E-Mail-Marketing 2016: Strategien und Trends

E-Mail-Marketing Trends 2016

Neben dem Einsatz von Social Media zur Verbreitung von Neuigkeiten oder Produkterscheinungen gehört auch im Jahr 2016 E-Mail-Marketing zu einem der wichtigsten Hebel, um Kunden zu erreichen und zu aktivieren. Doch welche Trends liegen in dieser Sparte? Was gibt es Neues und worauf sollten Unternehmen jetzt besonders achten? Es wird Zeit für die E-Mail-Marketing Trends 2016.

Mobile-Anschluss nicht verpassen

Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets nehmen im Alltag immer mehr Raum ein, daran wird sich auch im Jahr 2016 nicht viel ändern – ganz im Gegenteil. Im Jahr 2015 nutzten fast die Hälfte aller in Deutschland wohnenden Menschen über 14 Jahren mobile Geräte für die Internetnutzung – Tendenz steigend. Selbst komplexe Vorgänge wie Reisebuchungen oder sogar Online-Überweisungen werden immer häufiger via Smartphone erledigt. Dass sich dies auch auf das E-Mail-Verhalten auswirkt, ist kein Geheimnis. Dennoch haben bisher die wenigsten Unternehmen ihre Mailings derart aufbereitet, dass sie auch auf mobilen Endgeräten gut lesbar sind. Die Auswirkungen sind fatal.

Bei der E-Mail-Flut, die sowieso schon seit Jahren in jedem Postfach lauert, gehen schlecht aufbereitete Nachrichten, in denen Zeilen verrutschen, Bilder nicht angezeigt oder nicht geöffnet werden können, erst recht unter.

A/B-Test-Verfahren

„Nehmen wir Titelvorschlag A oder B?“, „Ist dieser Text sinnvoller als dieser?“, „Welche Call-to-Action hat nun am besten funktioniert?“ Die Marketingabteilungen dieser Welt zerbrechen sich tagein tagaus die Köpfe über gute Headlines, ansprechende Formulierungen und passendes Bildmaterial. Zu schade, dass wir nicht in die Zukunft schauen können um zu prüfen, was besser bei den Kunden ankommt.

Aber Moment. Wir können sehr wohl testen, welche Mailing-Varianten mehr Klicks, Antworten und Käufe nach sich ziehen. Die Rede ist von sogenannten Split-Tests – auch A/B-Tests genannt. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, das Verhalten ihrer Kunden genau zu analysieren und festzustellen, welche Mail-Strategien am besten ankommen. Der E-Mail-Marketing-Anbieter GetResponse hat die Vorteile von A/B-Tests und wie diese im Einzelnen funktionieren sehr gut beschrieben.

Unternehmen sollten nicht im Blindflug darauf vertrauen, dass ihre Marketing-Strategie auch wirklich fruchtet, sondern von Anfang an einen Plan B in der Tasche haben.

Mailings vs. Social Media?

Bei all den News und Aktionen rund um Facebook, Twitter und Co. könnte man meinen, dass das E-Mail-Marketing inzwischen als antiquiert gilt und kaum noch Bedeutung hat. Doch weit gefehlt. Die Devise lautet jedoch nicht „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“ – die Mischung macht´s und kein Marketing-Kanal sollte isoliert betrachtet werden. An dieser Stelle sollte auch bedacht werden, dass Mailings bislang noch weitaus verbreiteter sind als der Einsatz von Social Media. Bis zum Jahr 2015 nutzen bislang lediglich 22 Prozent der deutschen Unternehmen soziale Netzwerke. Hier ist also noch viel Spielraum nach oben.

2016 steht eindeutig unter dem Stern, dass die Marketing-Kanäle noch besser miteinander verknüpft und aufeinander abgestimmt werden sollten.

Storytelling schafft Mehrwert + Kundenbindung

Kundenbindung ist heute das A und O, doch was tun, wenn sich die Kunden gar nicht binden lassen wollen? Wenn sie bereits bei der ersten Verkaufsmail die Augen verdrehen und noch vor dem Ende der Betreffzeile die Spam-Taste drücken?

Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Von einschläfernden Produktankündigungen lassen sich heute nur noch die wenigsten überzeugen, dafür ist die Menge an Nachrichten einfach zu groß. Umso bedeutender wird das Storytelling und die Begrüßung. Die erste Mail an einen Kunden sollte dementsprechend zunächst eine Begrüßung darstellen, eine kleine Vorstellung des Unternehmens enthalten und Inhalte mit Mehrwert bieten.

Unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrte Frau XY“ gehören in die Mottenkiste, jetzt ist Persönlichkeit gefragt. Dementsprechend dürfen Mails auch eine ganz persönliche Note enthalten.

Im Anschluss folgt das Storytelling, auch die folgenden Mails richten sich ganz an den Leser, sie enthalten wertvolle Tipps und Ratschläge, die tatsächlich nützlich sind und die dafür sorgen, dass sich der Kunde bereits jetzt auf die nächste Mail freut. Erst dann – und wirklich erst dann – kommen Angebote und Produkte ins Spiel. Denn erst jetzt hat der Kunde eine Bindung zum Unternehmen aufgebaut und wird viel offener auf Verkaufsangebote reagieren.

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