E-Commerce 2010 – Auswertungen, Trends und Zahlen

2010 – ein E-Commerce-Erfolgsjahr
Die positive Entwicklung des Online-Handels zeigte sich 2010 trotz der vorhergehenden Wirtschaftskrise nach wie vor ungebremst. Statistiken und Trendbarometer wiesen für 2010 und weisen auch für die kommenden Jahre einen stetigen Aufwärtstrend auf. Umsatzsteigerungen in zweistelligen Prozentzahlen wurden in den einzelnen E-Commerce-Bereichen nicht nur für das vergangene Jahr prognostiziert, sondern auch in bemerkenswerter Höhe erreicht. So verbuchte beispielsweise der Handel mit PC-Downloads 2010 zeitweilig einen Zuwachs von über 50 Prozent.

E-Commerce in Form des Online-Handels und Online-Marketings
M-Commerce (Handel und Marketing über Mobiltelefone/Smartphones)
Social Commerce (Foren, Blogs und soziale Netzwerke)

Die Werbung, Vermarktung und der Handel im Internet befindet sich in einem andauernden Wandel, der in vielen Bereichen laut zahlreichen Untersuchungen und Umfragen mit einer langanhaltend positiven Entwicklung der Geschäftszahlen einhergeht.

E-Commerce 2010 – Online- und Offlinewerbung im Vergleich
Sowohl in der Printwerbung, im Fernsehen als auch anderen Medien griff die Offline-Werbung auch 2010 immer mehr auf die Online-Werbung als Ergänzung zurück. Die Verweise auf die Unternehmens- oder Produkthomepage, entsprechende E-Mail-Adressen und Online-Aktionen gelten mittlerweile als etablierte Strategien in der Werbebranche. Diese Entwicklung erreichte 2010 einen erneuten Höhepunkt angesichts der Tatsache, dass die Ausgaben für Online-Marketing das Budget für Printwerbung und teilweise auch für Fernsehwerbung sowohl in einigen europäischen Ländern als auch in den USA überstiegen. Auch die Menge der Online-Werbebotschaften liegt immer deutlicher über der in den Offline-Medien.

Auch wenn die weltweiten Werbeaufwendungen sich rückläufig zeigen, so hat sich das Onlinewerbe-Etat zum Nachtteil der Print- und Werbemedien in Europa und USA bis zum Ende des Jahres 2010 teilweise nahezu verdreifacht. In Deutschland stieg es 2010 laut der Studie „Online Advertising Spending in Germany“ (eMarketer) von 2,2 Millionen Dollar (2006) auf 4,5 Millionen Dollar (2010) an. Dabei setzen insbesondere größere Unternehmen auf den Einsatz von Cross-Media-Strategien. Das heißt, auf die Kombination von Offline- und Online-Werbung. Dabei lag nach dem „Dialog Marketing Monitor 2010“ der Deutschen Post AG in Werbekampagnen die Verbindung von Print- und Onlinewerbung auf Platz Eins. Die jeweiligen Offline-Anzeigenkosten überstiegen 2010 allerdings deutlich den jeweiligen Kostenaufwand für das Online-Marketing.

Herausforderungen und Trends im Online-Handel und – Marketing 2010
2010 – Stärkerer Konkurrenz- und Preisdruck als zentrale Herausforderungen

Die Herausforderungen des E-Commerce wurden unter anderem durch den ECC Handel und der Become Europe GmbH in ihrem aktuellen, jährlich erscheinenden Bericht zum „Geschäftsklima im E-Commerce 2010/2011“ näher betrachtet. Demnach hatte die Wirtschaftskrise des Vorjahres 2009 beispielsweise kaum noch Auswirkungen auf die Entwicklung des E-Commerce. Weit mehr wurden der wachsende Konkurrenzdruck sowie der steigende Preiskampf als hauptsächliche Herausforderungen im Online-Handel und -Marketing betrachtet. Hinzu kommen:

sinkende Margen
die Kundenbindung
die Höhe der Investition in neue Technologien und Programme
die oftmals schnell wechselnde Nachfrage sowie
die richtige Abstimmung der Vertriebskanäle

