Bitcoins und Instant Payment – Was ist das Zahlungsmittel der Zukunft?

In einer aktuellen Studie hat das ECC Köln untersucht, wie Bitcoins und Instant Payment bei Nutzern und Shopbetreibern ankommen. Das Ergebnis: Es gibt diverse Bedenken. Während Bitcoins vor allem als Geldanlage angesehen werden, kommt Instant Payment beim Bezahlen im E-Commerce vergleichsweise häufig zum Einsatz. Für Nutzer ist vor allem wichtig, dass die Bezahloptionen klar verständlich und transparent sind.

Ziele und Vorgehen bei der Studie des ECC Kölns

Mit seiner aktuellen Payment-Studie untersucht das ECC Köln die Akzeptanz von Bezahlfunktionen wie Bitcoins und Instant Payment im E-Commerce. Insgesamt liegt der Studie die Frage zugrunde, welche Bezahlfunktionen das Zahlungsmittel der Zukunft im Onlinehandel darstellen werden. Hierbei sollten sowohl die Händler- als auch die Käufersicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wurden neben 346 Shopbetreibern auch 1.765 Konsumenten aus der DACH-Region zu ihrer Meinung bezüglich solcher Bezahlfunktionen befragt. Die Studie ist bereits die 21. ihrer Art und stellt ein nützliches Meinungsbild der Händler und Käufer dar.

Große Zweifel gegenüber Bitcoins herrschen vor

Aus der Studie wird klar ersichtlich, dass sowohl Onlinehändler als auch Konsumenten den Bitcoins skeptisch gegenüberstehen. Aktuell können sich lediglich 20% der Befragten vorstellen, mit dieser Währung im E-Commerce einzukaufen. Demgegenüber stehen 40%, die keinerlei Interesse an Bitcoins und ähnlichen Bezahlmethoden haben. Von den Onlinehändlern sagen sogar 56%, dass Bitcoins für ihren Shop nicht interessant sind. Das liegt vor allem daran, dass Bitcoins nur in begrenzter Menge verfügbar sind. Außerdem ist diese Währung vergleichsweise schwer zu durchschauen. Die Hintergründe sind recht komplex und erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie. Hieran sind vor allem die Konsumenten nicht interessiert. Sie wollen klare, nachvollziehbare, transparente Währungen. Aus diesem Grund werden Bitcoins vor allem als moderne Geldanlage genutzt. Sollten sie tatsächlich einmal zu einem relevanten Zahlungsmittel im Onlinehandel werden, dann wird dies erst in vielen Jahren der Fall sein.

Instant Payment hat einen guten Ruf

Neben Bitcoins spielen Instant Payment Methoden im E-Commerce eine Rolle. Diese werden im Unterschied zu den Bitcoins von Shopbetreibern und Konsumenten gleichermaßen gut angenommen. Solche Echtzeitüberweisungen bringen den Vorteil mit sich, dass das Geld direkt beim Empfänger ankommt und somit keine Verzögerungen entstehen. Insgesamt sind rund 60% der Befragten solchen Bezahloptionen gegenüber durchaus offen eingestellt. Bei den Onlinehändlern können sich sogar 81 vorstellen, Bezahlfunktionen in Echtzeit anzubieten. Ein Großteil von ihnen tut es sogar bereits. Bei den Konsumenten sind allerdings noch diverse Zweifel vorhanden. Sie befürchten, dass durch die Etablierung von Instant Payment Funktionen zusätzliche Kosten auf sie zukommen.

Instant Payments
Quelle: ifhkoeln.de

Allerdings sind viele Konsumenten bereit, für eine einfache und klar nachvollziehbare Bezahlfunktion einiges in Kauf zu nehmen. Die Nutzer wollen die Bezahlfunktion verstehen, die sie nutzen. Die meisten wünschen sich, dass sie sich lediglich einmal registrieren müssen und die gewünschte Bezahlart dann uneingeschränkt nutzen können. Eine bequeme und komfortable Anmeldung ist vielen sehr wichtig. Das können Bitcoins allerdings nicht bieten. Hinzu kommt, dass das mobile Bezahlen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Deswegen wünschen sich rund 50% der Anwender, dass ihnen Bezahlverfahren angeboten werden, die sie auch mobil nutzen können. Die meisten Instant Payment Anbieter leisten dies.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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