Die richtige Content Marketing Strategie entwickeln

Der Wunsch, im Internet mit einer eigenen Idee richtig durchzustarten, wird von vielen Verbrauchern gehegt. Hört und liest man doch immer wieder, dass das World Wide Web die besten Möglichkeiten für einen privaten wie auch beruflichen Erfolg bereithält. Es bedarf lediglich einer griffigen Idee, einer optimal abgestimmten Strategie, Durchhaltevermögen und im besten Falle auch einem Quäntchen Glück.

Content Marketing – Theorie und Praxis

Doch so einfach und plausibel die Theorie auch klingen mag – die Praxis gestaltet sich meist etwas beschwerlicher. Mehr als 1 Milliarde Internetseiten gibt es. Tendenz steigend. Google verzeichnet zudem über 50.000 Suchanfragen pro Sekunde und 7.000 Tweets werden verfasst. Ebenfalls pro Sekunde. Wie soll man da als kleiner Neuling auf sich aufmerksam machen und sicherstellen, dass man in der breiten Masse nicht untergeht?

Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Content Marketing. Was es damit auf sich hat und wie die perfekte Content Marketing Strategie ein jedes E-Commerce Unternehmen perfekt unterstützt, möchten wir in diesem umfangreichen Ratgeber etwas genauer beschreiben.

Damit eine gewisse Übersicht gegeben ist, haben wir den Ratgeber in verschiedene Bereiche unterteilt. Zuerst soll geklärt werden, was Content Marketing überhaupt ist und welche Komponenten dazugehören. Im Anschluss soll es darum gehen, die einzelnen Komponenten aufzuschlüsseln und so zu präsentieren, dass diese ihren Nutzen für E-Commerce Unternehmen darstellen können. Zu guter Letzt geht es im Ratgeber darum, Empfehlungen auszusprechen und aufzuzeigen, wie die optimale Content Marketing Strategie gefunden werden kann.

Was bedeutet Content Marketing?

Content Marketing ist ein noch relativ junges Instrument im Bereich des Online Marketings. Eine feste Definition für diesen Begriff gibt es nicht. Trotz alledem lassen sich die Inhalte, Aufgaben und damit verbundenen Wünsche recht gut beschreiben und darlegen.

So handelt es sich dabei um eine Marketing Technik, die verschiedene Bereiche miteinander verbindet. Sie bilden den Kern beim Aufbau einer Internetpräsenz und sorgen unter anderem dafür, dass das geplante oder bereits vorhandene E-Commerce Unternehmen erfolgreich geführt werden kann.

Grob beschrieben soll Content Marketing erreichen, dass sich die Zielgruppe des Unternehmens auf der entsprechenden Internetpräsenz nicht nur unterhalten und informiert fühlt, sondern auch beraten und zum Kauf animiert. Ein Ziel beziehungsweise ein Fakt, den eigentlich alle Internetseiten pauschal erst einmal erfüllen sollten. Denn die Wenigsten erstellen eine Internetseite aus Jux, sondern verfolgt damit ein festes Ziel: Interessenten anzusprechen, zu unterhalten und zu informieren. Warum daher also eigens ein Aufgabenfeld kreieren, welches sich Content Marketing nennt und mit einer festen Strategie verbinden?

So trivial die Beschreibung der Aufgabe von Content Marketing auch klingen mag, so schwierig ist es, diese in die Tat umzusetzen. Denn der Wille, eine spannende und verkaufsfördernde Internetseite zu erstellen, reicht schon lange nicht mehr aus, um dieses Ziel zu erreichen. Zu groß ist die Konkurrenz im Netz, um sich dort mit einfachen Mitteln durchsetzen zu können. Vielmehr ist es so, dass alles sehr genau geplant und erarbeitet werden muss. Und wie dies geht und welche Wege dafür beschritten werden müssen, zeigt die Content Marketing Strategie auf, die für jedes Unternehmen und für jedes Vorhaben im Internet explizit erstellt werden muss.

Was umfasst Content Marketing?

Content Marketing besteht aus verschiedenen Komponenten, die geschickt miteinander verknüpft werden sollten. Um Erfolg damit haben zu können, reicht es somit nicht nur aus, viel Text auf eine Internetseite zu bringen und dann abzuwarten, was passiert. Selbst wenn der Text dem Thema entspricht und gut recherchiert ist.