Von Affiliate Werbung bis Social Commerce – die E-Commerce-Trends 2010
Bezüglich der E-Commerce-Trends gab es zu Jahresbeginn 2010 in zahlreichen Online-Blogs und -Foren sowie Fachmagazinen anspruchsvolle Erwartungen hinsichtlich der Innovationskraft des erwarteten Jahres. Folgende Entwicklungen prägten diese Erwartungen für das Jahr 2010 in überwiegend erfolgreicher und nachhaltiger Form:

Affiliate Marketing
Diese internetbasierte Vertriebslösung beruht auf dem Gedanken der Angliederung von Vertriebspartnern, beispielsweise in Form von Online-Shops, die erfolgsorientiert mit einer Provision bei dem Verkauf von Waren vergütet werden. Werbemittel und Verkaufsunterstützung werden meist seitens der Anbieter angeboten und ermöglichen auch weniger professionellen Shop-Anbietern einen leichten Einstieg ins E-Commerce. Affiliate Marketing wurde 2010 laut Studien auch verstärkt in Anspruch genommen und von etwa jedem vierten kommerziellen Händler angeboten.

Augmented Reality
Virtuelle Umkleidekabinen, die virtuelle Anprobe von Brillen mithilfe einer Web-Cam und einen entsprechenden Skalierungsprogramm – der Trend der Augmented Reality zielt darauf ab, die Nachteile des Online-Shoppings, wie Beratung und Anprobe vor Ort, immer mehr zu minimieren. Die Schaffung einer erweiterten Realität ist das Kernziel dieses Trends, der 2010 auch in zahlreichen Online-Werbekampagnen beispielsweise in der Automobil- sowie auch der Lebensmittelbranche für Aufsehen sorgte.

Click and Collect
Online bestellen offline abholen und die Ware ohne Versandkosten schnellstmöglich erhalten. – Ein Trend der 2010 insbesondere Händlern mit stationären Verkaufsnetz nutzte und auch als „Store Picking“ bezeichnet wird. Sogar die Mutmaßung zur Planung eines Amazon-Filialnetzes kam 2010 in Fachkreisen auf.

E-Commerce-Währungen
Unabhängig von DAX und Co gewann die Idee von eigenen Zahlungsmitteln und Währungen 2010 an Kraft. Sie hat jedoch den Pilotprojektcharakter auch in diesem Zeitraum nicht ablegen können.

Ermittlung der Conversion Rate und Usability
Wann und wie oft „konvertiert“ ein Online-Kaufinteressent zum Online-Käufer? Wie nutzer- bzw. kundenfreundlich ist ein Online-Shop aufgebaut? – Auch 2010 wurde die Conversion Rate (Konversationsrate) und die Usability (Bedien- und Benutzerfreundlichkeit) zur Optimierung des Erfolgs im E-Commerce genauestens ermittelt, analysiert und dokumentiert.

Guided Navigation – individuelle Such- und Filteroptimierung
Mit wachsender Artikelzahl teilweise in Millionenhöhe gewannen 2010 Such- und Filterfunktionen immer mehr an Bedeutung. Das Konzept der Volltextsuche wurde und wird nach und nach immer mehr durch kundenorientiertere, individuellere Lösungen abgelöst. Vergangene Einkäufe, betrachtete Produkte werden bei der Shop- und Produktdarstellung berücksichtigt und bis zu einer „Guided Navigation“ ausgebaut. Das bedeutet, dass sich Online-Shops und Websites in vollkommen individueller Form auf Grundlage der ermittelten Präferenzen des jeweiligen Online-Besuchers und Kunden darstellen.

Groupon-Gutscheine
Gutscheine im Internet waren 2010 schon längst eine etablierte E-Commerce-Methode. Die Form der Groupon-Gutscheine in Verbindung mit konkreten Communities erscheint jedoch als neuartiger Trend. Mit ihnen kaufen Menschen in Communities gemeinsam ein und können sowohl für sich als auch für die Community selbst Vorteile durch die Nutzung der Groupon-Gutscheine bewirken.

