E-Commerce in Europa (Teil 23) – E-Commerce in Schweden

Etablierter E-Commerce Markt in Schweden, der noch Wachstumspotenzial bietet
Schweden liegt in Sachen ausländische E-Commerce Transaktionen in den Skandinavischen Ländern weit vorne. Die bekannten Mode- und Möbelfirmen haben daran einen wesentlichen Anteil. Zudem ist das Internet in Schweden sehr gut verbreitet. im Jahre 2010 nutzten mehr als 90 Prozent der Schweden das Internet. Dies schlägt sich auch positiv auf dem E-Commerce Markt nieder. Die Schweden nutzen ihr Internet zum einen, um sich über Suchmaschinen zu informieren, viele Nutzer tätigen seine Einkäufe auch online. Es ist jedoch zu beobachten, dass die Schweden nur sehr selten in ausländischen Unternehmen Produkte einkaufen. Der Großteil wird aus schwedischen Internetshops bezogen. Interessant ist, dass schwedische Konsumenten vor allem Onlineshops aus Großbritannien, den USA und Deutschland nutzen, auf die Internetshops der skandinavischen Nachbarländer jedoch nur selten zurückgreifen. (http://www.e-commercefacts.com/news/2012/06/nodic-e-commerce-2012/ [21. Oktober 2012])

2010 lag die Zahl der Online- Einkäufer bei 66 Prozent bei den 16 – 74- Jährigen. Insgesamt konnte der schwedische E-Commerce einen Umsatz von 4, 7 Milliarden Euro machen. Im darauffolgenden Jahr tätigten 83 Prozent der 18 bis 79 Jährigen wenigstens einmal einen Onlinekauf. Des Weiteren tätigen 3 von 10 Schweden wenigstens einmal im Monat einen Onlinekauf. Besonders beliebt bei Internetkäufen sind Bücher. Auf dem zweiten Platz liegen Elektronikartikel für Zuhause, gefolgt von Bekleidung, Filmen und Musikartikeln. (http://makesyoulocal.com/wp-content/uploads/2012/06/e-commerce-in-Sweden.pdf [21. Oktober 2012]) Experten gehen jedoch davon aus, dass der E-Commerce Markt noch Möglichkeiten zum Wachstum bietet, so dass der Markt auch für Neueinsteiger interessant bleibt. Zwar kann man davon ausgehen, dass dieses Wachstum nicht explosionsartig ausfällt, da die Nutzung schon jetzt sehr gut ist, ein stetiges Wachstum von bis zu 10 Prozent im Jahr ist jedoch durchaus realisierbar.
Wer auf dem schwedischen E-Commerce Markt Fuß fassen möchte, der sollte sich mit den lokalen Gegebenheiten auskennen. Dazu gehört es, dass auch ausländische Shops Zahlungen in Schwedischen Kronen zulassen. Zudem bevorzugen die schwedischen Käufer das Zahlen per Rechnung (39 Prozent). Nur knapp 30 Prozent zahlen per Online Banking und 24 Prozent nutzen eine Kreditkarte für Zahlungen im Internet. Mit gerade einmal 6 Prozent kann Paypal beinahe vernachlässigt werden. (http://makesyoulocal.com/wp-content/uploads/2012/06/e-commerce-in-Sweden.pdf [21. Oktober 2012]) Schweden legen sehr viel Wert auf Kundenfreundlichkeit. Auch wenn die meisten Einwohner des Landes sehr gute Englischkenntnisse vorweisen können, bevorzugen sie es, wenn der Kundenberater Schwedisch spricht.

 

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