Es muss eine perfekte Mischung gefunden werden, damit der Leser nicht nur von einer Wand aus Buchstaben empfangen wird, sondern einen roten Faden erkennt und auch ohne das vollständige Lesen des Textes den Inhalt erfassen kann. Möglich ist dies unter anderem mit:

  • Blogbeiträgen, die nicht nur informieren, sondern auch unterhalten und aus der Praxis berichten
  • Infografiken, die das Geschriebene noch einmal zusammenfassen und übersichtlich darstellen
  • Softwareprodukte, die als Empfehlung vorgestellt werden
  • Spiele oder andere Unterhaltungsmöglichkeiten, die ebenfalls auf das Thema hinauszielen und es vertiefen
  • Fotos – zum Thema der Internetseite passend
  • Videos
  • Tests – Leser lassen sich leichter überzeugen, wenn Testberichte die Wertigkeit der dargelegten Äußerungen unterstreichen
  • Umfragen – die Meinung anderer Nutzer ist sehr wichtig – das Einbinden einer Umfrage daher durchaus empfehlenswert
  • Studien unterstreichen ebenfalls sehr gut die Wertigkeit und werden das Vertrauen der Leser wecken
  • Ratgeber – immer gerne gesehen, da sie nicht nur blanke Fakten liefern, sondern viele Dinge auch umfassend beschreiben und erläutern
  • E-Books sind bei größeren Themen ein sehr probates Mittel, auch über die Internetseite hinaus bekannt zu werden und das eigene Wissen in die weite Welt zu tragen

Diese Liste ließe sich durchaus noch erweitern, da Content Marketing nicht auf einige wenige Bereiche begrenzt ist, sondern immer voraussetzt, dass man sich breit aufstellt. Hinzu kommt, dass wir bezüglich der Möglichkeiten im Internet noch lange nicht an unseren Grenzen nagen. Vielmehr werden immer weitere Möglichkeiten auftauchen, die wir heute noch gar nicht erkennen können und die diese kleine Liste immer wieder erweitern werden.

Was sind die Hauptziele einer guten Content Marketing Strategie?

Im Prinzip ist es so, dass man mit einer guten Content Marketing Strategie drei wichtige Hauptziele verfolgt. Diese wären:

  • Die Positionierung einer Marke am Markt
  • Die Kundengewinnung
  • Die Kundenbindung

Jedes Unternehmen und jeder Selbständige möchte mit seinem Namen beziehungsweise mit seinem Unternehmen Geld verdienen. Damit dies gelingt, ist es wichtig, den eigenen Namen, das Unternehmen beziehungsweise die daraus resultierenden Produkte zu einer Marke zu machen.

Wer einen Wiedererkennungswert hat, hat es deutlich leichter, am Markt zu bestehen. Denken wir nur einmal an Coca Cola oder Nutella. Wer diese Namen hört, verbindet damit eine Marke, eine Geschichte und eine gewisse Wertigkeit.

Nun kann der Weg bis zur Marke recht lang und steinig sein. Daher sollte bei der Entwicklung der passenden Content Marketing Strategie daran gedacht werden, dass es nicht immer entscheidend ist, ganz oben zu stehen, sondern dafür zu sorgen, mit der entwickelten Marke Qualität und Beständigkeit in zu symbolisieren. Gelingt dies, dann gelingen auch die Kundengewinnung und die Kundenbindung. Und daraus kann dann der langfristige Erfolg entstehen.

Warum auf Content Marketing setzen?

Es mag einige Verbraucher geben, die das Thema Content Marketing als kurzfristigen Hype ansehen und ihm daher nicht allzu viel Bedeutung schenken. Aber das haben viele früher auch vom Internet, vom Handy und von vielen anderen Dingen gedacht. Und daher ist es wichtig, dass dem Content Marketing die Bedeutung zugesprochen wird, die es verdient hat und die ihm gerecht wird.

Die Menschen werden seit Jahrzehnten mit Werbung regelrecht bombardiert. Die privaten Fernsehsender schaffen es, bis zu einer Stunde Werbung in einen Film zu packen. Dies nervt und treibt viele dazu, während der Werbung den Sender zu wechseln.