Location Based Service
Ebenfalls auf eine erweiterte Realität ausgerichtet, ermöglicht der Location Based Service unter anderem mithilfe von GPS-Daten, eine bessere Sendungsverfolgung sowie den virtuellen Spaziergang in einer realen Offline-Shopping-Passage, in der die aktuellen Angebote der Händler vor Ort angezeigt werden.

M-Commerce
Mit den hohen Verkaufszahlen von Smartphones im Jahre 2010 gingen auch entsprechende „Mobile Commerce Projekte“ einher. Diese reichen von der Erstellung und dem Verkauf von sogenannten „Apps“ (Anwendungen fürs Smartphone) bis hin zur Nutzung des Online-Handels mithilfe des mobilen Internetzugangs.

Multi Challenging
Alle Vertriebs- und Kommunikationskanäle nutzen. Mit Multi Challenging setzten die Online-Händler und -dienstleister 2010 auf eine ausgewogenere, sinnvollere Nutzung aller verfügbaren Kanäle für Werbe- und Kundenbetreuungsmaßnahmen.

Neuromarketing
Neben der Benutzerfreundlichkeit (Usability) und der Bestimmung des Verkaufserfolgs (zBsp. über die Conversion Rate) hat sich 2010 der Trend des Neuromarketings stärker etabliert. Erkenntnisse über die Auffassungsgabe, das Verständnis, die Denk- und Entscheidungsabläufe von Käufern wurden und werden dabei zu einer „neurologischen Optimierung“ der E-Commerce-Projekte genutzt.

Online-Videos im E-Commerce
Der Verkauf mithilfe von Online-Videos auf den Produkt-, Firmen- und Dienstleistungsseiten sowie entsprechenden Videoplattformen wurde gemäß den Vorerwartungen im Jahr 2010 ebenfalls verstärkt ausgebaut. Laut Untersuchungen unterschiedlicher Mediendienstleister steigerte diese Maßnahme die jeweilige Konversionsrate um bis zu 40 Prozent.

Open Source
In seinen Anfängen ein Trend für fachlich versierte Webprofis haben sich Open-Source-Programme, wie Website- und Shopsysteme, immer stärker gewandelt. Somit wurden sie 2010 immer stärker auch von weniger professionellen Internetnutzern gebraucht und auch weiter entwickelt.

Public Cloud Computing
2010 wurden bei Internetdienstleistern neue Dienstleistungstechnologien entwickelt. Unter dem Begriff Cloud Computing haben Unternehmen branchenübergreifend u.a. die Möglichkeit, flexibel auf webbasierte Anwendungssoftware und Infrastrukturen zuzugreifen. Dies ist insbesondere für kleinere und mittelständige Unternehmen (KMUs) sehr attraktiv. Public Cloud Computing hat sich 2010 mit einem deutschlandweiten Umsatz von 702 Millionen Euro (0,6% der Gesamt IT-Ausgaben) positiv entwickelt. Innerhalb der nächsten 15 Jahre ist laut Studien der 30fache Jahresumsatz (etwa 20 % der Gesamt IT-Ausgaben) zu erwarten.

Social Commerce und Social Network
Der Supertrend des Jahres 2009 setzte sich auch im nachfolgenden Jahr weiter fort und zeigte sich innovativ und leistungsstark. Bewertungsseiten, Foren, Blogs und soziale Netzwerke – all dies verbirgt sich unter den Bezeichnungen Social Commerce und Social Network. Schlagworte, die immer mehr dafür sorgen, dass Menschen und nicht die Produkte und Dienstleistungen mehr und mehr in den Fokus des Online-Marketings gerückt werden.

Die beliebtesten Online-Marketing-Instrumente 2010
So vielfältig sich auch die Trends für 2010 zeigten, ein Großteil der Online-Marketer setzt bei der Auswahl der Online-Marketing-Instrumenten laut mehreren Studien in erster Linie auf bewährte Online-Marketing-Instrumente. Demnach wählten drei von vier Online-Händler in den USA und Deutschland unter anderem das Suchmaschinenmarketing für Ihre Werbung. An zweiter Stelle steht das E-Mail-Marketing gefolgt von Social Media-Marketing und Online-Preisvergleichswebseiten. Weniger als 40 Prozent nutzten Banner und Affiliate-Werbung. Online Videos und Mobile Advertising für Smartphones nahm nur jeder Zehnte Online-Händler in Anspruch.

