder Kapitel online einsehbar sind.

2004 – Im Januar stellt der Konzern ein neues Tool vor – Google Orkut. Hierbei handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das noch heute populär ist, gerade in Asien. Zugleich ist das Projekt Vorläufer des späteren Google+. Am 19. August geht Google an die Börse und feiert diesen Tag an der New Yorker Wall Street. Da das mobile Internet noch nicht verbreitet ist, können Nutzer Google-Anfragen per SMS senden und somit via Kurznachricht nach Online-Themen recherchieren. Zudem wird das, was bisher Unternehmen mit firmeninternen Dokumenten vorbehalten war, nun auch für Privatnutzer möglich, denn Google implementiert die Destop-Suche, mit der Nutzer ihren PC mithilfe der Google-Algorithmen durchsuchen können. Sogar der Zugriff auf Wissenschaftsdatenbanken gehört nun zum Portfolio – mit Google Scholar. Zeitschriftenartikel, wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen von Universitäten werden dadurch gezielt durchsuchbar. Im Dezember wird dann der Vorläufer von Google Books weiter ausgebaut

2005 – Im Februar 2005 geht ein besonders beliebter Google Dienst online – Google Maps. Hier haben Nutzer die Möglichkeit, sich Adressen in einer Karte anzeigen zu lassen, die später alternativ durch Satellitenaufnahmen dargestellt werden kann. Auch lokale Firmen können gesucht werden und sogar Routenberechnungen sind möglich. Zudem kann code.google.com nun genutzt werden. Diese Anwendung stellt Hilfen für Softwareentwickler zur Verfügung, etwa Programmschnittstellen für Youtube oder Google Maps. Damit können beispielsweise Karten einfach in die eigene Website integriert werden. Ebenso wird ein wesentlicher Grundstein für Google Analytics gesetzte, denn der Konzern übernimmt Urchin, eine Firma, die sich mit Webanalysen beschäftigt. Mit dem Tool „Mein Suchervlauf“ können Nutzer ab April 2005 Suchergebnisse und Webseiten einsehen, die sie bereits besucht haben. Die früheren Anfragen werden dazu gespeichert. Mit dem Webseiten-Targeting können AdWords-Kunden nun beispielsweise auswählen, auf welchen Pages ihre Anzeigen dargestellt werden sollen. Ab Mai 2005 wird die Google Startseite für jeden individuell verzierbar, sodass eigene Module hinzugefügt werden können. Nutzer können also aus vorgegebenen Designs wählen oder selbst kreativ werden und ihre Startseite gestalten. Der Dienst erhält den Namen iGoogle. Da sich das mobile Internet zunehmend verbreitet, wird im Juni die Websuche für Handys möglich. Auch Google Earth ist nun Teil des Angebots. Mit diesem Dienst können sich Nutzer Gebäude und Landschaften dreidimensional anzeigen lassen. Im August 2005 entsteht mit Google Talk die Möglichkeit, ohne Telefon, sondern nur über Mikrofon und Lautsprecher des PCs zu telefonieren und zu chatten. Mit einer speziellen Blogsuche ist zudem das Recherchieren von Themen in Blogs möglich. Im November 2005 wird Google Analytics dann veröffentlicht und erlaubt es Webseitenbetreibern, Besucherzahlen und viele andere Daten zur Werbewirksamkeit einer Seite auszuwerten. Analytics wird damit zur Basis eine effektiven Suchmaschinenmarketings und der Verbesserung der eigenen Platzierung in der Ergebnisliste.