Auch im Internet gab und gibt es immer noch Seiten, die eine Fülle an Bannern enthalten und einzig darauf ausgerichtet sind, die Leser zu einem Kauf zu drängen. Solche Seiten werden aber immer mehr von den Suchmaschinen abgestraft, da eben der informative Content fehlt und es nicht nur darum gehen darf, Werbung zu machen, sondern auch zu unterhalten und zu informieren. Denn dafür wurde das Internet eigentlich erfunden.

Mit dem Content Marketing wird „die alte Form der Werbung“ abgelöst. Heute wird mit guten Inhalten geworben und nicht mit blinkenden Bannern und Links. Selbst das E-Mail Marketing funktioniert deutlich besser, wenn die Mail einen guten Inhalt mit sich bringt, als lediglich auf einen Verkaufslink verweist.

Und auch das Social-Media Marketing funktioniert nur dann, wenn gute Inhalte dahinterstehen. „Ich bin toll und ihr könnt es auch werden“ reicht nicht mehr aus.

Selbst beim guten alten SEO, was immer als Grundlage für eine gute Platzierung in den Suchmaschinen gewertet wurde, kommt man ohne eine gute Content Marketing Strategie und somit sehr guten Inhalten nicht mehr aus. SEO Texte, in denen Keywords so eingesetzt werden, dass diese den Lesefluss stören oder gar bezüglich der Grammatik überhaupt nicht passen, schaffen es schon lange nicht ehr, zu begeistern. Die Leser lassen sich solche Dinge nicht mehr gefallen, erkennen recht schnell, dass es sich dabei lediglich um plumpe SEO Werbung handelt und wechseln zur Konkurrenz.

Daher gilt stets die Devise: Erst muss der Kunde begeistert werden, bevor ihm was verkauft werden kann.

Die Einteilung in Zielgruppen

Um die passende Content Marketing Strategie finden zu können, muss die Zielgruppe analysiert werden, die damit angesprochen werden soll. Es bringt nichts, eine Strategie zu entwickeln, die keinen festen Ansprechpartner kennt. Jedes Produkt, jede Dienstleistung und jedes Unternehmen zielt auf eine bestimmte Zielgruppe ab. Dabei geht es nicht unbedingt um das Alter der Leser beziehungsweise Kundschaft. Es geht auch um das Geschlecht, die Interessen und die fachlichen Voraussetzungen.

Soll eine Internetpräsenz erstellt werden, die ein Unternehmen aus der Baubranche vorantreiben soll, dann werden in der Regel Männer zwischen 25 und 60 angesprochen, die ebenfalls auf dem Bau tätig sind oder sich für handwerkliche Leistungen interessieren. Attribute, die Frauen oder auch die ältere Generation ansprechen, sind daher deplatziert.

Welche Ziele sollen verfolgt werden?

Beim Content Marketing gibt es die kurzfristigen und die langfristigen Ziele. Angestrebt werden jedoch immer die langfristigen Ziele. Die kurzfristigen Ziele dienen lediglich als Zwischenschritte auf dem Weg zum Endprodukt.

Als wichtigstes kurzfristiges Ziel kann die Gewinnung neuer Interessenten angesehen werden. Je mehr Menschen die Internetseite des E-Commerce Unternehmens frequentieren, umso größer auch die Chance auf einen finanzielle Erfolg. Zudem sollte kurzfristig auch immer eine Erhöhung der Reichweite angestrebt werden, was mit der Gewinnung neuer Interessenten gleichgesetzt werden kann.

Langfristig gesehen müssen folgende Ziele angestrebt werden:

  • Aufbau einer Community mit regelmäßigen Lesern und Kunden
  • Erstellung eines eigenen Kommunikationssystems (E-Mail, Chat, Social Media Kanäle, Telefon usw.)
  • Aufbau der eigenen Marke
  • Aufbau von Vertrauen und Sicherheit
  • Aufbau einer guten Listung in den Suchmaschinen
  • Bindung von sogenannten Influencern an die Internetpräsenz

Bei der langfristigen Zielsetzung wird immer von mehreren Jahren gesprochen. Denn Erfolg stellt sich nun einmal nicht sofort ein. Vor allen dann, wenn dieser sich kontinuierlich aufbauen und auch noch in vielen Jahren bestehen soll, ist es wichtig, dass die Content Marketing Strategie entsprechend langfristig angelegt wird.