Konversationsraten für den Online-Handel 2010 nach Produkten
Alle genannten Marketingmaßnahmen und E-Commerce-Trends haben vordergründig das Ziel die Konversationsrate (Conversation Rate) zu erhöhen. Das heißt, den Wandel vom Interessenten zum Käufer zu bewirken. Dies gelingt bei bestimmten Produkten besser als bei anderen. An den ersten Stellen mit Konversionsraten über 60 Prozent liegen dabei laut statistischen Auswertungen Bücher, Damenbekleidung, Spielwaren und Eintrittskarten. Diese positiven Ergebnisse lassen sich in einem starken Maße mit der Motivation des Interesses für ein Produkt erklären, welches oftmals mit einer Kaufabsicht verbunden ist. Gewinnspiele, Filme, Musik, Computerzubehör und Flugtickets weisen mit etwa 50 Prozent ebenfalls eine hohe Konversationsrate auf.

Branchenpotenziale 2010
Nicht nur die Konversationsraten sind für Bewertungen und Prognosen für den E-Commerce-Erfolg von Bedeutung. Auch das Potenzial, welches in der Suche nach und dem Interesse des Kunden am Produkt liegt, wurde in Studien für das Jahr 2010 unter anderem branchenspezifisch ausgewertet. Danach haben über 83 Prozent der Internetnutzer sich schon einmal über Produkte in der Reisebranche informiert und vergeben dieser Branche somit auch 2010 den ersten Platz in der Bewertung nach Branchenpotenzialen. Gefolgt wird die Reisebranche von den Branchen: Entertainment (80 %), Unterhaltungselektronik (59 %), Mode (58%), Automobil (47%), Computer (46%), Kosmetik (40%), Versicherung (30%), Lebensmittel (27%), Finanzen (24%).

Geschlechterspezifische Unterschiede 2010
Ähnlich diverser Vorjahresuntersuchungen gestalten sich die Interessenlagen von Internetnutzern im Zusammenhang mit E-Commerce-Produkten und -Projekten auch 2010 teilweise geschlechtsspezifisch. Während 60 bis 70 Prozent der Interessenten für Sportberichte, -ergebnisse und Produkttests männlich sind, sprechen Horoskope und Prominenten-News eher die Frauenwelt an. In den Themenbereichen „Familie und Kinder“ sowie „Essen, Trinken und Genießen“ scheint das Geschlechterverhältnis weitestgehend ausgeglichen zu sein. Über das aktuelle Fernsehprogramm sowie die aktuellen Nachrichten informierten sich 2010 mehr Männer als Frauen.

E-Commerce-Zugang nach Altersklassen im Jahr 2010
Auch hinsichtlich der Altersklassen gibt es Unterschiede, die sich jedoch mehr und mehr vermindern. Die Nutzung des Internets ist mittlerweile für über 70 Prozent der deutschen Bevölkerung unter 60 Jahren selbstverständlich. Bei den Unter-40jährigen nutzen über 90 Prozent E-Commerce und Internet. Nur in der Altersklasse der Über-60jährigen war 2010 nur etwa ein Drittel mit der Nutzung des Internets vertraut.

Steigende Selbstverständlichkeit von Online-Marketing
So wie die Selbstverständlichkeit der Internetnutzung in weiten Teilen der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist, belegen auch Studien des Jahres 2010, dass Werbeinvestition in Online-Marketing für deutsche Unternehmen sämtlicher Branchen immer selbstverständlicher wird. So wurden 2010 im Wirtschaftsbereich Dienstleistungen im ersten Halbjahr über 170 Millionen Euro ausgeben. Insbesondere immer mehr kleine und mittelständige Unternehmen investieren in Online-Werbung. Außerhalb der größeren Wirtschaftszweige, wie Telekommunikation, Automobilbranche und Medienmarkt, erhöhten sich 2010 die Ausgaben für die klassische Onlinewerbung um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Social Commerce 2010
Neben der klassischen Online-Werbedarstellung wird auch Social Commerce immer beliebter und ist 2010 von der bisher sechsten Stelle an die dritte der beliebtesten Online-Marketing-Instrumente gerückt. Obwohl der Aufwand nach Expertenmeinung von Social Commerce eher hoch und der Effekt vergleichsweise gering ist, beabsichtigten 2010 laut einer Umfrage etwa ein Drittel der Online-Marketer entsprechende Marketingmaßnahmen zu ergreifen. Ebenfalls ein Drittel der Befragten nutzten Social Commerce 2010 schon in ihren Unternehmen. Dabei wird auch seitens dieser Unternehmen der Erfolgseffekt von Social Commerce gegenüber dem Aufwand als eher gering eingeschätzt.

