E-Commerce in Europa (Teil 20) – E-Commerce in Republik Malta

Kontinuierliches Wachstum im E-Commerce in der Republik Malta
Elektronischer Handel spielt für die Wirtschaft Maltas eine immer größere Rolle. Ein Vergleich zwischen den Jahren 2010 und 2011 zeigt, dass das Onlinegeschäft um etwa 14 Prozent gestiegen ist und auch für das Jahr 2012 wird mit einer positiven Bilanz gerechnet. Damit liegt Malta im europäischen Durchschnitt. (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&plugin=0&language=de&pcode=tin00110 [31. Oktober 2012]). Im kleinsten Mitgliedsstaat der Europäischen Union hatten 2011 fast 80 Prozent der Bewohner einen Internetzugang und etwa 50 Prozent nutzten diesen, um online einkaufen zu gehen. Da das Angebot auf dem nationalen Markt begrenzt ist, bestellen beinahe 40 Prozent der Interneteinkäufer Waren aus anderen Ländern der EU. Beinahe 20 Prozent bestellen auch Produkte aus Nicht- EU Ländern. Diese Prozentzahlen liegen weit über dem europäischen Durchschnitt. Auch die Unternehmen Maltas, die ihre Produkte online anbieten, handeln vermehrt mit Ländern in und außerhalb der europäischen Union(E-Commerce workshop data pack – European Comission, S. 4ff.). Schon 2009 hatten auf in der Republik Malta 94 Prozent aller Unternehmen einen Internetanschluss. (http://www.eds-destatis.de/de/press/download/2010/01/012-2010-01-19.pdf [31. Oktober 2012]) Eine Erhebung zeigte, dass der wesentliche Grund, warum ein Unternehmen mit Internetanschluss seine Waren nicht online vertreibt, darin besteht, dass die Waren für den Onlinehandel nicht geeignet sind. Etwa 10 Prozent gaben an, dass dies aus Mangel an Erfahrung geschehen würde. Andere Faktoren wie Kosten oder Zeitmangel können dagegen vernachlässigt werden, da sie nur einen sehr geringen Prozentsatz ausmachen. ( [Figure 18.1])

Aufgrund dieser Situation ist der E-Commerce Markt der Republik Malta für alle europäischen Unternehmen interessant, die ihre Waren und Dienstleistungen über das Internet anbieten. Zudem ist der Zugang zum maltesischen Onlinegeschäft dadurch vereinfacht, dass die Bewohner alle fließend Englisch sprechen. Damit müssen weder Software ins Maltesische übersetzt noch zusätzliche Kundenberater für diese Sprache eingesetzt werden. Fließende Englischkenntnisse reichen aus, um mit den Menschen vor Ort kommunizieren zu können. Damit Internetshops auch für Malta interessant werden, müssen die einzelnen Kosten übersichtlich aufgelistet werden. Dies betrifft vor allem die Versandkosten. Diese sollten im Vergleich zu anderen Inseln (wie zum Beispiel Zypern) nicht höher sein, denn dies könnte die Kunden der Republik Malta vom Kauf abschrecken.

 

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