Ziele richtig definieren

Es reicht nicht aus, die eigenen Ziele zu kennen und zu benennen. Sie müssen auch fest definiert werden. Denn nur dann können sie auch gezielt angestrebt werden.

Geklärt werden muss daher, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Wird verstärkt auf Social Media gesetzt? Oder doch eher auf Backlinks? Beide Aspekte sollten natürlich parallel laufen. Doch wer sich einen Weg heraussucht und diesen als Kaiserweg nutzt, wird höchstwahrscheinlich schneller zum Ziel kommen:

Tipp: Die Auswahl des richtigen Weges sollte vom Klientel abhängen, welches angesprochen werden soll. Junge Kundschaft erreicht man eher über die Sozialen Medien als ältere Kundschaft. Es gilt daher, den Kunden da abzuholen, wo er steht und nicht darauf zu warten, dass dieser auf einen draufzukommt.

Next Steps beim Content Marketing

So führt der Weg zum Ziel

Eine gute Content Marketing Strategie verläuft nach einem festen Plan. An dessen erster Stelle steht immer die Strategiefindung, die möglichst detailliert erfolgen sollte. Danach gilt es, ein Konzept und die dazugehörige Planung zu erstellen. Ist dies gelungen, kann es an die Umsetzung gehen. Während dieser Phase sollte immer wieder ein Qualitätsmanagement stattfinden. Alle Abläufe müssen in einer gewissen Regelmäßigkeit hinterfragt und überprüft werden, um die Zielführung nicht aus den Augen zu verlieren und auf einem gleichbleibend hohen Level arbeiten zu können.

Zu guter Letzt geht es dann darum, aus den Errungenschaften den entsprechenden Profit zu ziehen. Niemand macht etwas umsonst. Daher ist es wichtig, dass sich die Bemühungen am Ende des langen Weges auch auszahlen.

So sieht ein gutes Konzept aus

Die Erstellung von einem Konzept ist einer der wichtigsten Bausteine auf dem Weg zu einer guten Content Marketing Strategie. Ohne Konzept kein Weg und ohne Weg kein Ziel beziehungsweise Erfolg.

Für die Erstellung des passenden Konzeptes sollten folgende Fragen beantwortet werden können:

  • Welche Ziele sollen erreicht werden?
  • Welche Zielgruppe wird benötigt, um die angestrebten Ziele erreichen zu können?
  • Wer soll sich vom Content angesprochen fühlen?
  • Wie soll die angestrebte Zielgruppe angesprochen werden?
  • Welche zusätzlichen Bausteine kommen neben einem guten Content für die Gestaltung und Umsetzung in Frage?
  • Welche zusätzlichen emotionalen Trigger werden benötigt, um die Strategie optimal umsetzen zu können?
  • Wird ein Storytelling benötigt?
  • Wie sollen die Leser angesprochen werden?
  • Wie sieht der passende Plan für die Umsetzung aus?
  • Welcher zeitliche Rahmen ist gegeben?
  • Wer wird alles in die Umsetzung der Content Marketing Strategie eingebunden?
  • Welche Kosten entstehen?

Zum letzten Punkt möchten wir etwas ausführlicher arbeiten, da dieser für viele E-Commerce Unternehmen ein wichtiger Knackpunkt ist. Die lieben Kosten. Keiner mag sie jeder will sie umgehen – doch lassen sie sich eigentlich umgehen?

Fakt ist, dass Qualität seinen Preis hat. Und Fakt ist auch, dass nicht jeder alles kann. Eine ausgereifte Content Marketing Strategie zu entwickeln und dann auch erfolgreich umzusetzen verlangt nach Ausdauer, Fachwissen und Gespür für den Markt. Viele Unternehmer sind in ihrem Fachgebiet Spitze. Doch was Online Marketing betrifft, fehlen oftmals die grundlegenden Kenntnisse, um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Daher ist es in vielen Fällen wichtig, einen Fachmann hinzuzuziehen, der nicht nur berät, sondern auch für die Umsetzung verantwortlich ist.