Hauptsächlich erstreckten sich die Social Commerce-Aktivitäten 2010 auf die Nutzung Sozialer Netzwerke. Diese lagen bei über 90 Prozent der befragten Online-Marketer. In weitem Abstand wurden von etwa 60% Microblogs wie Twitter für die eigenen Social Commerce-Strategien genutzt. Etwa jeder zweite betrieb 2010 Firmenblogs. Auf Foto-/Videoportale griffen etwa 30 Prozent zurück. Weitaus weniger kamen Wikis (20 %) und Podcasts (13 %) 2010 zum Einsatz.

Mobile Commerce 2010
Das Thema des Mobile Commerce, dem E-Commerce für Smartphones, bot 2010 gemäß verschiedener Studien mit Abstand das höchste Optimierungspotential gegenüber anderen E-Commerce-Bereichen. Als junger und wenig erforschter Bereich hatten 2010 viele Mobile Commerce-Projekte Pilotcharakter und sorgten demzufolge in unterschiedlichem Maße für Kundenzufriedenheit und Verkaufserfolge. Insbesondere die Usability (Benutzerfreundlichkeit) als auch die Performance (Leistung, beispielsweise hinsichtlich der Lade- und Aktualisierungszeiten) wurden von vielen Mobile-Commerce-Interessierten und -Nutzern als problematisch empfunden.
Im Gegenzug ergaben Untersuchungen jedoch, dass die Mehrheit der Smartphone-Besitzer tagtäglich den Online-Browser ihres Handys im Jahre 2010 nutzten. Ein Umstand, der eine wichtige Grundlage für die positive Entwicklung des Mobile Commerce darstellt. Auch Apps und E-Mail-Abfragen werden mehrheitlich ein- oder mehrmals am Tag durchgeführt. Der Wunsch nach entsprechenden Mobile Commerce-Angeboten ist laut einer Umfrage bei einen Großteil der Smartphone-User vorhanden. Demnach wünschten sich 2010 fast 60 Prozent der User mehr mobiloptimierte Websites. Jeder zweite wollte mehr Apps nutzen können. Etwa 40 Prozent hätten Anzeigen von Shops in der Nähe sowie deren Angebote in Anspruch genommen. Online-Banking und die Ortung von Bekannten und Freunden in der Nähe wünschte sich etwa jeder Dritte der Befragten.

Online Shops 2010 – von den Anforderungen bis zum Zahlungsverfahren
Anforderungen
Online-Shops gehören zu den grundlegenden Bestandteilen des E-Commerce. An sie werden mittlerweile auf Seite der Kunden bestimmte Anforderungen gestellt, die auch 2010 in verschiedenen Studien untersucht wurden. Aus Sicht der Online-Händler gehörten die Zufriedenheitsgarantie, das On- und Offline-Kundenmanagement sowie das Retourenmanagement zu den von Kunden als wichtig erachteten Anforderungen. Mobile Commerce und Social Media wurden 2010 dabei als weniger wichtig für das eigene Leistungsangebot eingeschätzt.

Leistungen
Die angebotenen Leistungen der Onlinehändler entsprachen 2010 auch dem Bild der von ihnen eingeschätzten Kundenanforderungen. Dabei weichen jedoch die Pläne bezüglich Mobile und Social Commerce von den Aussagen zu den Anforderungen ab, da ein Großteil der Online-Händler die Umsetzung entsprechender Werbemaßnahmen 2010 anstrebten.

