Customer Experience Management braucht einheitliche Kundensicht und hohe Datenqualität

Customer Experience Management (CEM) ist derzeit ein branchenübergreifendes Trendthema. Hiervon ausgehend, erhoffen sich viele Unternehmen, durch ein aktives und integriertes Management der Kundenerlebnisse, ihre Kunden zu begeistern. Sie nutzen dafür sämtliche  Kontaktpunkten, so genannte Touchpoints, sei es Offline‐, Online‐, oder Mobile. Ziel ist dabei, so nachhaltig den Erfolg am Markt zu erhöhen. Nicht zuletzt durch die hohe Austauschbarkeit vieler Produkte und die abnehmenden Preis‐Differenzierungsmöglichkeiten müssen sich Dienstleister verstärkt durch ein positives Kauf‐ oder Kontakterlebnis von den Mitbewerbern abheben. Customer Experience Management versucht die Lücke zwischen Erwartungen und Erfahrungen der Kunden zu schließen und so letztlich Begeisterung und langfristige Loyalität zu erzielen.

Die zehn Erfolgsfaktoren des Customer Experience Management

Anlässlich des  1. Deutschen Marketing‐Innovation‐Tages in Nürnberg hat Univ.‐Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Diller (Emeritus des Lehrstuhls für Marketing an der Universität Erlangen‐Nürnberg) die zehn wichtigsten Erfolgsgaranten des Customer Experience Management zusammengefasst:

1. Kundenzufriedenheit gilt weiterhin als übergeordnetes Konzept

2. Dennoch müssen angemessene Rahmenbedingungen in Unternehmen geschaffen werden (Prozesse, Organisationsstruktur, Treibersysteme, kundenorientierte Unternehmenskultur)

3. Die Sammlung und Bewältigung von Big Customer Data wird zum Produktionsfaktor, sowohl im B2B‐ als auch im B2C‐Sektor

4. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Marketing & IT ist in Zukunft notwendig, was mehr IT‐Budget für das Marketing voraussetzt

5. Proaktives Zugehen auf den Kunden wird unabdingbar

6. Die Behandlung der Kunden muss dabei durch Schaffung von Kundenerlebnissen individualisiert werden

8. So kann durch die (Über‐)Erfüllung von Kundenerwartungen Begeisterung geschaffen werden

9. Dabei liegt ein Fokus auf Multi‐Channel‐Kommunikation mit den Kunden sowie

10. Eine enge Verzahnung der Kommunikationskanäle

Grundvoraussetzungen sind: eine zentrale Kundensicht und Datenqualität

Damit dieser Ansatz umgesetzt werden kann, müssen allerdings erst einmal die Grundlagen vorhanden sein: Ein integriertes beziehungsweise einheitliches Kundenbild und die so genannte Single Customer View. Dabei geht es darum, dass mit Hilfe eines Master Data Management Systems (MDM) alle Informationen, die  über einen Kunden existieren, an einer zentralen Stelle gespeichert und für die Interaktion genutzt werden.

Diesen „einzig wahren Datensatz“ bezeichnet man dann auch als „Golden Record“. Essenziell ist in diesem Zusammenhang vor allem,  dass es sich um aktuelle, vollständige und qualitativ hochwertige Kundendaten handelt. Eine gesicherte Datenqualität ist unerlässlich für den Erfolg eines Unternehmens und die Zufriedenheit der Kunden. Auch wenn man  das jetzt „Customer Experience Management“ nennt.

Mehr dazu steht im Human Inference Whitepaper: „Der Weg zur einheitlichen Kundensicht“

1 Kommentar

  1. Sehr schön erörtert. So schafft man langfristig Kundenzufriedenheit, schafft es Neukunden zu gewinnen und Bestandskunden zu halten. Danke für den inspirierenden Text. Einige Aspekte werde ich berücksichtigen in Zukunft!

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