2006 – Im Februar wird Google Talk weiterentwickelt und in den Maildienst des Konzerns integriert, sodass nun Mailnutzer miteinander chatten können. Zudem wird eine wesentliche Grundlage für das spätere Google Docs geschaffen, denn der Webcrawler übernimmt Writely, eine Software zur Online-Textverarbeitung. Diese ermöglicht es, Texte nicht erst auf den PC herunterladen zu müssen, sondern direkt im Web zu verändern. Mit Google Finanzen können zudem News aus der Finanzwelt schneller und effektiver gefunden werden. Im April geht ebenso Google Calendar – ein Terminverwaltungsprogramm – online. Nutzer können hier Termine und Pläne eintragen, sich erinnern lassen und den Kalender mit anderen synchronisieren. Mit Google Trends kann ab Mai 2006 nachvollzogen werden, welche Suchanfragen besonders beliebt sind und wie sich diese Häufigkeiten in den Anfragen über die Zeit ändern, wann welche Themen besonders nachgefragt werden und wann diese Trends wieder abebben. Firmen können ab August Google Apps nutzen und damit verschiedene Anwendungen, die für Unternehmen zusammengestellt wurden. Dazu gehört beispielsweise ein Kalender für Firmen mit speziellen Business-Funktionen. Google News wird zudem ausgebaut und bietet nun auch historische Artikel, die bis zu 200 Jahre alt sind. Im Oktober 2006 übernimmt der Konzern die Plattform Youtube und damit eines der bedeutendsten Videoportale weltweit. Google Docs, eine Anwendung die es erlaubt, Dokumente online zu bearbeiten, wird im Oktober gestartet und auch das nächste Projekt – Google Sites – steht in den Startlöchern. Dafür wurde JotSpot übernommen, eine offene Wiki-Struktur, in der Nutzer Seiten anlegen und gemeinsam verwalten können. Im November wird die Patentsuche in den USA eingeführt, die eine Recherche bis in das Jahr 1970 zurück erlaubt.

2007 – Ab Februar 2007 steht der Dienst Google Mail für alle frei zur Verfügung, die vorherige Notwendigkeit einer Einladung entfällt. Damit bietet Google ein eigenes Free-Mailprogramm, das sich durch seine Übersichtlichkeit und einfache Handhabung auszeichnet. Auch Cloud Computing, also die Ablage von Daten auf einem virtuellen Speicher, wird mit Google Apps for Business nun möglich. Dokumente können in der Cloud bearbeitet und von mehreren Personen zeitgleich verwendet werden. Auch die Unabhängigkeit von einem PC ist damit gegeben, denn die Cloud ist überall abrufbar. Ab Mai können „Hot Trends“, also sehr beliebte Suchanfragen eingesehen werden. Presently, ein Tool für Präsentationen, wird im September zu Googl Docs hinzugefügt und Open Social stellt Programmschnittstellen für Soziale Netzwerke bereit, etwa um Daten aus Google Maps in die Netzwerke und Postings einzubinden. Im November wird dann das heute weit verbreitete Betriebssystem für mobile Endgeräte – Android – der Welt präsentiert.

2008 – Im Februar 2008 geht Google Sites online; mit diesem Service können Nutzer Webseiten mit Dokumenten, Kalendern und Videos für gemeinsames Arbeiten erstellen; Hintergrund ist eine Wiki-Struktur. Im März übernimmt Google den Online-Werbedienst DoubleClick und im April ergänzt Street View den Dienst Google Earth um Detailansichten von Straßen und Gebäuden. Bekanntheit erlangt Street View vor allem durch die mit Kameras ausgestatteten Autos, die durch Städte fahren und die benötigten Aufnahmen erstellen. Ein eigenständiges Optimierungstool für Webseiten entsteht, mit dem Anwender testen können, welche Inhalte und welche Gestaltungsformen einer Webseite etwa zu den meisten Verkäufen führen würden. Parallel haben viele Künstler daran mitgearbeitet, neue Designs für iGoogle zu erstellen, sodass Nutzer noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten haben. Im Mai startet Google Gesundheit; hier können Nutzer medizinische Daten sicher verwalten und online speichern. Ab Juni 2008 enthält Google Finance auch Aktienkurse in Echtzeit und ab August hilft Google Nutzern, die sich gern einmal vertippen, denn Google Suggest unterstützt Suchende bei der Formulierung von Suchanfragen, damit auch das, was wirklich gemeint ist, gefunden wird. Am 2. September erscheint Google Chrome, ein eigener Browser des Konzerns, der wegen seiner Schnelligkeit und Übersichtlichkeit geschätzt wird. Mit dem G1 von T-Mobile wird das erste Handy verkauft, welches das Android-Betriebssystem nutzt – ein großer Fortschritt für den Konzern. Für das iPhone wird nun eine spezielle Version von Google Earth erhältlich, die eine optimierte Darstellung der Karten garantiert. Die Ansichten sind dabei um Fotos, Wikipedia-Artikel und Ortsangaben erweitert. Das Such-Wiki ermöglicht das Kommentieren von Suchergebnissen oder Verändern der Trefferliste bei einer Online-Recherche.