Zahlungsverfahren
Hinsichtlich der Zahlungsverfahren war neben dem Paypal-System (ca. 70%) die Vorabüberweisung (90 %) am beliebtesten bei den Online-Konsumenten. Zu etwa 65 Prozent wurden Kreditkarte und Nachnahmeverfahren zur Bezahlung der Online-Einkäufe gefolgt von Lieferung auf Rechnung (53%), Lastschrift (36%) und Sofortüberweisung (32%) verwendet. Lesen Sie hierzu auc: Übersicht Onlinebezahltsysteme für Online Shops

E-Commerce im Länder-Vergleich
E-Commerce in Europa 2010

Online-Konsumenten in Europa
Im weltweiten Vergleich gewann E-Commerce 2010 in sämtlichen Wirtschaftszweigen, ähnlich wie in den USA und Asien, an Bedeutung. Insbesondere im Zuge der Globalisierung, zeitlichen und logistischen Optimierung der Vertriebs- und Handelswege nutzten je nach Land etwa 30 bis 70 % der Europäer E-Commerce für den Online-Einkauf. 10 bis 25 Prozent der Europäer verkauften Produkte und Dienstleistungen über das World Wide Web.

An erster Stelle standen sowohl beim Online-Verkauf als auch beim -Einkauf die Nordeuropäer. 70 Prozent der Norweger kauften im Internet ein. In Deutschland waren es etwa 56 Prozent. Die Dänen belegten mit etwa 25 Prozent gefolgt von Deutschland (20 Prozent) beim Verkauf via Internet den ersten Platz. Unter dem EU-Durchschnitt lagen hauptsächlich die Zahlen der osteuropäischen Konsumenten, die beispielsweise aus Polen und Tschechien stammen. Aber auch in diesen Ländern sind mit dem erweiterten Ausbau der Internets und der Infrastruktur auch nach 2010 Steigerungsraten zu erwarten.

E-Commerce Unternehmen in Europa
Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen kauften 2010 im Internet ein bzw. verkauften Produkte online. Die EU-Durchschnittswerte lagen dabei bei 27 Prozent für den Einkauf und 13 Prozent für den Verkauf. Dabei lagen die Norweger beim Einkauf wiederum mit 56 Prozent an erster Stelle. In Deutschland kauften 44 Prozent der Unternehmen via Internet ein. Die Norweger belegten auch beim Verkauf durch Unternehmen mit einem Anteil von 31 Prozent den ersten Platz, gefolgt von Kroatien, den Niederlanden, Irland und Deutschland (20 bis 26 %).

E-Commerce weltweit 2010
Die weltweite Internetnutzung
Laut Statistiken nutzte weltweit jeder dritte bzw. vierte Mensch 2010 das Internet. In Kanada, Südkorea, ‚Großbritannien, Deutschland, Japan und den USA waren es über 70 Prozent. Der größte Teil der Nutzer stammte aus China (ca. 420 Mio), gefolgt von den USA (ca. 240 Mio) und Japan (ca. 99 Mio). Deutschland lag nach Indien und Brasilien mit etwa 65 Millionen Internetnutzern auf dem sechsten Rang. Während dies in Deutschland dem Bevölkerungsanteil von nahezu 80 Prozent entspricht, waren nur knapp 7 Prozent der indischen Bevölkerung bei einer Nutzerzahl von über 80.000 Menschen im Internet. Weltweit werden die Nutzerzahlen weiter steigen. Innerhalb der Jahre 2000 bis 2010 stiegen diese teilweise um das 10- (Iran: ca. 13.000 %) und 20-fache (Nigeria: ca. 21.000 %) an.

Kontinental betrachtet, greifen 40 Prozent der weltweiten Nutzer aus Asien auf das WorldWideWeb zu. Dies entspricht jedoch nur jedem fünften in Asien lebenden Menschen. Dahingegen bewegt sich weit über die Hälfte der Europäer, Australier sowie Nordamerikaner im Internet. Auch wenn die Nutzung des Internets nicht gleichbedeutend mit dem direkten Kontakt zu E-Commerce ist, so stellen diese Zahlen doch eine wichtige Grundlage für die Abschätzung bisheriger und zukünftiger Entwicklungen im Bereich E-Commerce dar.

