E-Commerce in Europa (Teil 9) – E-Commerce in Griechenland

Vertrauen stärken für einen Aufschwung im Bereich E-Commerce in Griechenland
Über die wirtschaftliche Lage Griechenlands wird beinahe täglich berichtet. Die schlechte Wirtschaft und die Sparmaßnahmen der Regierung machen den Menschen im Land zu schaffen und schwächen die Kaufkraft. Daher ist es kein Wunder, dass das Land in Bezug auf die Wachstumsraten im Bereich E-Commerce im unteren Bereich der europäischen Länder rangiert. Es liegt noch hinter Ländern wie Estland und Bulgarien. (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/39217/umfrage/anteil-der-e-commerce-nutzer-an-der-gesamtbevoelkerung-in-der-eu-im-jahr-2008/ [21. Oktober 2012]). Vorausgesetzt, dass sich die wirtschaftliche Kaufkraft im Land und das angeschlagene Image der griechischen Wirtschaft in den nächsten Jahren erholen, dann könnte das Land in Zukunft für den E-Commerce Markt sehr interessant werden. Zum einen steckt, im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich, noch eine Menge Entwicklungsspielraum sowohl für kleine als auch für größere Unternehmen. Zum anderen bietet der Staat Förderprogramme für den Ausbau des elektronischen Handels, damit die Unternehmen sich moderner und besser auf dem E-Commerce Markt präsentieren können.

Bislang weisen viele griechische Onlineshops erhebliche Qualitätsmängel auf. Dies betrifft nicht nur den Ablauf der Bestellungen, sondern auch die Möglichkeit der Kunden mit den entsprechenden Shops in Verbindung zu treten. Bis zu 15 Prozent der Internetshops geben weder Telefonnummer noch E-Mail Adresse an, unter denen der Shop zu erreichen ist, machen sie einen wenig vertrauenserweckenden Eindruck, so dass die potentiellen Kunden von einem Kauf lieber Abstand nehmen. Umfragen ergaben, dass die Zahl der Online- Einkäufer um einiges steigen würde, wenn die Käufer mehr Vertrauen zu den einzelnen Shops haben würden. Es sei noch angemerkt, dass es kein offizielles Register gibt, in dem die einzelnen Onlineshops in Griechenland registriert sind. Dies ist ebenfalls nicht besonders förderlich für das Vertrauen der Konsumenten. Den Wunsch nach Registrierung äußern etwa 76 Prozent der griechischen Nutzer. Ein entsprechendes Programm zur Verbesserung und Vermehrung der Internetauftritte wurde im Jahre 2011 auf den Weg gebracht. ( [21. Oktober 2012]), welches jedoch noch nicht ausreicht, um die griechischen Kunden ganz zufrieden zu stellen.
Bis zur Mitte des Jahres 2009 hatten nur etwa 47 Prozent der Griechen einen Computer und 42 Prozent Internet. Nach offiziellen Angaben hatte sich im ersten halben Jahr die Anzahl der Internetnutzer um 11 Prozent erhöht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten nur 38 Prozent aller Griechen einen Internetzugang zuhause. Zudem sind es vor allem Menschen bis zu einem Alter von 34 Jahren, die das Internet und seine Möglichkeiten nutzen. So wundert es auch nicht, dass nur etwa 13 Prozent der Internetnutzung für Onlinebanking genutzt werden. Die meiste Zeit wird mit Informationsbeschaffung und Kommunikation verbracht. Mit Festigung der wirtschaftlichen Situation und Besserung der Richtlinien kann man davon ausgehen, dass Griechenland ein interessanter Markt für alle Onlineshops wird. (http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=74712.html [21. Oktober 2012])

 

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