2009 – Google Ocean wird in Google Earth integriert und erlaubt nun Ansichten des Meeresgrundes sowie bekannter Lagerstätten, etwa von Bodenschätzen. Am März wurde erstmals interessenbezogene Werbung auf Youtube eingeblendet, die genau auf die Anfragen von Nutzern abgestimmt werden konnte. So sehen Besucher der Plattform vor allen die Anzeigen, die sie auch interessieren könnten, was den Werbeerfolg erhöht. Mit Google Ventures entsteht ein Fonds für neue Technologiefimen, der dazu beitragen soll, Innovationen zu unterstützen. Im Juni steht Nutzern ein neues Dashboard für Google Places zur Verfügung. Hier erfahren Firmeninhaber beispielsweise, welche Suchanfragen einen Besucher der Homepage zu dieser geführt haben. Mit dem Google Translator Toolkit können Texte schnell und effektiv übersetzt werden können; das System merkt sich Korrekturen und beachtet diese bei zukünftigen Übersetzungen. Im Juli 2009 wird Google Chrome mobil, mit einer Version für Netbooks, die auf einem Open Source System basiert. Im August übernimmt Google eine Firma, die Technik zur Videokomprimierung herstellt (On2 Technologies). Ein neues Partnerprogramm für Youtube gibt Nutzern die Möglichkeit, erfolgreiche Videos mit Werbung auszustatten und so Einnahmen damit zu generieren. Im September erfolgt zudem eine weitere Übernahme: reCAPTCHA, eine Firma, die sich auf das Auslesen eingescannter Texte und Bilder spezialisiert hat, wird Teil der Google-Familie. Diese Technologie wird später bei Google Books angewendet. Ab Oktober gehören auch Twitter-Updates zu den Suchergebnissen und die soziale Suche ermöglicht das Finden von Neuigkeiten aus den sozialen Netzwerken. Musikfans erhalten die Chance, mit einem Textauszug oder dem Titel eines Songs auch weitere Informationen, etwa zum Interpreten oder gleich das passende Musikvideo, zu finden. Im Dezember bekommt Google ein neues Gesicht; die Startseite wurde überarbeitet, sieht nun schlichter aus und weitere Links werden erst bei Bewegen der Maus angezeigt. Ab Dezember garantiert die Echtzeitsuche, dass auch aktuelle Einträge bei Twitter neue Blog-EInträge gefunden werde können. Zum Jahresende erhalten Youtube-Fans zum ersten Mal eine Liste der meistgesehensten Videos.

2010 – Im Januar kommt das Nexus One auf den Markt, ein Smartphone mit Android-Betriebssystem; im neu eröffneten Google Webstore können Kunden dieses und andere Mobiltelefone erwerben. Google Docs erlaubt nun das Hochladen beliebiger Dateiformate und ab Februar können Nutzer auf Youtube einen gesicherten Modus verwenden, etwa um einen Kinderschutz einzurichten oder unerwünschte Videos zu sperren. Im März übernimmt Google Picnik, eine Anwendung, mit der Bilder online – in einer Cloud – bearbeitet werden können. Die Technologie wird dann für Google Docs übernommen. Nutzer können Webinhalte kennzeichnen, um diese später leichter zu finden und der Apps Marketplace erlaubt das Bereitstellen und Verwalten von Apps für Geschäftsanwendungen. Um potentielle Follower bei Twitter auf sich aufmerksam zu machen, hilft der Follow Finder, mögliche Interessenten zu identifizieren und das Branchencenter (Google Places) wird um die Anzeige von Einzugsgebieten erweitert. Im Mai präsentiert der Konzern Google TV; der Service basiert auf Chrome und erlaubt eine besonders einfache Navigation der Kanäle sowie das Einbinden von Websites und Apps in die Fernsehsendungen. Im Juni wird ein neues Indexierungssystem verwendet, was um 50 % aktuellere Ergebnisse liefert und im Juli wird das Unternehmen ITA von Google übernommen; dieses stellt Flugliniendaten zur Verfügung und bietet Softwarelösungen zur Organisation von Abflugzeiten und Preisen von Flügen an. Auch Metaweb, eine Firma, die offene Datenbanken betreibt, wird übernommen, ebenso wie Slide, ein Unternehmen, dass Software für soziale Netzwerke und die netzwerküberschreitende Kommunikation bereitstellt. Ab September zeigt die Suche mit Google Instant schon während der Eingabe Suchergebnisse zu den bisher getippten Worten an. So gelangen Nutzer schneller an Informationen. Im Oktober testet Google selbstfahrende Autos; die Technologie nutzt verschiedenen Sensoren zum Lenken; aus rechtlichen Gründen muss aber immer noch ein menschlicher Fahrer anwesend sein. Am November zeigt die Vorschau schon vor dem ersten Klick einen Auszug aus den gefundenen Treffern und Modebewusste können mit Boutiques.com eigene Online-Shops eröffnen oder in den Boutiquen von Designern und Stars Passendes finden. Im Dezember kommt der Nachfolger von Andriod auf den Markt – Gingerbread.

