Feelgood-Management: Mitarbeiterpflege statt Fachkräftemangel

Feelgood-Management im Onboarding-Prozess

Es ist hart, wenn gute Arbeitskräfte und Kollegen ein Unternehmen verlassen. Es sind natürlich immer die Besten, die zeitig gehen, denn ihre Chancen, „etwas Besseres“ zu finden, stehen ausgezeichnet. Dabei sind gute Fachkräfte Mangelware. Vor allem Mitarbeiter, die schon eine Weile in ein bestehendes Team integriert sind, sollten aus Unternehmenssicht unbedingt gehalten werden. Es muss also eine lebendige, vielseitige Unternehmenskultur gepflegt werden, die dafür sorgt, dass sich alle mit dem Unternehmen identifizieren können.

Onboarding – Menschen an Bord nehmen

Das Feelgood-Management sollte schon beim Onboarding eines neuen Mitarbeiters beginnen. Der englische Begriff des Onboardings meint nichts anderes, als neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und erfolgreich zu integrieren. Da es für Unternehmen zunehmend schwierig wird, Stellen in der Mitte und am oberen Ende der Managementebene zu besetzen und diese für hochqualifizierte Menschen hinreichend attraktiv zu gestalten, steht eine positive Darstellung des Unternehmens und der Unternehmenskultur im Fokus. Warum ist das so? Die Einarbeitung in ein neues Team erfolgt in Phasen. Während der ersten Zeit am neuen Arbeitsplatz ist die Begeisterung vermutlich groß, aber mit immer mehr Einsichten in den Arbeitsalltag und wachsendem Verständnis für die Teamstrukturen kann eine Ernüchterung erfolgen. Ist diese erste Phase überstanden und das neue Teammitglied immer noch Feuer und Flamme für das Unternehmen, ist er oder sie wirklich „an Bord“. Die Integration ist gelungen und dies ist ausschlaggebend dafür, dass Mitarbeiter möglichst dauerhaft im Unternehmen bleiben möchten.

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Teams erreichen Dinge gemeinsam

Egal ob Großraum- oder Einzelbüros – Menschen, die zusammenarbeiten, sollten im besten Fall auch gut miteinander umgehen. Dazu gehört mehr, als arbeitsbezogene Daten auszutauschen, gemeinsam Präsentationen vorzubereiten und sich beim Eintragen der Urlaubstage miteinander abzusprechen. Team heißt, dass sich Menschen auch auf einer zwischenmenschlichen Ebene gut verstehen und einen respektvollen Umgang miteinander pflegen. Mitarbeiter, die sich nur im Büro sehen und ansonsten selten über den Weg laufen, bilden eher selten gute Teams. Steht dagegen eine kleine Kaffeeküche mit Tee- und Kaffeeangebot und etwas Obst oder anderen leichten Snacks zur Verfügung, in der man sich ungezwungen zum Pausieren treffen kann, ist der Grundstein zur Teambildung schon gelegt. Gemeinsame Unternehmungen, die durchaus während der Arbeitszeit stattfinden können, tragen weiter zum Teambuilding bei und dienen der Teampflege in jeder Hinsicht. Natürlich sollten die neuen Mitarbeiter auch zu Team-Abenden eingeladen werden und an Events teilnehmen. Es ist nicht unbedingt die beste Idee, nur einmal im Jahr eine „teambildende Maßnahme“ wie etwa einzig die  Weihnachtsfeier zur Teamstärkung nutzen zu wollen. Bei der Integration neuer Kollegen und Kolleginnen können auch einzelne Events genutzt werden.

Kochen und andere Aktivitäten – Freizeit und Arbeitszeit schließen sich nicht aus

Manche Unternehmen buchen im Rahmen ihres Feelgood-Managements etwa einen gemeinsamen Kochkurs oder gehen gemeinsam beim Geocaching auf „Schatzjagd“. Auch Freizeit-Events wie Kartfahren oder ein Bowling-Event stehen immer noch häufig für Teams auf der Wunschliste. Generell ist das Klima in Firmen und Abteilungen, in denen die Aktivitäten von Mitarbeitern selbst organisiert werden, besser als in jenen, in denen der Chef oder Personalabteilung diese Aktivitäten vorschreibt. Sportliche Events sind auch immer beliebt: Projektmitarbeiter, die den Arbeitstag gemeinsam in der Boulderhalle oder auf dem Tennisplatz beschließen, können sich auch nach Dienstschluss noch über den Arbeitsalltag austauschen. Sie schalten dann gemeinsam ab und begegnen sich auf Augenhöhe. Aufgabe der Firma ist es, eine lebendige Kultur zu ermöglichen und zu unterstützen. Übrigens verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Alltag immer mehr. Home Office, flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliche Kindergärten und Nachmittagsbetreuung von älteren Kindern sowie das Eltern-Kind-Büro tragen auch zu einer angenehmen Unternehmenskultur und hoher Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen bei.

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