Bewegt sich das Unternehmen in einem kleinen regionalen Rahmen und hat es wenig Konkurrenz innerhalb dieses Rahmens, dann ist eine Content Marketing Strategie nicht nur schneller gefunden, sondern auch umgesetzt. Soll jedoch überregional oder sogar global gedacht werden, dann gestaltet sich die Content Marketing Strategie deutlich umfangreicher und deren Umsetzung verlangt nach viel Know-How.

Empfehlenswert ist es daher immer, einen Fachmann hinzuzuziehen, wenn größere Ziele ins Auge gefasst werden. Wie bereits zu Beginn geschrieben, ist das Internet inzwischen die Heimat von mehr als 1 Milliarde Internetseiten. Und täglich werden es mehr.

Wer hier überleben will, muss sich besonders gut aufstellen, um irgendwie aus der breiten Masse herausstechen zu können. Ein kleiner Handwerker, der nur in seiner Ortschaft und in der Umgebung aktiv sein will, wird bei Google mit den entsprechenden Suchbegriffen schneller zu finden sein als ein E-Commerce Unternehmen, welches sich beispielsweise auf Geldanlagen oder ähnliche Dinge spezialisiert hat. Das Gewerbe bestimmt somit, wie umfangreich die Content Marketing Strategie ausfällt und welcher Aufwand betrieben werden muss, um diese umzusetzen.

Eine pauschale Zahl bezüglich der Kosten kann nicht genannt werden. Einerseits, weil das Umsetzen der Strategie ein langer Prozess ist und sich die Kosten entsprechend über einen langen Zeitraum erstrecken. Auf der anderen Seite aber auch, weil jedes Projekt anders ist und daher keine pauschalen Zahlen empfehlenswert sind.

Diese Fehler gilt es zu vermeiden

Nun wurden inzwischen viele Erläuterungen, Tipps und Tricks zum Thema „Content Marketing Strategie“ genannt und ausführlich abgehandelt. Der letzte Teil dieses Ratgebers soll sich daher mit den Fehlern beschäftigen, die das Content Marketing mit sich bringen kann. Denn auch wenn alles genau geplant, strukturiert und durchgeführt wurde, kann es immer wieder passieren, dass kleine Fehler zu großen Schäden führen. Daher an dieser Stelle die 10 schlimmsten Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten.

1. Keine richtige Strategie

Klingt komisch, kommt aber immer wieder vor – Unternehmen, die nicht in der Lage sind, eine griffige Content Marketing Strategie zu entwickeln. Sie gehen zwar davon aus, dass ihre Strategie gut ist und das Unternehmen voranbringt. Bei näherer Betrachtung kann jedoch schnell festgestellt werden, dass die geplante Strategie nicht den erhofften Erfolg bringen wird.

Oftmals liegt der Fehler schon in den Kinderschuhen. Es wird einfach eine Internetseite oder ein Blog ins Leben gerufen, der „einfach nur“ informieren und dafür sorgen soll, dass man im World Wide Web vertreten ist. Schließlich heißt es ja: „Dabeisein ist alles.“

Doch schon hier liegt der größte Fehler, der gemacht werden kann: Wer einfach loslegt, ohne sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, welches Ziel verfolgt werden soll und mit welchen Mitteln dieses Ziel erreicht werden kann, der wird dem Erfolg immer hinterherrennen. Daher ist es wichtig, dass immer ein Ziel definiert wird.

Gibt es dieses Ziel nicht, dann verrennt man sich schnell in den vielen kleinen Dingen, die den Weg zum Erfolg säumen. Der Inhalt der Seite schweift ab und konzentriert sich nicht mehr auf den eigentlichen Kern. Schnell wird dann festgestellt, dass eine zu breite Aufstellung auch nicht gut ist. Aber bis dahin sind schon viele Stunden Arbeit in die Internetpräsenz geflossen, die im Endeffekt als vergeudet bezeichnet werden können.

Daher folgender Rat: Ohne Strategie kein ordentliches Ziel und keine ordentliche Reichweite. Eine gute Content Marketing Strategie zeigt den Weg konkret auf, ist aber so gestaltet, dass Anpassungen jederzeit möglich sind.

2. Kein Plan

Eine Strategie ist gut und schön. Sie taugt aber nur dann etwas, wenn diese nicht nur im Kopf, sondern auch auf dem Papier vorhanden ist. Wer als E-Commerce Unternehmen richtig durchstarten will, muss seine Strategie auf dem Papier verankert haben. Dies kann auf die gute alte Weise in Form von einem Heft oder einem Block erfolgen, wo alles notiert wird. Es ist aber auch möglich, den Plan in digitaler Form zu hinterlegen.