2011 – Im Januar wird Larry Page, einer der Gründer von Google, CEO und übernimmt daher wieder zentrale Leitungsaufgaben. Auch die soziale Suche wird ausgebaut, so werden etwa Postings von Kontakten in die Suche einbezogen und nach Relevanz geordnet. Im März geht die +1-Schaltfläche an den Start. Nutzer können unerwünschte Domains auch blocken und am April kann Gmail mithilfe von Gmail Motion per Körperbewegungen gesteuert werden. Mit dem Google Map Maker können Karten mit privaten Einträgen ergänzt werden und mit einem kostenlosen Telefonsuppoert erhalten AdWords-Kunden Hilfe bei Problemen. Im Mai wird Google Wallet vorgestellt – damit können Smartphones zum Bezahlen verwendet werden. Ab Juni ist die Schaltfläche +1 bei allen Websites zu finden, sodass jeder Webinhalt auf Google+ gepostet und kommentiert sowie mit Kontakten geteilt werden kann. Auch Spiele sind nun für das soziale Netzwerk verfügbar, sodass neben dem Chatten und Teilen von Informationen auch Spielerisches auf Google+ Platz findet. Zudem wird Admeld Teil der Google-Familie. Das Unternehmen konzentriert sich auf Display-Werbung. Auch der Mobiltelefonhersteller Motorola Mobility wird von Google übernommen. Im September kauft Google die Plattform Zagat, die Reviews zu Restaurants und Bars anbietet. Hierdurch soll der lokale Branchendienst ausgebaut werden. Im Oktober wird Google Docs um weitere Funktionen erweitert und gemeinsam mit Samsung stellt Google das Galaxy Nexus vor, welches mit Android 4.0 betrieben wird. Im November können auch Unternehmen Firmenseiten auf Google+ nutzen, sich und ihr Unternehmen vorstellen und mit Google Music kann Musik gekauft, geteilt oder online gespeichert werden.

2013 – am 21. Februar stellt der Konzern das Chromebook Pixel vor, welches über einen hochauflösenden Touchscreen verfügt. Im März erscheint Google Keep, mit dem Nutzer Notizen verwalten können und sich selbst an Aufgaben erinnern lassen können. Im März 2013 stellt der Konzern den Kontoinaktivität-Manager vor. Dieser ermöglicht es, festzulegen, was mit den Daten auf Google passieren soll, wenn ein Google-Konto nicht mehr genutzt wird. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass alle Informationen im Falle sehr langer Inaktivität gelöscht werden. Wann diese Inaktivität vorliegt, wird etwa anhand der letzten Logins oder des Webprotokolls festgestellt.

Bis heute hat Google sich also immer wieder weiterentwickelt, neue Dienste aufgegriffen, Innovationen übernommen und Firmen in das eigene Netzwerk integriert. Dies hat dazu beigetragen, dass der Konzern heute zahlreiche Büros und Vertretungen weltweit besitzt und zu den großen, international agierenden Medienunternehmen zählt.

 

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