Eine erfolgreiche Verknüpfung von On- und Offline

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Die Relevanz des E-Commerce ist unumstritten hoch. Allein in Deutschland werden in diesem Jahr rund 39 Mrd. Euro durch den Onlinehandel erwirtschaftet werden – eine Steigerung von 17 % gegenüber 2013 (Quelle: statistica.com). Der stationäre Einzelhandel litt lange Zeit unter der scheinbaren Übermacht des Internets und es schien, dass der Onlinehandel, und die damit einhergehende Bequemlichkeit von zu Hause bestellen zu können, dem lokalen Einkaufen weit voraus und beim Endkunden beliebter war. Doch der virtuelle Markt ist hart umkämpft und extrem wettbewerbsorientiert. Die Retourenquoten (oft werden Rücksendungen als Service kostenfrei angeboten) steigen und somit auch die Umsatzverluste für Onlinehändler.

Fallstricke für Onlinehändler

Versand-Riese Zalando z. B. konnte nach seiner Gründung 2008 erst in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben.
Der stationäre Handel wiederum scheint immer mehr an Attraktivität zu gewinnen: sogar Online-Pionier Amazon soll demnächst seine erste Filiale im New Yorker Stadtteil Manhattan eröffnen, und Zalando betreibt einen eigenen Outlet-Store in Berlin. Der „Offline-Reiz“ für diese Internet-Größen ist leicht zu begründen: Nicht nur die oben beschriebenen hohen Rücksendequoten kann ein Händler mit einem lokalen Geschäft umgehen. Auch ein physischer Kontakt mit dem Produkt ist für den Käufer ausschlaggebend: In einem Laden kann getestet, anprobiert und sich persönlich beraten werden lassen; Vorteile, die am Point of Sale für den Käufer ausschlaggebend sind.

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Keine Hochkonjunktur für stationäre Geschäftseröffnungen

Trotzdem kann noch lange nicht von einem Offline-Boom der Onlinehändler gesprochen werden. Um die nötige Kundennähe zu schaffen und eine gewisse Frequenz garantieren zu können, muss auch das stationäre Geschäft einige Eigenschaften erfüllen, z. B. eine zentrale Lage. Das kostet und bedarf einer organisatorischen Herausforderung. Tatsächlich sind die Geschäftsmieten für 1A-Lagen in deutschen Metropolen so gut wie untragbar für kleine Unternehmen und Boutiquen und nur noch für große Ketten zumutbar. Laut Mietspiegel liegen die Preise für die begehrten Lagen in der Innenstadt bei beispielsweise 350 € pro Quadratmeter und Monat in der Kaufingerstraße, Münchens wichtigster Einkaufsstraße und Deutschlands teuerster Mietadresse. Auch in der Hauptstadt Berlin sind die Mietpreise gestiegen – in den letzten Jahren um knapp 80 % und auf dem Tauentzien auf ca. 300 €/qm. Hierbei handelt es sich um Preise, die für kleine Geschäfte mit geringerer Bekanntheit utopisch hoch sind, doch auch für große Ketten bedeuten diese Mieten erhebliche Ausgaben gegenüber z. B. einer weiträumigen Lagerhalle, in der die Produkte regalhoch gestapelt werden und bei der der Standort den Kunden nicht interessiert, da die Bestellung online geschieht und der Versand und die Logistik oftmals vom Händler getragen werden.
Onlineunternehmen wissen um ihre Stärken und Vorteile und spielen diese gegenüber dem lokalen Einzelhandel aus. Die Verbindung von E-Commerce und Lokalität, von On- und Offline, ist eine Herausforderung und oft schwer umzusetzen.

Die Brücke zwischen on- und offline schlagen

Im Bereich Mode existiert eine solche Schnittstelle beider Bereiche bereits. TheLabelFinder ist die größte internationale Marken-Suchmaschine. Die Funktionsweise ist denkbar simpel: unter www.thelabelfinder.de werden die gesuchte Marke und Stadt eingegeben. Sofort erhält der User eine Übersicht aller passenden Geschäfte im Umkreis. Die Maxime von TheLabelFinder beschränkt sich nicht allein auf ein Erleichtern des Einkaufes und das Vorstellen und Präsentieren der verschiedenen Marken. Vielmehr wird mit dem Prinzip der Online-Markensuche der Offline-Handel, also die lokalen Geschäfte, gestärkt. Mithilfe des Internetauftritts wird der Nutzer über die wichtigsten Geschäftsinformationen aufgeklärt: Öffnungszeiten, Anfahrtsdetails inkl. Karte und geführte Kollektionen können auf dem Shop-Profil eingesehen werden.
Für stationäre Geschäfte ohne einen Onlineshop ist dies die ideale Verknüpfung von on- und offline. Alle Informationen werden dem Nutzer vorab übersichtlich präsentiert; eine Internetpräsenz existiert, wird regelmäßig gepflegt, gewartet und aktualisiert, doch der Endkunde wird trotzdem in das lokale Geschäft gelotst. Nicht nur für Geschäfte, die bekannte Marken führen, ist TheLabelFinder ideal. Auch Fachgeschäfte wie Optiker, Brautmoden- oder Trachtenhändler, die weniger von bekannten Labels zehren können, werden über die Website unter ihrer jeweiligen Rubrik gefunden und profitieren von ihrer zweifachen Präsenz.

Fazit

Der Charme einer persönlichen Beratung und einem ersten Kontakt zum Produkt wird für den Endkunden wieder ausschlaggebend und bedeutsam. Die Anonymität des Internets wirkt für viele in den Bereichen der sicheren Zahlung und Seriosität noch abschreckend. Trotzdem werden der Online- und der lokale Einzelhandel weiterhin konkurrieren. Es gilt demnach, die Bereiche als Unternehmen gewinnbringend zu verknüpfen und den Kunden auf beiden Kanälen zu greifen.

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