Anbei soll die folgende Übersicht einen Einblick in die weltweite Internetnutzung sowie deren Entwicklung von 2000-2010 anhand der G20-Staaten geben:

Land – Bevölkerung 2010 absolut – Bevölkerung 2010 prozentual – Internetnutzer 2010 absolut – Internetnutzer 2010 prozentual – Wachstum der Internetnutzer 2000-2010 – Kontinent/Region

WELT – 6,8 Mrd. – 100 % – 1,97 Mrd. – 28 % – 444 % – weltweit
USA – 310 Mio. – 4,5 % – 240 Mio. – 77 % – 151 % – Nordamerika
JAPAN – 127 Mio. – 1,9 % – 99 Mio. – 78 % – 110 % – Ost-Asien
DEUTSCHLAND – 82 Mio. – 1,3 % – 65 Mio. – 79 % – 171 % – Europa
CHINA – 1,3 Mrd. – 19,9 % – 420 Mio. – 31 % – 1766 % – Ost-Asien
GROßBRITANNIEN – 61 Mio. – 0,9 % – 51 Mio. – 82 % – 234 % – Europa
FRANKREICH – 64 Mio – 1 % – 44 Mio. – 68 % – 425 % – Europa
ITALIEN – 60 Mio – 0,9 % – 30 Mio – 50 % – 127,5 % – Europa
KANADA – 33 Mio – 0,5 % – 26 Mio. – 77 % – 106,5% – Nordamerika
BRASILIEN – 196 Mio – 2,9 % – 75 Mio. – 37 % – 1418 % – Lateinamerika
RUSSLAND – 140 Mio – 2,1 % – 59 Mio. – 42 % – 1825 % – Europa/Asien
INDIEN – 1,1 Mrd. – 17,1 % – 81 Mio. – 6,9 % – 1520 % – Südostasien
SÜDKOREA – 48 Mio – 0,7 % – 39 Mio. – 81 % – 107 % – Ost-Asien
AUSTRALIEN – 21 Mio – 0,3 % – 17 Mio – 80 % – 158 % – Ozeanien
MEXIKO – 110 Mio – 1,6 % – 30 Mio. – 27 % – 1028 % – Zentralamerika
TÜRKEI – 71 Mio – 1,1 % – 35 Mio. – 45 % – 1650 % – Vorderasien
INDONESIEN – 237,5 Mio – 3,5 % – 30 Mio – 12 % – 1400 % – Südostasien
SAUDI-ARABIEN – 28 Mio – 0,4 % – 9 Mio. – 38 % – 4800 % – Vorderasien
SÜDAFRIKA – 48 Mio. – 0,7 % – 5 Mio – 10 % – 120 % – Afrika
ARGENTINIEN – 40 Mio. – 0,6 % – 26 Mio. – 64 % – 964 % – Lateinamerika
EUROPÄISCHE UNION – 500,0 Mio – 7,4 %

Quelle: http://www.internetworldstats.com/stats.htm

Quellen:
http://www.wikipedia.de
http://www.socialmedia-blog.de/2010/09/studie-mobile-commerce-bietet-groses-optimierungs-potenzial/
http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/64038_38540.aspx
http://www.ecc.de
http://ovk2.bvdw.org/fileadmin/bvdw-shop/ovk_online-report_201002.pdf
http://www.statista.de
http://www.onpulson.de/themen/1553/online-marketing-trends-fuer-das-jahr-2010/
http://www.E-Commerce-lounge.de/augmented-reality-E-Commerce-1662/
http://blog.carpathia.ch/2010/01/22/e-commerce-das-sind-die-trends-2010/
http://www.emarketer.com/Products/Reports
http://www.internetworldstats.com/stats.htmn u.a.:

1 Kommentar

  1. Cloud Computing ist die Verwendung von Computerressourcen (Hardware und Software), die als Dienst über ein Netzwerk (typischerweise das Internet) geliefert werden. Zum Beispiel E-Mail. Der Name kommt von der gemeinsamen Nutzung einer Cloud-förmige Symbol als eine Abstraktion für die komplexe Infrastruktur enthält in System-Diagramme.

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