Im Plan müssen nicht nur die Ziele genau definiert werden, sondern auch, wann diese erreicht werden sollen. Zudem müssen Kompetenzen und Verantwortungen verteilt werden. Wer nicht alleine an einem Projekt arbeitet, sollte die Last gleichmäßig auf allen Schultern verteilen. Teamwork ist auch im Internet unverzichtbar und der Schlüssel zum Erfolg.

3. Content Marketing ist keine Werbung

Content Marketing hat das Ziel, ein E-Commerce Unternehmen bekannter zu machen. Es soll auf die Erfolgsspur gebracht und dort gehalten werden.

Viele Unternehmer verwechseln Content Marketing jedoch mit Werbung. Sie bewerben gnadenlos ihr Produkt, ohne zu merken, dass die Unterhaltung und die allgemeine Information fehlen. Kunden wollen aber nicht nur umworben werden. Sie wollen auch etwas lernen, wollen sich über das Thema im Allgemeinen informieren und werden dann, wenn sie sich wohl und gut aufgehoben fühlen, aus dieser Stimmung heraus auch aktiv werden. Das heißt, sie werden Kaufabschlüsse oder andere wünschenswerte Handlungen anstreben.

Wichtig ist daher, dass die eigenen Leistungen und Produkte nicht allzu sehr im Vordergrund stehen. Sie sind wichtig, sollten aber nicht überdecken, dass eigentlich der Leser, aus dem einmal ein Kunde werden soll, immer im Vordergrund stehen muss.

4. Keine feste Zielgruppe definiert

Wie wichtig die Zielgruppe für die Ausrichtung einer Internetpräsenz ist, wurde bereits ausführlich im entsprechenden Kapitel abgehandelt. Es gibt jedoch Seitenbetreiber, die gar nicht genau wissen, wer ihre Zielgruppe ist. Sie wollen die breite Masse ansprechen, vergessen aber dabei, dass es viel schwieriger ist, mit der breiten Masse Erfolge zu verzeichnen als mit der Zielgruppe.

Wer weiß, wen er ansprechen kann und muss, kann den kompletten Internetauftritt auf die entsprechende Zielgruppe hin ausrichten. Sollen Senioren angesprochen werden, muss die Seite völlig anders gestaltet werden als bei einer jungen Zielgruppe. Und dies bezieht sich nicht nur auf die Gliederung, die Schriftgröße und den allgemeinen Inhalt. Auch die Bedienbarkeit, die Wortwahl und die Möglichkeiten für den Kontakt müssen der Zielgruppe entsprechend hin ausgerichtet werden.

5. Content Marketing nur kurzfristig einsetzen

Content Marketing ist nichts, was man für ein paar Wochen mal ausprobiert und dann wieder verwirft. Wer Erfolg haben will, muss die ganze Aktion als langfristigen Prozess ansehen. So wie alles im Internet, benötigt auch Content Marketing seine Zeit, um seinen Nutzen optimal entfalten zu können. Daher darf nicht in kleinen Zeiträumen gedacht werden.

Content benötigt Zeit, bis er „arbeitet“. Alleine die Tatsache, dass Suchmaschinen die Seiten erst einmal finden und listen müssen, darf nicht vergessen werden. Zudem muss der der Content erst aufbauen. Ein einzelner Text reicht nicht aus, um Erfolg zu haben. Daher ist es sehr wichtig, dass immer langfristig gedacht und gehandelt wird und die Strategie nicht nur für das Hier und Jetzt entsteht.

6. Es geht nicht ohne Kontrolle

Selbst die beste Idee und Strategie kann Fehler aufweisen. Auch beim Content Marketing. Daher ist es unerlässlich, die eigene Strategie immer wieder zu hinterfragen und nachzubessern. Wer dies vergisst, verpasst den Anschluss an die Konkurrenz und wird den Erfolg an sich vorbeiziehen sehen.

Jeder Schritt sollte daher immer kritisch hinterfragt und kontrolliert werden. Und zwar nicht erst dann, wenn der Erfolg nachlässt, sondern in regelmäßigen Abständen. Im besten Falle mit Hilfe von einem Plan, der genau regelt, wann was kontrolliert wird.

