Erfolg gegen eCrime

Im Vorhaben besser und konsequenter gegen die Entwicklungen der Internetkriminalität vorzugehen, sind dem European Cybercrime Centre (EC3) und Interpol ein Erfolg gelungen. Kürzlich konnte der Entwickler des weitverbreiteten BKA-Trojaners gefasst werden.

Wie Europol und das Innenministerium Spaniens kürzlich mitteilten, konnte der Entwickler des berüchtigten BKA-Trojaners in dem südeuropäischen Land gefasst werden. Bei dem Täter handelt es sich den Angaben nach um eine osteuropäische Bande, welche sich nach Spanien abgesetzt hat. Anführer scheint ein 27-jähriger Russe in Dubai sein. Der durch den Trojaner illegal erwirtschaftete Betrag dürfte nach Einschätzungen der Behörden mindestens im siebenstelligen Bereich liegen.

Ransomware bei Cyber-Betrügern beliebt

Der BKA-Trojaner gehört zur Gruppe der Ransomware. Derartige Schadware sperren in der Regel das System, eventuell auch „nur“ einzelne Dateien oder Ordner auf dem Computer, auf welchem sie sich eingenistet haben. In der Folge soll die Sperre, welche irrtümlich vom Bundeskriminalamt stammen soll, durch das Bezahlen eines Lösegeldes als Entschädigung wieder aufgehoben werden. Der Vorwand beziehungsweise die Botschaft lautet beim BKA-Trojaner meist „Kinderpornos“. Auch, wenn der BKA-Virus oftmals gelöscht werden könnte, zahlen viele Opfer das Geld und sehen sich anschließend mit dem Problem konfrontiert, dass der Virus weiterhin aktiv bleibt. Wie man Ransomware loswerden kann, verrät unter anderem das Anti-Botnet-Zentrum oder SemperVideo.

Nach den bedrohlichen Entwicklungen, die Cyberkriminalität in den letzten Jahren genommen hat, ist die Bewältigung dieses Problems, wovon nicht nur Verbraucher wie im Falle des BKA-Trojaners, sondern häufig auch Unternehmen betroffen sind, auch zur Aufgabe der Politik, auf nationaler und internationaler Ebene, geworden.

Robert Klatt

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