„Branchenbarometer PRODUKTION“: 88% österreichischer Betriebe wollen in Digitalisierung investieren

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„Branchenbarometer PRODUKTION“
Laut „Branchenbarometer PRODUKTION“ wollen 88% des produzierenden Gewerbes in Österreich in die Digitalisierung investieren.

Die Digitalisierung ist in der Fertigungsbranche angekommen. Diese Erkenntnis drängt sich durch das aktuelle „Branchenbarometer PRODUKTION“ auf. So sehen sich knapp die Hälfte der Befragten Unternehmen in Sachen Digitalisierung bereits jetzt gut aufgestellt. Dennoch wollen viele  weiter in die Digitalisierung investieren, um weiteres Potenzial auszuschöpfen und auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein. Hierbei gibt es diverse Vorteile aber auch einige Hemmnisse.

Gut aufgestellt und die Zukunft im Blick

Das Branchenbarometer PRODUKTION wurde im Rahmen des 2. Metzler-Innovationsforums vorgestellt. Für die Erhebung wurden 118 österreichische Unternehmen zu ihrer Einstellung zur Digitalisierung befragt, wie wirtschaftszeit.at schreibt. Die Ergebnisse wurden dem Schulnotensystem entsprechend einem Wert zwischen 1 und 5 zugeordnet. Insgesamt sehen sich 44% der befragten Unternehmen bei der Digitalisierung schon heute sehr gut aufgestellt, insgesamt wird bei dem Barometer jedoch ein Wert von 2,6 erreicht. Das ist einer der Gründe, aus denen eine Mehrheit auch weiterhin sicher (46%) oder vielleicht in die Digitalisierung investieren möchte. Lediglich 12% der Befragten wollen das sicher nicht. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die gute Konjunkturlage und der positive Ausblick der Unternehmen in die Zukunft auch weiterhin erhalten bleiben. Insgesamt sehen 25% der Befragten die Digitalisierung als große Chance für den eigenen Betrieb, wohingegen niemand in ihr ein großes oder sehr großes Risiko sieht.

In diesen Bereichen wird die Digitalisierung erfolgreich genutzt

Es gibt spezielle Bereiche bei den Fertigungsprozessen, in denen die Digitalisierung bereits rege und erfolgreich genutzt wird. Hierzu zählen vor allem die Maschinen- und Wartungstechnik, die automatisierten Produktions- und Fertigungsprozesse und das Daten- und Wissensmanagement. Viele Arbeitsschritte, die früher sehr aufwendig waren, können heutzutage voll automatisch durchgeführt werden, wodurch der Mensch vor allem noch koordinierende und überwachende Aufgaben zu erledigen hat. Neben diesen drei Hauptbereichen gibt es noch verschiedene Unterbereiche, in denen die Digitalisierung anzutreffen ist. Unter anderem wurden von den Befragten die Buchhaltung beziehungsweise Abrechnung, der Webshop und das Qualitätswesen genannt.

Vorteile und Hemmschwellen der Digitalisierung

Insgesamt wird die Digitalisierung von allen befragten Unternehmen positiv eingeschätzt. Vor allem die zahlreichen Vorteile für die Effizienz des Betriebs werden hervorgehoben. So sorgt die Digitalisierung zum Beispiel durch automatisierte Fertigungsprozesse dafür, dass Aufgaben schneller und weniger aufwendig erledigt werden können. Des Weiteren wird die Kostenersparnis, die mit der Digitalisierung einhergeht, lobend erwähnt. Produkte lassen sich durch die neuen Techniken günstiger und zeitsparend herstellen.

Trotz dieser Vorteile gibt es aber auch Hindernisse auf dem Weg zu einem rundum digitalisierten Unternehmen. So geben 64% der Befragten an, dass fehlende Personalressourcen dazu führen, dass sich der Betrieb nicht voll auf die Digitalisierung konzentrieren kann. Außerdem betonen 43%, dass ihnen nach wie vor ausreichende Kenntnisse über die Möglichkeiten der Digitalisierung fehlen, um diese zielgerichtet und sinnvoll für das eigene Unternehmen anwenden und umsetzen zu können.

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> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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