7. Nichtssagende Worte

Experten empfehlen, die Internetseiten mit vielen Worten zu füllen. Je mehr Content, umso interessanter für die Suchmaschinen. Doch was nützen noch so viele Worte, wenn es sich dabei nur um belanglose Phrasen handelt, die weder für den Leser, noch für die Suchmaschinen einen Nutzen mit sich bringen?

Qualität ist das A und O bei jeder Aktion, die angeschoben werden soll. Wer seine Texte nur halbherzig verfasst, der muss sich nicht wundern, wenn das Interesse daran auch nur halbherzig ist.

8. Der Leser wird nicht animiert

Auch wenn die Werbung nicht im Vordergrund stehen soll, so ist es doch wichtig, dass der Leser zu einer Handlung animiert wird. „Call to Action“ nennt dies der Fachmann. Das bedeutet, dass der Leser aufgerufen werden muss, etwas zu tun, nachdem er den Content gelesen hat.

Beispielsweise kann er seine Meinung hinterlassen, etwas kaufen oder weitere Informationen beziehen. Je nachdem, welches Ziel die Internetseite verfolgt und welche Handlungen damit verbunden werden können.

Geschieht dies nicht, dann sind zwar vielleicht ausreichend Leser vorhanden, der Umsatz stimmt aber nicht. Und eine gute Idee, die im Internet umgesetzt werden soll, benötigt auch Umsatz. Denn dieser stellt sicher, dass die Idee weiterverfolgt werden kann und am Ende zu einem Erfolg wird.

9. Die sozialen Medien werden ignoriert

„Ich habe doch schon eine Internetseite. Warum soll ich denn dann auch noch in den sozialen Medien aktiv sein?“

Ein Satz, der sehr oft verwendet wird und sehr deutlich aufzeigt, dass die entsprechenden Unternehmen keine Ahnung haben, wie eine gute Content Marketing Strategie funktioniert.

Es reicht nicht aus, „nur“ eine Internetseite zu erstellen und dann zu hoffen, dass die Leser in Scharen angerannt kommen. Man muss sie animieren, dies auch zu tun. Und dafür ist es wichtig, breit aufgestellt zu sein. Nicht bezüglich des Inhaltes der Internetseite, sondern immer in Bezug auf den Internetauftritt.

Soziale Medien wie Facebook, Xing, Twitter und andere Ableger sollten für Unternehmen in unserer heutigen Zeit keine Fremdworte mehr sein. Sie haben eine enorme Reichweite. Wer denkt, dass er dort nichts zu suchen hat und nur seine Zeit verschwendet, sollte sein ganzes Vorhaben noch einmal überdenken und gegebenenfalls auf Eis legen. Auch wenn dies hart klingen mag.

Aber wer die sozialen Medien als wichtige Chance für den Erfolg nicht erkennt, ist nicht reif für das Internet und sollte sich anderweitig betätigen. Daher ist es sehr wichtig, dass alle wichtigen Kanäle bedient werden, die allesamt eine Richtung einschlagen. Nämlich die Richtung, die zum Erfolg führt.

10. Die Seite besteht nur aus Text

Content Marketing bedeutet nicht, dass nur viel SEO Text auf eine Internetseite gebracht werden muss und dann läuft der Hase. Content Marketing bedeutet, dass der Text auch um Bilder, Grafiken, Videos und Präsentationen eingebunden werden müssen. Alles in den gängigen Formaten, gut beschriftet und mit einem aussagekräftigen und zum Thema passenden Inhalt. Wer dies nicht tut, wird seine Leser auch nicht langfristig fesseln können und der Umsatz wird sich nicht so entwickeln, wie dies gewünscht wird.

Fazit:

Eine ausgereifte Content Marketing Strategie zu finden, ist nicht einfach. Sie wird jedoch benötigt, um ein E-Commerce Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und um die unternehmerischen Ziele verfolgen zu können, die angestrebt werden.

Eine gute Content Marketing Strategie besteht aus vielen Bausteinen, folgt einem strikten Plan und lässt sich trotz alledem beliebig anpassen und verfeinern, damit diese am Ende die gewünschte Reichweite erreicht.

> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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