Die Zahl der „eShopper“ ist im letzten Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 26,9 Millionen Personen gestiegen. Bereits die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren informiert sich vor dem Kauf von Produkten im Internet – vor allem bei langlebigen Gebrauchsgütern. Der wichtigste Recherchegrund ist der Preisvergleich – so aktuelle Ergebnisse des Online Shopping Survey der ENIGMA GfK.

Der Einkauf über das Internet ist im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zahl der „eShopper“ zwischen 14 und 69 Jahren hat sich um 1,7 Millionen auf 26,9 Millionen Personen erhöht. Spitzenreiter im e-Commerce sind Bücher mit 10,7 Millionen Käufern, Veranstaltungstickets (Kino, Theater, Konzert und Sport) mit 9,3 Millionen Käufern und Bekleidung mit 8,1 Millionen Käufern. Einen Zuwachs an „eShoppern“ gab es vor allem bei elektrischen Haushaltsgroßgeräten, Gesichts- und Körperpflegeprodukten sowie Nahrungsergänzungsmitteln.

Anzahl der Käufer in den wachstumsstärksten Märkten:
Elektrische Haushaltsgroßgeräte: 1.9 Mio. Käufer im Jahr 2005, Steigerung zum Vorjahr: 72%
Gesichts- und Körperpflegeprodukte: 2.3 Mio. Käufer im Jahr 2005, Steigerung zum Vorjahr: 60%
Nahrungsergänzungsmittel: 1.4 Mio. Käufer im Jahr 2005, Steigerung zum Vorjahr: 49%
Medikamente: 2.2 Mio. Käufer im Jahr 2005, Steigerung zum Vorjahr: 33%
Bahntickets: 3.7 Mio. Käufer im Jahr 2005, Steigerung zum Vorjahr: 25%

Bevor die Verbraucher – egal ob online oder im stationären Handel – einkaufen, informieren sie sich über das Internet. 27,4 Millionen Personen zwischen 14 und 69 Jahren nutzten im letzten Jahr das Web für die Recherche. Besonders bei langlebigen Gebrauchsgütern wie Autos, elektrischen Haushaltsgeräten, Produkten der Unterhaltungselektronik sowie bei Mobilfunkverträgen und Möbeln wird vor dem Kauf recherchiert. Während sich 19,1 Millionen Personen in den letzten fünf Jahren vor dem Kauf langlebiger Gebrauchsgüter im Internet informierten, kauften 12,8 Millionen Personen im selben Zeitraum diese Produkte auch online ein.

Preisvergleich wichtigstes Kriterium bei Informationsbeschaffung
Für drei von vier Personen, die das Web im letzten Jahr zur Recherche nutzten, ist der Preisvergleich entscheidenes Kriterium bei der Informationsbeschaffung. Kaum weniger wichtig ist den Verbrauchern die Recherche von Produktinformationen, gefolgt von der Suche nach Informationen zu Händlern und Geschäften, zu Testberichten und zu Konkurrenzprodukten.

Kriterien der Informationsbeschaffung

  • 76% Preise vergleichen
  • 72% Produktinformationen recherieren
  • 63% Händler und Geschäfte Suchen
  • 62% Testberichte Suchen
  • 62% Konkurrenzprodukte vergleichen

Obwohl es Preis- und Produktvergleichswebseiten gibt, ist die vor dem Kauf am häufigsten besuchte Website eine Suchmaschine: Neun von zehn Verbraucher surfen zumindest gelegentlich auf Google, bevor sie ihre Käufe tätigen. Jeder Dritte nutzt die klassischen Preis- und Produktvergleichswebseiten wie guenstiger.de, billiger.de und preisvergleich.de zur Informationsbeschaffung.

Der Online Shopping Survey (OSS) der ENIGMA GfK ist eine jährlich wiederkehrende Studie. Im Januar und Februar 2006 wurden insgesamt 1.039 deutsche Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren telefonisch zu den Themen Internetnutzung, Rolle des Internets beim Einkauf in 29 Produkt und Dienstleistungsbereichen sowie zum kostenpflichtigen Musik-Download befragt. Die kostenpflichtige Studie oder Auszüge daraus können bei ENIGMA GfK bezogen werden.

Quelle: http://www.enigma-institut.de/

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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1 Kommentar

  1. Die Studie hat aber wohl auch erhebliche Mängel, so ist lt. Enigma Gfk die Zahl der gebuchten Pauschalreisen rückläufig, was offensichtlich nicht stimmen kann (siehe auch .

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