Die Zukunft der Logistik – Ausblick auf 2016

Die Logistik der Zukunft

In München treffen sich am 1.+ 2. März 2016 wieder alle namhaften Unternehmen der E-Commerce Branche auf der Internet World. Auf der Messe werden aktuelle Produkte und Services vorgestellt und Zukunftsvisionen präsentiert, die unter anderem für die Logistikbranche relevant sind. Im Vorfeld der Messe hat der Hermes Geschäftsführer Thomas Horst ein Interview gegeben, in dem er sich mit der Zukunft der Logistik auseinandersetzt und Themen wie Präzision bei der Zustellung, Grenzen der Logistik und „Big data“ anspricht.

Die Zukunft der Logistik – diese Entwicklungen sind wahrscheinlich

Thomas Horst sieht in „Plan- und steuerbaren Services“ einen großen Trend in der Logistikbranche für das Jahr 2016. Die Dienstleistungen werden immer individueller an den Kunden angepasst, der sein Paket an einen bestimmten Shop oder in einem bestimmten Zeitfenster zugestellt bekommen möchte. Logistikunternehmen müssen demzufolge verstärkt auf Präzision setzen und ihre Services dahingehend optimieren. Das Thema „same day“ spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Die Kunden wünschen sich, dass Pakete noch am selben Tag zugestellt werden, was sich allerdings für bestimmte Produktgruppen (z.B. Medikamente und Elektronik) eher anbietet als für andere. Einen zweiten Trend sieht Horst in mobilen Services. Diese bestehen zum Beispiel in mobilen Paketscheinen und werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die Nutzerzahlen in diesem Bereich haben sich 2015 verzehnfacht und weitere Steigerungen werden erwartet.

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Grenzen der Logistik – Qualität hat ihren Preis

Die Kunden stellen immer höhere Anforderungen an die Logistik, weswegen immer neue Innovationen und Verbesserungen, wie sie auf der Internet World vorgestellt werden, angesagt sind. Eine solche Neuheit ist die Zustellung von Paketen mittels Drohnen, die von den Medien oft als Zukunft der Logistikbranche dargestellt wird. Thomas Horst sieht dieser Entwicklung nüchterner entgegen. Er geht davon aus, dass Drohnen für bestimmte Einsatzgebiete eine gute Ergänzung sein können. Eine flächendeckende Paketzustellung auf diese Weise wird jedoch bereits aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht durchführbar sein. Neben solchen Grenzen entscheidet immer auch der Preis über das Machbare in der Logistikbranche. Denn nicht jeder Service, der möglich ist, kann angeboten werden, sondern nur solche Dienstleistungen, für die der Kunde bereit ist zu zahlen. Hohe Präzision stellt beispielsweise hohe Anforderungen an die Branche. Wer hier Qualität und Individualität verlangt, muss bereit sein, diese zu bezahlen.

Big data – Informationsverarbeitung in der Logistik

Big data spielt Thomas Horst zufolge in der Logistik schon seit Längerem eine Rolle. Die Unternehmen haben zahlreiche Informationen über die Kunden und wissen beispielsweise, wann diese zu Hause sind. Diese Daten werden genutzt, um das Logistikangebot zu individualisieren und präziser zu gestalten. Das Ziel hierbei ist es, die Zustellquoten zu optimieren, sodass Kunden ihre Pakete schneller und mit weniger Aufwand (kein Gang mehr zum Paketshop) bekommen. Wie in den anderen Bereichen, sind auch bei der Datenverarbeitung Innovationen gefragt, die Service und Datensicherheit miteinander in Einklang bringen. Visionen und Konzepte hierzu werden ebenfalls von den auf der Internet World vertretenen E-Commerce Unternehmen thematisiert.

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