Cyber Sicherheit in der Digitalisierung

Die Zeiten, in denen ein Wachschutz mit Schäferhund vor dem Unternehmensgebäude als Sicherheitsmaßnahme gegen Wirtschaftsspionage ausreichte, sind endgültig vorbei. Spätestens mit dem Einsetzen der Digitalisierung sehen sich Unternehmen mit ungeahnten Möglichkeiten, aber auch massiven Gefahren konfrontiert. Erfolgreiches Wirtschaften ist heutzutage nur mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept einschließlich Cyber-Security möglich.

Die Chancen und Risiken der Digitalisierung

Wichtige Daten und Informationen eines Unternehmens sind heutzutage nicht mehr nur einem kleinen Kreis bekannt, der sie in einem sicheren Safe im Unternehmensgebäude aufbewahrt. Stattdessen werden solche Informationen allen Mitarbeitern eines Unternehmens mit mehr oder weniger großen Zugriffsrechten in der Cloud zur Verfügung gestellt. Auch die Kommunikation erfolgt nur noch in wenigen Fällen persönlich, sondern E-Mails, Messenger und Mobilfunkgespräche gehören zum Arbeitsalltag. All das erleichtert das Arbeiten und erlaubt flache Entscheidungsstrukturen und eine optimale Nutzung von Ressourcen. Allerdings bedeutet ein intensiverer Datenaustausch auch immer eine steigende Gefahr. Unbefugte können sich Zugriff auf die Daten verschaffen, Gespräche mithören, mobile Endgeräte hacken oder an Passwörter und andere sensible Daten gelangen. Um sich vor solchen Gefahren zu schützen, hilft nur ein zuverlässiges Sicherheitskonzept.

Nicht irgendwie, sondern mit Konzept

Grundsätzlich lässt sich die digitale Welt wie ein tatsächliches Unternehmensgebäude verstehen. Es gibt Türen und Fenster, die den Zugang zu bestimmten Bereichen ermöglichen, in denen sich die jeweiligen Daten befinden. Und so wie früher die Fenster vergittert und die Türen mit Hochsicherheitsschlössern versehen wurden, so müssen auch die digitalen Zugangswege zu den Unternehmensdaten geschützt und verriegelt werden. Hierbei besteht die Gefahr, die Sicherheitsrisiken zu unterschätzen, weil diese digitalen „Fenster und Türen“ unsichtbar sind. Auf der anderen Seite bringt blinder Aktionismus ebenfalls nichts. Wer einfach irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen ergreift, weil sie sinnvoll erscheinen, vergeudet häufig kostbare Ressourcen, weil die einzelnen Sicherheitselemente nicht aufeinander abgestimmt sind. Aus diesem Grund sollte jedes Unternehmen ein klares Sicherheitskonzept entwickeln. Hierin muss festgelegt werden, welche Bereiche und Daten auf welche Weise geschützt werden sollen, welche Mitarbeiter auf welche Informationen Zugriff haben sollen, wie viel Geld für die einzelnen Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung steht und wie regelmäßig Updates und Wartungen erfolgen müssen.

Expertenwissen ist gefragt

Die Cyber-Security setzt ein gewisses technisches Know-how voraus, weswegen viele Unternehmen den Aufwand, sich damit zu beschäftigen, scheuen. Deswegen empfiehlt es sich, mit Experten zusammenzuarbeiten und auf deren Erfahrung, Tools und Kompetenz zu vertrauen. So wie die wenigsten früher vermutlich selbst Löcher in den Fensterrahmen gebohrt und die Gitterstangen eingesetzt haben, so muss auch heute niemand den Anspruch an sich haben, die Cyber-Sicherheit im Alleingang umsetzen zu wollen. Es gibt zahlreiche Unternehmen, die umfassende Sicherheitslösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche anbieten und auch einige Versicherungen haben mittlerweile eine Cyberversicherung im Sortiment. Wer im Bereich Digitalisierung dennoch lieber selbst aktiv werden möchte, kann einen der vielen Kurse oder die Schulungen zum Thema Cyber-Security besuchen und sich hier Anregungen und Tipps für die Unternehmenssicherheit im Alltag holen.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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