Das Ausfallrisiko sicher vermeiden – mit skalierbaren Online-Shops

In den letzten Monaten jedes Jahres beginnt die Hochsaison für den E-Commerce. Der Auftakt des Jahresendspurtes ist der „Black Friday“ – der Freitag nach Thanksgiving, der in Amerika als Start der Weihnachtseinkäufe gilt und mittlerweile auch in Deutschland eine größere Rolle spielt. So haben auch hierzulande viele Onlinehändler den Anlass genutzt, um Kunden mit Rabatten und Aktionskampagnen zu locken. Eine aktuelle Studie von Keynote hat jedoch gezeigt, dass viele Händler nur unzureichend auf den Ansturm auf ihren Onlineshop vorbereitet waren. Die Folge: Der Traffic geht nach oben, Kunden sind von langen Wartezeiten genervt und schlimmstenfalls bricht der Webshop einfach zusammen. Für einige war das kein guter Auftakt für das intensive Weihnachtsgeschäft.

Kaufabbrüche und Umsatzeinbußen
Lange Ladezeiten und technische Timeouts verärgern Kunden, so dass diese mit Unverständnis reagieren und den Kaufprozess abbrechen. Schnell verliert man seine Käufer an die Konkurrenz, die im Netz bekanntlich nur einen schnellen Klick entfernt ist. Auch für die Suchmaschinenoptimierung ist der problemlose Betrieb eines Online-Shops wichtig: Lange Ladezeiten führen nämlich auch zu höheren Keyword-Preisen und einem schlechten Google-Ranking. Und gerade die Schnelligkeit macht doch das Online-Shopping aus. Man muss nicht stundenlang an der Kasse stehen oder nach dem Verkäufer suchen, um eine Information zu bekommen. Der Kunde erwartet einen reibungslosen Einkauf, der ohne technische Hürden vonstattengeht.

Die Lösung kommt aus der Cloud…
… und bietet Skalierbarkeit bei Spitzenbelastungen. Onlinehändler oder Unternehmen, die saisonal- oder aktionsbedingte Anstürme erleben, brauchen die flexible Bereitstellung skalierbarer IT-Ressourcen. Bei Lastspitzen erhalten Website-Betreiber zeitlich begrenzt Zugriff auf große Rechenkapazitäten, auf die man nach dem Abflauen des Peaks auch schnell wieder verzichten möchte. Speziell für diese Anforderungen sind neue Cloud-Modelle entstanden. Die sogenannte Hybrid-Cloud vereint Private und Public Cloud-Ressourcen, um eine dynamische und flexible Bereitstellung zu gewährleisten. Den Kern der Hybrid Cloud bildet ein dedizierter Ressourcenpool. Admin- bzw.- Root-Rechte liegen beim Nutzer, der uneingeschränkten Zugriff auf das System hat und unkompliziert Einstellungen bezüglich Storage, RAM oder CPU tätigen kann. Wenn Online-Händler aufgrund von saisonalen Anlässen oder bestimmten Marketingaktionen mit steigendem Traffic rechnen, können sie die Ressourcen schnell und unkompliziert an die Anzahl der zu erwarteten Website-Besucher anpassen. Lastspitzen werden so durch zusätzliche Ressourcen in einer geteilten Cloud-Umgebung abgefangen. Der Vorteil dabei ist, dass man zeitlich begrenzt auf große Rechenkapazitäten zurückgreifen kann, die in einer flexibel gestalteten Cloud-Umgebung liegen. Damit können Shopbetreiber sofort auf hohe oder auch auf niedrige Auslastung reagieren und weitere Kapazitäten zu- oder abschalten. Das spart insgesamt Kosten, da man nur für die Leistung zahlt, die man auch in Anspruch nimmt und nicht an fest geschnürte Pakete gebunden ist. Einige Provider bieten auch die Variante an, diesen Prozess durch einen Managed Hosting-Service abzusichern. Dann unterstützen Experten punktuell dabei, das richtige Sizing zu finden oder übernehmen auf Wunsch die Anpassungen komplett.

Weiterhin wichtig ist es, dass der Provider, für den man sich entschieden hat, eine Hochverfügbarkeit aller Infrastrukturkomponenten gewährleistet, damit beim Ausfall einer Komponente nicht das ganze Shopsystem zusammenbricht. Ein redundantes Monitoring aller Prozesse gibt Seitenbetreibern zusätzlich alle relevanten Informationen, um die Verfügbarkeit und die Performance des eigenen Online-Shops langfristig sicherzustellen.

Der nächste Anlass für einen Besucherstrom kommt bestimmt. Einen schönen Überblick bietet der E-Commerce-Saisonkalender von Angron. Gut, wenn man als Onlinehändler darauf vorbereitet ist.

Autor:

Wolf-Dieter ist Redakteur und Autor des Blog & SEO-Teams der Host Europe GmbH, einem der größten Anbieter von Cloud Hosting in Europa. (Foto)

1 Kommentar

  1. Die Cloud-Funktion wird ja allgemein immer Beliebter. Was ich auch irgendwie gut verstehen kann. Es ist unglaublich praktisch. Trotz allem braucht man doch irgendwo einen Server, der das alles speichert. 🙂 Danke für den tollen Beitrag. Grüße aus Hamburg

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