E-Commerce in Europa (Teil 21) – E-Commerce in Republik Zypern

E-Commerce in der Republik Zypern – noch lange nicht richtig in Schwung
Im Vergleich mit allen anderen Staaten der europäischen Union weist die Republik Zypern das geringste Wachstum auf dem E-Commerce Markt auf. Lediglich um ein Prozent konnte sich der Markt von 2010 zu 2011 verbessern. Damit setzt die Republik ihren Trend fort, denn auch in den anderen Jahren lag das Wachstum des E-Commerce Marktes bei lediglich einem Prozent. (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&plugin=0&language=de&pcode=tin00110 [31. Oktober 2012]) Die Gründe für das geringe Wachstum liegen vor allem im Umgang mit dem Internet begründet. Noch im Jahr 2009 gab die Hälfte der Bewohner an, noch nie im Internet gesurft zu haben. (l [1. November 2012]) Dies zeigt deutlich, dass es im Land noch viel Nachholbedarf in Sachen Technik und Internet gibt. Dies spiegelt sich natürlich auch auf dem E-Commerce Markt nieder. Wenn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung überhaupt das Internet nutzen kann, dann sind auch dem E-Commerce Markt Grenzen gesetzt. Statistiken für das Jahr 2011 zeigen, dass etwa 60 Prozent der Bevölkerung in diesem Jahr genutzt haben. Davon haben etwas über 20 Prozent das Internet genutzt, um elektronischen Handel zu betreiben. Mit diesen Zahlen liegt das Land was die Internetauslastung betrifft auf dem viertletzten Platz in Europa. (E-Commerce workshop data pack – European Comission, S. 4ff.) Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage geht auch der Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnik nur langsam voran. Dies betrifft nicht nur den privaten Gebrauch des Internets, sondern auch die Unternehmen und die Behörden. Bis 2009 gab es zum Beispiel die Möglichkeit einer Angebotsabgabe für öffentliche Ausschreibungen über das Internet gar nicht. Vor allem auf diesem Gebiet wurde viel investiert, richtig durchgesetzt haben sich die entsprechenden Programme jedoch noch nicht. Obwohl von den Unternehmen im Jahre 2009 schon 88 Prozent über einen Internetanschluss verfügten, wurden diese nur selten für Geschäftsbeziehungen und elektronischen Handel genutzt. (http://www.eds-destatis.de/de/press/download/2010/01/012-2010-01-19.pdf [1. November 2012]).

Bislang ist eine Ausdehnung auf den zyprischen Markt für Unternehmen recht schwierig. Die Versorgung und auch die Kosten für das Internet sind für die Einwohner ein Problem. Bislang gibt es nur wenige Anbieter in der Republik Zypern, so dass sowohl die Anschlüsse als auch die Internetverbindungen selber recht teuer und zudem noch sehr langsam sind. Trotzdem sollten die Entwicklungen im Auge behalten werden, denn sobald die technischen Voraussetzungen gegeben sind und das Internet weiter verbreitet ist, bietet der Markt ein erhebliches Potential.

 

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